Verstopfte Nase ade: Eine freie Nase ohne chemische Nasensprays

Eine verstopfte Nase ist nicht nur sehr lästig, sondern hält einen auch vom Arbeiten, der Freizeit und sogar vom Schlafen ab. Viele greifen dann zu Nasensprays, die wegen ihrer Aggressivität aber nicht allzu lange eingenommen werden dürfen.

Der Wirkstoff Xylometazolinhydrochlorid sorgt dafür, dass Betroffene sich schwer tun, ohne Nasenspray auszukommen – und das oft jahrelang. Denn die Nasenschleimhäute schwellen ohne den Wirkstoff gleich wieder an, wenn das Nasenspray zu lange eingenommen wurde.

So entsteht eine Art Sucht nach dem Nasenspray. Wer also von herkömmlichen Nasentropfen wegkommen oder von vornherein einen ungefährlicheren Weg einschlagen möchte, kann natürliche Mittel verwenden, die eine enorme Wirkung haben.

Freie Nase: Räume müssen richtig vorbereitet sein

freie verstopfte Nase Tipps Wer die Nase auf natürlichem Wege freibekommen möchte, sollte darauf achten, dass die Räumlichkeiten nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm sind. Der Raum sollte eine angenehme Luftfeuchtigkeit haben. Eine gute Maßnahme besteht darin, ein feuchtes Handtuch auf die Heizung zu legen. Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit sorgt dafür, dass die Nase nicht so schnell austrocknet und besser geatmet werden kann.

(Anmerkung der Redaktion: Die Luftfeuchtigkeit lässt sich einfach mit einem Hygrometer messen. Als Ideal gelten 50 bis 65% Luftfeuchtigkeit.)

Darüber hinaus ist es gut, wenn man in den Räumen, wo man sich aufhält, eine Tasse mit japanischem Heilöl oder Teebaumöl aufstellt. Es ist in der Drogerie erhältlich und sorgt dafür, dass sich die verstopfte Nase schnell löst. Für die Anwendung nimmt man eine Tasse, gibt etwa fünf Tropfen von dem heilenden Öl hinein und anschließend aufgekochtes heißes Wasser.

Wer möchte, kann das Heilöl auch in mehrere Räume verteilen oder versuchen, es – mit genug Abstand – einzuatmen. Eine weitere gute Methode ist es, den Kopf beim Schlafen hochzulegen. Das lässt sich leicht mit einem zusätzlichen Kopfkissen bewerkstelligen. Außerdem ist besonders das seitliche Liegen von Vorteil – am besten in die Richtung, in der die Tasse mit dem Heilöl steht.

Eine weitere gute Methode, die Nase freizubekommen, ist es, eine in Ringen aufgeschnittene Zwiebel über Nacht neben das Bett zu platzieren. Beide Methoden können auch kombiniert werden, das Heilöl links neben das Bett und die Zwiebel rechts zu platzieren.

Nase frei mit einem Dampfbad

Eine gängige Methode, um die Nase freizubekommen, ist das Dampfbad. Dazu nimmt man eine Schüssel, gibt eine dünne Schicht Salz hinein und gießt heißes Wasser dazu - anschließend, mit dem Kopf unter einem Handtuch über die Schüssel gebeugt, den Dampf vorsichtig und durch die Nase einatmen. Es ist besonders von Vorteil, tiefe Atemzüge zu machen – auch wenn die Nase verstopft ist und daher ein Atmen fast unmöglich scheint.

Tiefes Ein- und Ausatmen löst den Schleim in der Nase und den Nasennebenhöhlen. Zwischendurch ist es ratsam, die Nase zu putzen und immer mal wieder aus dem Handtuch hervorzukommen. Insgesamt sollte das Dampfbad so lange dauern, bis Besserung eintritt oder die Wirkung nachlässt, weil das heiße Wasser abgekühlt ist.

Wer während des Dampfbads mit tränenden Augen zu kämpfen hat, weil das Salzwasser brennt, kann einfach eine Sonnenbrille aufsetzen, denn so sind die Augen während des Dampfbads geschützt.

Nase frei – auch unterwegs

Wer unterwegs ist und durch die verstopfte Nase gestört wird, kann vorab Maßnahmen treffen: eine Tasse mit heißem Wasser auffüllen und einen Teelöffel Salz hinzugeben. Anschließend wird das Wasser umgerührt und sollte nun bei Raumtemperatur gut abkühlen. Mithilfe der Handflächen oder am besten mit einer Pipette wird dann das Salzwasser durch die Nase gezogen. Der Kopf sollte nach hinten gelegt werden, damit das Salzwasser einige Minuten lang einwirken kann.

Nasendusche Nasenkännchen freie Nase verstopfteIm besten Fall läuft das Salzwasser dann durch die Nase hindurch bis in den Mund. Dann kann es ausgespuckt oder einfach heruntergeschluckt werden. Diese Nasendusche kann mehrmals durchgeführt werden. Außerdem sollte man wissen, dass die Wirkung nicht so schnell eintritt und man daher Geduld mitbringen muss.

