Seite 2: Sauna Tipps: Gesund Saunen zu jeder Jahreszeit

4. Getränke zum Saunen

Es wird empfohlen vor dem Saunagang ausreichend zu trinken, vorzugsweise Wasser oder Tees. Unterlassen Sie das Trinken während des Saunens, denn es wird das Entschlacken des Körpers weitgehend verhindern. Trinken Sie jedoch nach dem letzten Saunabad ausreichend Wasser (mindestens 1 Liter). Bei drei Saunagängen werden 2 Liter empfohlen. Vermeiden Sie Alkohol!

Wenn Sie während des Saunens Durst verspüren, trinken Sie etwas! Weichen Sie dann von der Regel ab, denn Durst ist immer ein Alarmsignal des Körpers. Doch es sollte sich dabei nicht um kalte Getränke handeln.

5. Was muss ich zum Saunen mitnehmen?

Für einen Saunabesuch empfiehlt es sich, einen Bademantel und zwei Handtücher mitzunehmen. Ein etwas größeres Handtuch benötigen Sie in der Sauna, um sich darauf zu setzen (oder zu legen). Das zweite Handtuch benötigen Sie zum Abtrocknen nach dem Duschen bzw. nach dem Kältebad. Es wird auch empfohlen sich frische Kleidung für das Ankleiden nach der Sauna mitzunehmen. Ein Bademantel ist praktisch für die Ruhezeiten.

6. Wie bereite ich mich zum Saunen vor?

Nachdem Sie sich ausgekleidet haben, reinigen Sie zuerst gründlich Ihren Körper. Das hat nicht nur hygienische Gründe.

Durch das Reinigen des Körpers wird die Haut feucht und weich, was sich positiv auf das Schwitzen auswirkt und den Fettfilm auf der Haut entfernt. Trocknen Sie sich anschließend gut ab, denn trockene Haut schwitzt besser.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die kaum schwitzen, können Sie vor Ihrem ersten Saunagang ein warmes Fußbad nehmen. Es wird das Schwitzen Ihrer Haut fördern. Auch regelmäßiges Saunen fördert das Schwitzen - haben Sie ein wenig Geduld.

7. Erster Saunagang

Empfohlen wird eine Temperatur von 80-90 Grad für den ersten Saunagang. Aufgüsse können schon vorgenommen, doch das Wedeln der Luft sollte noch vermieden werden, denn die Haut ist noch nicht genügend aufgeweicht. Bei den folgenden Saunagängen darf die Luftfeuchtigkeit in der Sauna höher sein. Beginnen Sie also immer mit einer niedrigeren Hitze und steigern Sie diese für die folgenden Gänge in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit.

Legen Sie sich hin, wenn Sie wollen. Wenn Sie die Sauna verlassen wollen, setzen Sie sich ca. 2 Minuten vorher auf, damit Ihr Kreislauf nicht absackt (Schwindelgefühle oder Ohnmacht wäre die Folge). Sie können sich auch auf die unterste Ebene der Bänke setzen.

8. Aufgüsse für die Sauna

Sauna AufgußDen Aufgüssen werden oft ätherische Öle beigegeben, die sich wohltuend auf die Atmung und Schleimhäute auswirken. Ätherische Öle werden immer mit Wasser gemischt. Bitte niemals in konzentrierter Form über die Lavasteine geben. Beim öffentlichen Saunen übernimmt das ein Saunameister.

Sie sollten jedoch während eines Aufgusses die Sauna nicht verlassen oder betreten. Denn das schwächt die Wirkung eines Aufgusses erheblich und verärgert Ihre Mitmenschen. In öffentlichen Saunabädern sind die Zeiten für die Aufgüsse ausgehängt. Wenn Sie also gezielt einem Aufguss erleben wollen, gehen Sie 5-10 Minuten vor dem Aufguss in die Sauna (zum Vorschwitzen). Der Aufguss ist dann der Höhepunkt, während die Phase des Nachschwitzens ca. 1-2 Minuten beträgt. Wenn es Ihnen zu heiß wird, setzen Sie sich auf die unterste Ebene der Sauna.

Der Aufguss erhöht nicht die Hitze, sondern die Luftfeuchtigkeit in der Sauna. Je mehr Feuchtigkeit die Haut berührt, desto mehr hat man den Eindruck schwitzen zu müssen. Gerade bei kühlerer Haut kann ein starkes Hitzeempfinden entstehen.

Bedenken Sie - ein Aufguss wird wie eine kleine Zeremonie gehandhabt und erlebt. Für viele Saunagäste ist er der Höhepunkt ihres Saunens.

Der Saunameister wird die Sauna betreten, etwas Sauerstoff von draußen in die Sauna lassen und den Aufguss vornehmen. In der Regel wird er von den Saunagästen begrüßt. In vielen Saunabädern ist es üblich, nach einem gelungenen Aufguss dem Saunameister zu applaudieren (verhalten) oder sich zu bedanken.

