Seite 3: Gesund ernähren: Vitalstoffmangel im Alter vorbeugen

Was sind Bioflavonoide?

Sie gehören in die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Sie kommen zum Beispiel in der Schale und den äußeren Blättern vor. Äpfel sollten daher nicht geschält und Tomaten nicht enthäutet werden. Flavonoide hemmen das Wachstum von Bakterien und Viren. Sie beugen Entzündungen vor und sind durchblutungsfördernd. Eine hohe Aufnahme senkt das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen um ein Drittel.

Weiterhin fangen Flavonoide freie Radikale in UV-Strahlung ab, indem sie schädliche Oxidationsreaktionen in den Zellen umwandeln, bevor die Zelle Schaden nimmt. (Quelle: Bioflavonoide unter www.aok.de) Vitamin C sollte man nie alleine einnehmen. Gekoppelt mit Flavonoiden wird verhindert, dass das Vitamin C oxidiert. Flavonoide haben einen großen Einfluss auf den Oxidationsstoffwechsel.

Bioflavonoide helfen:

  • erhöhte Triglyserinspiegel und erhöhte Cholesterinwerte zu senken
  • das Herz-Kreislaufsystem zu unterstützen
  • die Kapillargefäße elastisch zu halten
  • die Darmschleimhaut zu schützen
  • dem Immunsystem

Bioflavonoide sind enthalten: in den weißen Schichten der Zitrusfrüchte (Orangen, Grapefruit), Äpfel, Kirschen, Preiselbeeren, Heidelbeeren, in ganzen Getreidekörnern, in der Haut von Trauben und in den Blüten des Rotklees.

Was sind Ballaststoffe?

Gesunde Ernährung im AlterBallaststoffe sind unverdauliche Faserbestandteile, die gut gekaut werden müssen. Das ist gut für unsere Zahngesundheit. Es regt unsere Verdauungssäfte an, Magen- und Darmfüllung machen uns besser satt. Unser Darm kann seine Tätigkeit besser ausüben. Die Ballaststoffe binden im Darm überschüssiges Cholesterin und Gallensäure. Sie gehören als wichtiger Bestandteil in unsere Nahrung. In den letzten Jahrzehnten nehmen wir immer weniger Ballaststoffe zu uns. Sie sind in Getreide (Vollkorn), Obst und Gemüse enthalten.

Wer bisher nur Weißmehl gegessen hat - vielleicht auch ein Obst und Gemüse Verächter ist - sollte seinen Körper langsam an die Vollkost gewöhnen, um Blähungen, Verstopfung und Krämpfe zu vermeiden. Allerdings ist meistens das Vollkorn nicht daran schuld, sondern alle Arten von Zucker, wie auch in Honig, Marmelade.

Jetzt haben wir alle Bestandteile unserer Ernährung erwähnt, aber was brauchen wir nun?

Was gehört zu unserer Gesunderhaltung?

  • Körperliche Bewegung,
  • frische Luft,
  • gesunder Schlaf,
  • gute und ausgewogene Nahrung,
  • gute Verdauung,
  • geistige Mobilität und seelisches Gleichgewicht.

Im Bereich Ernährung erreichen wir das, indem unsere Ernährung vollwertig ist und alle Stoffe beinhalten, die der Körper braucht. Die Nahrung muss gut verträglich sein.

Welche Lebensmittel sind unbedingt nötig?

Vollkornbrote, aber abwechselnd verschiedene Sorten. Auch Brötchen sind erlaubt, wenn sie aus Vollkorn sind. Täglich muss ein Frischkostgericht genossen werden, entweder in Breiform oder in Form von gekeimtem Getreide nach Evers. Essen Sie nach Jahreszeit und aus der Region bzw. Breitengrad. Das ist ökologisch, immer frisch und preiswert und deckt am Besten Ihren täglichen Bedarf.

Essen Sie täglich einen Anteil (Obst oder Gemüse am Besten beides) roh also nicht gekocht oder gegart und kauen Sie gut. Suppen machen satt und enthalten viele Vitalstoffe (Gewicht halten). Hülsenfrüchte, Kohlgemüse und Vollkorngetreide ergänzen neben Obst und Gemüse Ihren Speiseplan. Jeden Tag eine Handvoll Nüsse oder 5 Mandeln und ein Apfel wären ein Anfang und nicht vergessen, ausreichend zu trinken.

Wenn Ihr Verdauungssystem nicht mehr richtig funktioniert ...

... meiden Sie total ohne Ausnahme: Alle Fabrikzuckerarten und Weißmehlprodukte (Weißbrote, Graubrote, Kuchen, Pudding, Teigwaren, geschälter Reis, alles was nicht aus Vollkorn ist). Die Kombination Zucker und Auszugsmehl ergeben oft die Kombination, wo der Kranke denkt, dass die Rohkost bläht und Unwohlsein verursacht. Meiden Sie alle Säfte von Obst und Gemüse, gleichgültig ob frisch gepresst oder fertig gekauft, auch kein eingemachtes oder gekochtes Obst.

Nach der chinesischen Medizin ist die beste Zeit für eine Darmsanierung, egal ob Mayr-Kur, Hydro-Kolon, Homöopathie usw. die Zeit von Ende September bis Ende November. Eine Kur in dieser Zeit ist 5x effektiver als in jeder anderen Jahreszeit. Nahrungsergänzungsmittel sollen nie eingesetzt werden, ohne den Arzt bzw. den HP zu informieren, da es zu Wechselwirkungen kommen kann.

Werden Sie uralt, bleiben Sie gesund und vital!

10.06.2012 © seit 08.2007 Renate Reimer  
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