Wer jedoch kaum Zeit hat, weil er zur Arbeit geht oder zu einem Treffen mit Freunden, kann das Salzwasser einfach in ein Gefäß zum Mitnehmen füllen. Hierzu eignen sich kleine Sprayflaschen besonders gut, ähnlicher jener herkömmlicher Nasentropfen.

Wer ein leeres Nasenspray zuhause hat, kann es ausspülen und dafür nutzen. Unterwegs hat man dann ein selbst gemachtes Nasenspray zur Verfügung, das aus natürlichen Stoffen besteht. Es hilft besonders dann gut, wenn die Nase gerade dabei ist, auszutrocknen.

Hilfe von außen

Besonders gut und effektiv ist es, sich ein Erkältungsbalsam beziehungsweise Menthol zu kaufen, das auf die Brust und den Rücken aufgetragen wird. Tief sitzender Schleim wird dadurch gut gelöst. Außerdem kann ein kleiner Teil des Balsams auf die Nasenflügel und rund um die Nasenlöcher aufgetragen werden, einfach kurz einwirken lassen, warten, bis die Nase anfängt zu laufen und anschließend gut putzen.

Wer kein Balsam zur Hand hat oder zusätzliche Hilfe benötigt, kann die Nase zwischen den Daumen und den Zeigefinger nehmen und sie von oben nach unten massieren. Besonders dort, wo die Naseschleimhäute eventuell angeschwollen sind, hilft dieser Trick besonders gut. Nach einer Zeit fängt die Nase an zu laufen und fühlt sich etwas freier an.

Wer vor allem in der Nacht immer wieder damit zu kämpfen hat, dass mindestens ein Nasenloch völlig verstopft ist, kann sich Nasenpflaster auf die Nase kleben. Nasenpflaster sind zwar gegen Schnarchen gedacht, helfen aber auch gegen verstopfte Nasen. Sie sind in Apotheken erhältlich.

Dabei sollte man sich unbedingt an die Anleitung halten. Das Nasenpflaster zieht die Nasenlöcher leicht nach oben. Das hilft dabei, in der Nacht besser atmen zu können. Während der gesamten Zeit, in der die Nase verstopft ist, ist es außerdem sehr wichtig, regelmäßig an die frische Luft zu gehen. Auch das tut der Nase gut. So ist ein kleiner Spaziergang sehr wohltuend und reicht oft aus, damit sich die Nase freier anfühlt.

Vertopfte Nase - damit der Mund nicht leidet

Wer die Nase zu hat, atmet automatisch durch den Mund. Damit dieser nicht austrocknet, ist es sinnvoll, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wenn man in der Nacht mit einem trockenen Mund aufwacht, hilft es, ein Glas oder eine Flasche Wasser griffbereit zu haben, um den Mund zu befeuchten. Das erspart den Gang zum nächsten Wasserhahn und hilft, schnell wieder einschlafen zu können.

Außerdem können am Tag Bonbons mit Salbei oder Eukalyptus gelutscht werden, die davor schützen, dass der Mund austrocknet und durch das ständige Atmen durch den Mund der Hals schmerzt.

Aber nicht nur der Mund, sondern auch die Nase muss besonders geschützt werden. Sollte die Nase wie Feuer brennen, weil sie wund ist, so hilft ein Kamillenteebeutel.

Dazu wird der Kamillentee wie üblich zubereitet, der Teebeutel aber danebengelegt und ausgekühlt. Anschließend kann dieser auf die wunde Nase getupft werden – das hilft sofort und lindert den Schmerz. Zusätzlich oder stattdessen kann auch eine fettende Gesichtscreme zur Anwendung kommen. Beide Methoden helfen, die Nase zu befeuchten und als vorbeugende Maßnahme, sie nicht austrocknen zu lassen.

Geeignete Hilfsmittel finden sich beispielsweise in der Apotheke, aber auch in einer Drogerie. Um eine nahegelegene Apotheke oder Drogerie zu finden, empfiehlt die Autorin das Branchenbuch für Unternehmensauskunft.

Geduld ist entscheidend

Selbstverständlich ist es einfacher und schneller, die Nase mit chemischen Nasentropfen freizubekommen. Doch gerade dann, wenn es sich um eine länger andauernde Erkältung oder gar Allergie handelt, ist dies nicht zu empfehlen, da die Nasentropfen nicht länger als eine Woche angewendet werden dürfen. Ansonsten schwellen die Schleimhäute zu extrem an und man hat wieder keine freie Nase.

Es ist ratsam, die Nase auf natürliche Weise freizubekommen, damit eine Suchtgefahr ausgeschlossen werden kann. Die Alternativen sind weitaus schonender, dafür muss allerdings eine Portion Geduld aufgebracht werden. Auf diesem Wege kommt man zu einer natürlich freien Nase und vermeidet das Risiko, abhängig zu werden.

Wer trotz allem keine freie Nase bekommt und auch noch nach Wochen mit einer verstopften Nase herumläuft, sollte in jedem Fall ärztlichen Rat einholen.

11.05.2016 © seit 02.2013 Jennifer Schneider  

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