9. Abkühlphase nach dem Saunen

Bevor Sie sich unter die kalte Dusche (Tauchbecken) begeben, kühlen Sie Ihren Körper zuerst mit der Außenluft ab (ca. 2 Minuten). Wenn Sie nicht ins Freie können, dann öffnen Sie ein Fenster - der Körper braucht jetzt dringend Sauerstoff. Bleiben Sie aber nur so lange im Freien, wie es Ihnen angenehm ist - frösteln wäre schädlich.

Nach der Luftkühlung folgt die Wasserkühlung. Dazu gibt es meist mehrere Möglichkeiten:

  • Kaltdusche (oder Schwalldusche)
  • ein kalter Guss aus dem Schlauch (Kneippschlauch)
  • Regenguss
  • Tauchbecken
  • Schnee

Achten Sie darauf immer zum Herzen hin abzukühlen. Sie beginnen mit den Gliedmaßen, die am weitesten von dem Herzen entfernt liegen: an den Füßen, Beinen, Händen und Armen.

Die Abkühlung unterstützt im Wechsel mit der Hitze die Durchblutung des Körpers. Die Abkühlung dient nicht nur dazu, dass sich die Poren der Haut wieder zusammenziehen, sondern sie dient auch der Abhärtung. Wenn Sie das Tauchbecken benutzen wollen, duschen Sie vorher unbedingt den Schweiß ab. Menschen mit Bluthochdruck sollten mit dem Tauchbecken sehr vorsichtig sein, denn hier wird der Körper stärker abgekühlt, als bei den anderen Methoden. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr Körper gut abgekühlt wird!

10. Fußbäder beim Saunen

In vielen Saunabädern gibt es warme und kalte Fußbäder. Nachdem Sie sich abgekühlt haben, probieren Sie ein Fußbad aus. Ein warmes Fußbad unterstützt den vollständigen Temperaturausgleich des Körpers. Es führt die noch bestehende Wärme des Körpers ab. Die Wärme fühlt sich besonders wohlig an. Außerdem wird damit einem Nachschwitzen des Körpers vorgebeugt. Und starkes Nachschwitzen erhöht das Erkältungsrisiko.

Sie können danach noch ein kaltes Fußbad nehmen (Regel: erst warm dann kalt!). Ein kaltes Fußbad ist gut für die Blutgefäße und erhöht die Widerstandsfähigkeit des Körpers.

11. Ruhephasen sind wichtig beim Saunen

Das Saunen belebt zwar den Körper - Sie werden sich anschließend wach und fit fühlen. Dennoch wird im Anschluss an einen Saunagang eine Ruhephase empfohlen (insbesondere nach dem Letzten). Legen Sie sich hin und die Füße hoch. Sie sollen warmgehalten werden. Die Ruhephase dient der Entspannung und Erholung.

12. Solarien

Sie können zwischen den Saunagängen auch ein Solarium nutzen. Es stört nicht die positiven Wirkungen der Sauna. Hellhäutigen Menschen wird jedoch empfohlen, das Solarium besser vor den Saunagängen zu nutzen. Da die Haut viel mit Wasser in Kontakt kommt, wird die Hornschicht der Haut vermindert und gleichzeitig die Lichtempfindlichkeit erhöht.

13. Massagen und Sport

Eine Massage zwischen oder nach den Saunagängen kann nur empfohlen werden. Es unterstützt Ihre Entspannung - physisch und psychisch.

Verzichten Sie aber nach der Sauna auf Sport, denn dadurch wird Ihr Kreislauf zu sehr belastet. Wenn Sie den Saunagang mit Sport verknüpfen wollen, treiben Sie vor dem Saunagang Sport.

Achten Sie jedoch darauf, dass der Puls wieder unter 100 Schlägen pro Minute liegt, wenn Sie die Saunakabine betreten. Auch wenn Sie nach dem Sport geduscht haben, duschen Sie zusätzlich nochmal vor dem ersten Saunagang, denn manchmal schwitzt der Körper etwas nach.

14. Tipp für Raucher

Vermeiden Sie mindestens 30 Minuten lang, nach dem Saunen zu rauchen. In dieser Zeit werden vom Körper besonders viele Schadstoffe aufgenommen.

Wem wird vom Saunen abgeraten?

Wer eine akute Infektionskrankheit hat, sollte sie kurieren und den Gang in die Sauna vermeiden. Weiterhin sollten Menschen mit folgenden Problemen einen Arzt befragen, bevor sie in die Sauna gehen:

  • Entzündungen
  • Herz-Kreislauf-Probleme bzw. -krankheiten
  • Venenthrombosen
  • Krampfadern
  • Nierenschäden/-probleme
  • Aneurysmen
  • Asthma
  • Rheuma
  • Bluthochdruck
  • Diabetiker

Auch wenn Sie ein anderes körperliches Problem haben, können Sie sicherheitshalber einen Arzt zurate ziehen. In den meisten Fällen wird er vermutlich einem Saunabesuch zustimmen. Es kann jedoch sein, dass er Ihnen - je nach Problem - spezielle Maßnahmen zum Saunen empfiehlt.

Viel Spaß, Entspannung und Wohlbefinden beim Saunen!

31.05.2016 © seit 05.2009 Cassandra B.  
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