Wikileaks... traurig, aber voraussehbar

Teaser: Wikileaks und sein Gründer Julian Assange haben sich durch die Veröffentlichung von geheimen diplomatischen US-Dokumenten einen Namen gemacht. Doch wer sich mit den Mächtigen anlegt, wird schnell vom Helden zum Märtyrer. Lesen Sie hier eine gesellschaftskritische Satire über Julian Assanges mediengerechten Untergang.

Wikileaks und sein Gründer Julian Assange haben sich durch die Veröffentlichung von geheimen diplomatischen US-Dokumenten einen Namen gemacht. Doch wer sich mit den Mächtigen anlegt, wird schnell vom Helden zum Märtyrer. Lesen Sie hier eine gesellschaftskritische Satire über Julian Assanges mediengerechten Untergang.

Das Schlimmste, das man jemandem antun kann, ist die Wahrheit. Wenn man Freunde hat, werden sie einem niemals sagen, dass man stinkt oder eklig fett geworden ist. Genau das hat aber gerade stattgefunden - auf höchster Ebene.

Wikileaks Julian AssangeDer Gründer der Plattform Wikileaks, Julian Assange, hätte wissen müssen, was ihm blüht, wenn er sich mit der britischen Polizei "trifft".

Es zeugt von einer nahezu kindlichen Naivität, es dennoch getan zu haben. Doch leider kann man das nicht ungeschehen machen. Julian Assange wird auch diesmal den Preis dafür bezahlen, dass er ehrlich war.

Dass er durch die Veröffentlichung des Betruges, der Lügen und der Scharmützel der Politik persönlich büßen wird, war dem Außenstehenden klar.

Man legt sich nicht ohne Gegenwehr mit einem mächtigen Gegner an. Dieser Gegner wird für die völlige Vernichtung Assanges sorgen, wie ich befürchte.

Die klassische Bezeichnung dafür, wie sie immer gern benutzt wurde, lautet "Ein Exempel statuieren". Ketzer, Weltverbesserer und Steuerflüchtige wurden in der Geschichte immer öffentlichkeitswirksam gefoltert, um dann in einem Finale hingerichtet zu werden.

"Brot und Spiele" hieß bereits die römische Devise, um Nachahmer abzuschrecken. Das Prinzip hat sich auch über die Jahrhunderte nicht geändert. Bei Julian Assange werden wir künftig dasselbe System beobachten können.

Zu viele Mitläufer haben ihm (Stand 07. Dezember 2010) bereits den Geldhahn abgedreht. Demnach wird er wehrlos sein, wenn es um seine medienwirksame Verurteilung geht. Ich würde mir mehr solche gutgläubigen Menschen wünschen.

Ich hätte aber auch gern, dass sie nicht als Märtyrer für das Wissen untergehen. Der Wermutstropfen ist also, dass der Bereitsteller der Informationen tatsächlich glaubte, mit Wahrheit etwas Gutes erreichen zu können.

Die Antwort auf die Frage, die sich eigentlich niemals gestellt haben müsste, lautet also:
"Julian Assange, Du warst ein Naivling - Wir werden die Wahrheit aber weiterhin unterstützen"
;-)

30.10.2012 © seit 12.2010 a.petit  
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