Seite 2: Ernährung: Hypertonie oder Bluthochdruck vermeiden

Worauf sollten wir bei der Ernährung für ein gesundes Herz achten?

Jetzt kommen wir zu dem Punkt: Was wir mit guter Ernährung für unser Herz tun können, damit es seine tägliche Arbeit gut verrichten kann.

Reduzieren Sie die Gesamtfettzufuhr und verwenden Sie gutes Fett, d.h. ...:

  • fettarme Nahrungsmittel aussuchen
  • fettarme Zubereitung wählen z.B. Römertopf, Bratfolie, beschichtete Pfanne (Essen schmeckt besser)
  • bei der Zubereitung von Soßen und Suppen das Fett abschöpfen

Auswahl der Fette

Bevorzugen Sie pflanzliche Fette, anstatt Streichfette oder Margarine. Gut geeignet sind Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Rapsöl (Rapsöl ist cholesterinfrei).

GemüseBallaststoffreiche Ernährung

  • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte
  • Gemüse und Rohkost
  • Obst

Dadurch wird Cholesterin direkt im Darm gebunden und ausgeschieden.

Mehr kaliumreiche Lebensmittel wählen

Das Gleichgewicht von Natrium und Kalium ist für das Herz wichtig. Kalium öffnet die Herzen und lässt Freude hinein. Es sorgt für einen stabilen Kreislauf und ist für eine gesunde Herzmuskelfunktion wichtig. Es kann helfen, den Blutdruck zu stabilisieren und beugt einer Verfettung des Herzens vor. Kaliumreich ist Obst und Gemüse.

Magnesium hat einen Einfluss auf den Kaliumspiegel in der Zelle

Es wird zur Vorbeugung sowie zur Nachsorge bei Herzinfarkt und Angina pectoris eingesetzt. Magnesium ist enthalten in: Kürbiskernen, Sonnenblumenöl, Kakao, Nüssen, Hülsenfrüchten, Aprikosen, vor allem in Vollgetreide wie Roggen und Hafer, Bierhefe, Algen, Bananen, Datteln, Kartoffeln, grünes Blattgemüse, Avocado und Petersilie.

Welche Rolle spielen Vitamine für das Herz?

(Anmerkung: Neben den Vitaminen werde ich auch noch auf die Wirkung einiger anderer Substanzen eingehen.)

  • Vitamin A schützt vor Gefäßschäden
  • Vitamin C hilft erhöhte Blutfettwerte abzubauen und ist ein wirksamer Schutz vor Infektionen.
  • Vitamin D ist wichtig bei Blutarmut und damit wichtig um Herzklopfen und Hochdruck zu vermeiden.
  • Vitamin E hilft, damit Thrombozyten und Erythrozyten nicht verkleben und die Blutbahnen behindern. Dadurch kann das Risiko an Arteriosklerose zu erkranken, gesenkt werden.
  • B-Vitamin B1, B2, B6, B12 incl. Folsäure, Pantothensäure, Niacin sind für die Herzgesundheit und die Gefäße wichtig.
  • Zink trägt zur Stabilisierung der Gefäße bei.
  • Selen ist ein wichtiges Herzmittel. Es hilft, dass sich kein oxydiertes Cholesterin bilden kann.
  • Kupfer hilft bei Bluthochdruck
  • Eisen unterstützt die Blutgefäße.
  • Jod ist an vielen Herz-Kreislaufabläufen beteiligt.

Die richtigen Fettsäuren sind wichtig für eine gesunde Herzmuskelfunktion. Sie beugen Gefäßschäden vor, helfen erhöhte Blutfettwerte abzubauen und können so helfen hohem Blutdruck vorzubeugen. Essen Sie regelmäßig Fisch oder nehmen Sie jeden Tag einen Löffel Lebertran zu sich.

joggingBringen Sie Bewegung in Ihren Alltag. Wenn Sie völlig unsportlich sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit einer Sportart beginnen. Suchen Sie sich etwas, was Ihnen Spaß bringt. Sie sollten mindestens 2-mal die Woche für eine halbe Stunde Sport treiben (das hilft auch Übergewicht abzubauen). Sport hat eine äußerst positive Auswirkung auf die Cholesterinbilanz. Durch sportliche Betätigung wird weniger Cholesterin gebildet. LDL kann besser in den Gewebszellen aufgenommen werden und das HDL wird vermehrt zur Verfügung gestellt.

Stressabbau dürfte für viele leichter gesagt als getan sein. Man kann nicht immer seine Lebensumstände ändern, aber vielleicht die Einstellung dazu. Zum Beispiel wird Tai Chi in vielen Volkshochschulen angeboten. Solche harmonisierenden Bewegungslehren wirken ausgleichend auf die Psyche und bauen Stress ab. Oder darf es vielleicht ein neues Hobby sein, was entspannt und Spaß bringt? Suchen Sie sich etwas, was Ihnen Freude macht.

Soweit zu einem ersten Überblick. In jeder Buchhandlung erhalten Sie kleine Pocketbücher unter 10,-- Euro über Vitamine, Mineralien und in welchen Lebensmitteln sie enthalten sind. Nehmen Sie keine Nahrungsergänzungsmittel, von denen Ihr Arzt nicht in Kenntnis gesetzt ist und lassen Sie sich kompetent beraten, wenn Sie welche einnehmen wollen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gesund bleiben!

Renate Reimer - Ernährungstherapeutin

31.05.2012 © seit 05.2007 Renate Reimer
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