Schüchtern und auf Partnersuche?

Teaser: Schüchterne Menschen haben es bei der Partnersuche besonders schwer: Flirten, Daten, offen auf andere zugehen – für manche der reine Horror! Hier finden Sie einfach durchzuführende Übungen für mehr Selbstsicherheit ...

Partnersuche Schüchtern FlirtenEs gibt reichlich Situationen, in denen beinahe jeder mit Herzklopfen oder zittrigen Händen reagiert, z.B. als Freund das erste Mal der Familie vorgestellt zu werden, als neue Mitarbeiterin von den Kollegen begutachtet zu werden, usw. ...

Verspüren Menschen bei vielen Begegnungen solche Unsicherheiten, entwickeln sie meist Strategien dagegen:

  • Manche versuchen, ihre Ängste zu überspielen und verhalten sich übertrieben lässig und selbstsicher. Im ersten Kontakt wirken sie dann eher arrogant oder unnahbar.
  • Manche vermeiden unangenehme Situationen. Die Einladung zur Party wird abgelehnt, Treffen mit unbekannten Menschen werden vermieden. Langfristig führt das zu noch größerer Befangenheit, da ja auch keine positiven Erfahrungen mehr gemacht werden können.

Bei der Partnersuche sind beide Strategien nicht besonders hilfreich! Deshalb hier einige Übungen für schüchterne Menschen, die es trotz aller Schwierigkeiten angehen wollen ...

1. Übung macht den Meister

Treffen Sie sich mit Menschen, in deren Gegenwart Sie sich wohl und sicher fühlen. Gespräche mit Freunden sind eine gute Möglichkeit zum Üben: eine offene Körperhaltung einnehmen, dem Gesprächspartner in die Augen schauen, zuhören, nachfragen, selbst etwas beitragen.

Beobachten Sie sich wohlwollend! Sie werden mit jedem Mal sicherer. Wenn´s problemlos mit den besten Freunden klappt, üben Sie mit anderen Bekannten. Offene Körperhaltung und Augenkontakt werden bald zur Routine. Auch beim ersten Date!

2. Klein anfangen

An einem Speed-Dating teilzunehmen, können Sie sich gar nicht vorstellen? Aber vielleicht ist es machbar, im Biomarkt eine fremde Person nach dem Standort der Gewürze zu fragen! Oder auf der Straße einem Unbekannten laut und freundlich einen „schönen guten Tag“ zu wünschen! Oder flirten Sie bei der Pizzabestellung mit der freundlichen Telefonstimme ...

Bringen Sie Ihre Ängste in eine Hierarchie. Fangen Sie mit den leichteren Herausforderungen an. Wenn die gut gelingen, erklimmen Sie die nächste Stufe!

3. Gelegenheiten schaffen

Es ist verständlich, wenn schüchterne Menschen soziale Kontakte eher meiden. Leider handelt es sich dabei genau um die falsche Strategie! Schaffen Sie möglichst viele Gelegenheiten, um neue Menschen kennenzulernen, egal ob bei einem Kochkurs, einer Fortbildung oder Fahrgemeinschaft.

Je öfter Sie fremden Personen begegnen, desto besser. Auch wenn es anfangs noch schwer fällt: unbedingt dran bleiben! Machen Sie sich selbst aber keinen Druck. Bei dieser Übung geht es ausschließlich um den Gewöhnungsfaktor. Daher wird es mit jedem Mal leichter!

4. Die Kraft der Vorstellung

Innere Bilder haben einen großen Einfluss auf unser Erleben und Verhalten. Nutzen Sie diese Kraft: Stellen Sie sich in entspannter (*) Atmosphäre möglichst lebhaft vor, wie Sie gesellig und selbstsicher auftreten. Je intensiver und regelmäßiger die Vision, desto besser. Wenn Sie sich täglich vorstellen, mit fremden Menschen erfreuliche Gespräche zu führen, wird Ihnen das auch im realen Leben viel leichter fallen!

(*) Wenn Sie merken, dass Ihnen die Vorstellungen Angst machen, sollten Sie erst beim Fachmann eine Entspannungstechnik erlernen.

5. Ich bin schüchtern und das ist auch gut so!

Versuchen Sie, Ihre Schüchternheit als hilfreichen und wertzuschätzenden Teil Ihrer Persönlichkeit anzuerkennen. Die körperlichen Reaktionen, die Sie spüren, sind ein genetisch angelegter Schutzreflex. Das ist eigentlich ganz nett von Ihrem Körper! Aber lassen Sie ihn ruhig erfahren, in welchen Situationen Sie Schutz brauchen und in welchen nicht!

6. Überprüfen Sie Ihre Hypothesen

Haben Sie schüchterne Bekannte oder Verwandte? Haben nicht viele von ihnen trotzdem den Partner für ihr Leben gefunden? Wie genau reagieren andere auf Ihr gehemmtes Verhalten? Viele Menschen bewerten Schüchternheit beim Gegenüber überhaupt nicht negativ. Warum also nicht offensiv damit umgehen?

Wenn Sie Ihre Unsicherheiten schon beim ersten Kennenlernen offen ansprechen, wird das höchstens Sympathiepunkte für Ehrlichkeit einbringen. Beim ersten Date ist Ihr Gegenüber mit großer Wahrscheinlichkeit auch sehr aufgeregt und findet Sie dann gleich noch mal so nett.

Und nun: Viel Spaß beim Knüpfen von Kontakten!

13.05.2015 © seit 02.2011 Kerstin Hillbrink  

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