Story: Der "Stuhlgang" - das Geheimnis französischer Models

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie es professionelle Models schaffen, auf dem Laufsteg immer fit und schlank auszusehen? In den Illustrierten ist dieses Thema seit Jahren ein Dauerbrenner, denn wer will schon als dicker Moppel durch die Landschaft laufen.

FotomodelIn diesem Fun-Teil will ich Ihnen eines der Geheimnisse dieser Models erzählen, das Sie sicherlich noch nie gehört haben.

Man könnte die Methode "den Stuhlgang oder das Geheimnis der französischen Models" nennen, was Sie zu diesem Zeitpunkt jedoch garantiert falsch verstehen werden. Geheim ist sie deshalb, weil die Methode ohne Zusatzkosten bei jeder Frau mit wenig Aufwand funktioniert. Keine Angst, ich veräpple Sie nicht - ich will Sie nur neugierig machen!

Insofern handelt es sich um ein Fun-Teil mit doppelten Boden: Einerseits will ich mich nicht mit dieser Methode, mit der Garde der "Ich-hab-die-Weisheit-gepachtet-Diät-Planer-Besserwisser" anlegen, denn Fanatikern sollte man bekanntlich besser nicht ins Müsli spucken.

Andererseits soll die Methode selbst Spaß machen, damit sie sich vielleicht gegen die "Ich-quäl-mich-bis-ich-schlank-bin"-Torturen durchsetzen kann.

Außerdem will ich mich hier an das Grundprinzip halten, nämlich daß der Übende möglichst wenig an seinen Lebensumständen ändern muß, denn daran scheitern die meisten "Erfolgskonzepte" der Schlankheitsbranche.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum viele "Erfolgsrezepte" so schlecht funktionieren? Nein? Dann will ich Ihnen mal einige Gründe vorstellen, warum Sie meiner Meinung nach einen schlechten Stand haben. Die meisten Menschen sind ...:

  • nicht wirklich bereit, ihre Ernährungsgewohnheiten grundlegend zu ändern ...
  • nicht bereit, sich mehr zu bewegen oder gar Sport zu beginnen ...
  • nicht bereit, viel Geld für irgendwelche Zusatzpulver oder Minimalportionen auszugeben ...
  • oder einfach vielfach nicht in der Lage, die verlangte Disziplin aufzubringen und sie ein Leben lang durchzuhalten. 

Soweit ist das alles bekannt. Eine gewisse Ratlosigkeit ist aber dennoch zu beobachten, denn "die Leute" werden immer dicker, woran die tägliche TV-Schokoriegel-Werbung sicherlich nicht ganz unbeteiligt ist. Die Preisfrage bleibt, was man tun kann, um schlanker zu werden, wenn man von den Menschen nicht verlangen kann sich grundlegend zu ändern.

Ist es nun trotzdem möglich, wirksam abzunehmen ohne gleich das ganze Leben - oder zumindest die Bewegungs- und Eßgewohnheiten - radikal zu ändern? Bevor ich darauf eingehe, sei mir eine kurze Story aus meiner Familie erlaubt.

Meine Halbschwester Charlotta ist mehrmals im Jahr in Paris (und anderen Orten) beruflich in der Model-Betreuung tätig. Normalerweise bewohnt sie den italienischen Stiefel in der Nähe von Brindisi. Vor allem in der Zeit der Vorbereitung vor den großen Modemessen hat sie alle Hände voll zu tun, um die männlichen und weiblichen Kleiderständer auf ihren großen Auftritt auf dem Laufsteg vorzubereiten. Hier ist Paris und Florenz ebenso wie in Mailand und Madrid - die vielleicht weltweit bekanntesten Modeorte - aber allen voran auf jeden Fall die Karl-Lagerfeld-Schau zu nennen. 

Neben den eigentlichen Modeschauen läuft für die Models auch eine Menge Programm im Hintergrund ab. Produzenten und Großkunden laden die Schönen an jenen Tagen beispielsweise besonders häufig zum Essen ein, um den Partys eine besondere Attraktivität zu geben. Daß bei solchen Festivitäten die schlanke Linie gefährdet ist, kann sich jede Frau vorstellen. Und was wollen die Stars? Natürlich schlank und schön bleiben, auch wenn die gebotenen Köstlichkeiten allzu verlockend sind. Nun komme ich zum Kern der Sache.

Model ModeDie meisten Mode-Veranstaltungen und Auftritte sind aus vielerlei organisatorischen Gründen für die Schönen oft mit Wartezeiten verbunden: Hier eine Maske, dort eine Ankleideprobe und anschließend das Warten auf den großen Auftritt. Solche Wartezeiten gehen oft schon Wochen vor dem eigentlichen Event los, wobei sich dann die Frage stellt, wie man diese überflüssige Zeit sinnvoll nutzen kann.

Sie werden die Antwort sicher schon vorhergesehen haben - die Profis nutzen die Zeit um fit und schlank zu bleiben. Dazu reicht ein simples Trainingsgerät völlig aus. Man braucht nur einen normalen Stuhl, wie er eigentlich überall zu finden ist, egal ob Küchenstuhl,  Kneipenstuhl oder Bürostuhl. Mehr ist nicht nötig, um die kleinen Pausen zum Abnehmen zu nutzen.

Lüften wir also nun das Geheimnis, was es mit dem "Stuhlgang" auf sich hat:

Man setzt sich auf den Stuhl, steht auf, geht um ihn herum und setzt sich wieder, steht wieder auf, geht herum etc. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, wie die Zeit das erlaubt. Das soll das ganze Geheimnis sein? Meine Antwort lautet: "Ja", denn hinter dieser simplen Methode steckt ein einfacher Mechanismus. Denn jede einzelne Übungsausführung bewirkt, das man etwa ein Gramm abgenommen hat.

Hier gibt es inzwischen Erfahrungswerte: Hundertmal um den Stuhl gegangen (nicht hastig sondern normal) bringt einen Gewichtsverlust von 100 Gramm und dauert etwa 15 Minuten. Diese Übung täglich ausgeführt, bringt in einem Monat 100 Gramm x 30 Tage = 3000 Gramm oder drei Kilo. Bei zwei Übungsdurchgägngen am Tag a 15 Minuten sind wir schon beim Doppelten - sprich 6 Kilo.

Bei diesen 6 Kilo Gewichtsabnahme in rund vier Wochen sollte man es auch zunächst belassen. Eine Gewichtskontrolle ist einmal pro Woche völlig ausreichend. So simpel diese Methode klingen mag, nach meiner Erfahrung funktioniert sie perfekt. Falls Sie mir nicht glauben, können Sie sie selbst ausprobieren. Denn wie heißt es so schön: "Probieren geht über Studieren, Praxis macht perfekt."

Viel Spaß beim Abnehmen!

01.06.2016 © seit 11.2007 Dr. Rolf Schmelter
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