Seite 7: Wie lerne ich zielorientiert? - Kurs "Lernen lernen" Teil 2

Anleitung: Ziele visualisieren...

1. Einstimmung:

Begeben Sie sich in eine lockere Haltung (setzen Sie sich z. B. in einen Sessel). Wenn Sie mit Meditationen vertraut sind, wählen Sie eine Meditationshaltung. (Eine Einführung in Meditation, in der auch Meditationshaltungen beschrieben sind, finden Sie hier: "Erfolgreich meditieren - Meditation für Anfänger".)

Lassen Sie alle Muskeln locker. Beruhigen Sie Ihre Gedanken - aufkommende Gedanken ziehen vorüber, lassen Sie alle Gedanken "fallen". Sagen Sie sich in Gedanken: "Ich bin schwer und warm - mein Körper ist vollkommen ruhig und gelassen." Wiederholen Sie diese Affirmation solange, bis Sie sich locker und gelassen fühlen. Beginnen Sie anschließend mit der Visualisierung.

2. Visualisierung:

Ziel vorstellenVisualisieren Sie die Situation, in der Sie Ihr Ziel erreicht haben bis zu 30 Minuten. Wenn Sie schnell in andere Gedanken abschweifen, beginnen Sie mit 10 Minuten und steigern Sie die Zeit langsam.

Formulieren Sie in Gedanken Ihr Ziel. Wandern Sie in Gedanken in die Zukunft, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Lassen Sie sich ein auf diese Situation, in der Sie Ihr Ziel bereits erreicht haben.

Malen Sie sich diese Situation aus - mit Menschen, Gegenständen, Farben, Geräuschen, Gerüchen...

  • Achten Sie darauf, daß Sie die Zielsituation nicht von außen wahrnehmen, sondern darin - in Ihrem Körper - sind.
  • Achten Sie darauf, daß die Zielsituation gegenwärtig ist - im Hier-und-Jetzt - erlebt wird.
  • Achten Sie darauf, daß Sie alle Sinne einbeziehen. (Die Methode heißt zwar "Visualisierung" meint aber "Vorstellung" oder "Veranschaulichung". Dazu gehören Geräusche, Körperempfindungen, Gefühle, Gerüche, Geschmäcker.)

Anregungen, auf was Sie achten können:

Ist außer Ihnen noch jemand anwesend?
Was passiert? Unterhalten Sie sich - worüber?
Was tun Sie oder die anderen?
An welchem Ort befinden Sie sich? Sind Sie in einem Raum oder im Freien?
Welche Tageszeit ist es? Morgens, mittags, abends oder nachts?
Wie ist das Wetter? Sonnig, regnerisch, stürmisch...

Sehen Sie sich um! Nehmen Sie Ihre Umgebung wahr und lassen sie auf sich wirken.

Können Sie etwas riechen oder schmecken?
Hören Sie etwas? ... Stimmen ... Geräusche ... Musik?
Sagt jemand etwas? Zu wem sagt er es? Hören Sie Ihre eigene Stimme?

Was denken Sie? Gehen Ihnen Bilder durch den Kopf?

Fühlen oder empfinden Sie etwas? Was? Sind Sie traurig, fröhlich, aufgeregt...
Atmen Sie ruhig und tief? Oder schnell und flach?
Sitzen Sie, stehen Sie? Welche Körperhaltung nehmen Sie ein?
Bewegen Sie sich? Machen Sie etwas? Was tun Sie?

Nehmen Sie sich Zeit, um alles zu beobachten und auf sich wirken zu lassen.

3. Rückkehr:

Kommen Sie langsam in ihr Alltagsbewußtsein zurück.

  • Nehmen Sie einen tiefen Atemzug.
  • Öffnen Sie Ihre Augen.
  • Räkeln und strecken Sie sich.
  • Spannen Sie Ihren gesamten Körper kräftig an und halten Sie die Spannung ein paar Sekunden. Dann lassen Sie locker.
  • Kreisen Sie Ihre Gelenke, Fuß-, Knie-, Handgelenke, das Becken, die Schultern, den Kopf.
  • Nehmen Sie Ihren gesamten Körper bewußt wahr.
  • Lesen Sie die nächste Lektion: "Nach dem Visualisieren".

4. Wiederholung:

Wiederholen Sie diese Übung täglich. Wenn Sie nichts zu tun haben, z. B. irgendwo hingehen, beschäftigen Sie sich in Gedanken mit Ihrem Ziel.

21.02.2019 © seit 03.2006 Petra Sütterlin  
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