Seite 3: Kurs: Windows XP - Tuning

4. Leistungsoptionen verbessern

1. Visuelle Effekte

Man mag es kaum glauben, aber Windows XP hat manche Einstellungsoptionen recht gut versteckt. Bei manchen mag hier der Eindruck aufkommen, als solle es dem User erschwert werden, selbst über die Art der Darstellung und Features entscheiden.

Aber wer sucht der findet!

Windows hat unter der Motorhaube ein Menu anzubieten, mit dessen Hilfe Sie die Darstellung und Schnelligkeit selbst optimieren können.

Sie finden es unter:

Start -> Systemsteuerung -> System -> Erweitert -> Feld (Systemleistungen) auf Einstellungen klicken.

Klicken Sie das System-Icon an - damit öffnet sich das Fenster "Systemeigenschaften". Wählen Sie den Reiter "Erweitert" und klicken Sie dann im Feld "Systemleistungen" den Button "Einstellungen" an.

Sie landen dann im Fenster "Leistungsoptionen", das wie folgt aussieht:

In diesem Fenster können Sie Windows anweisen, ob es die Darstellung auf eine optimale Leistung anpassen, oder ob es eher einen möglichst farbenprächtigen Windowsbildschirm erzeugen soll. In diesem Beispiel habe ich die Option "Für optimale Leistung anpassen" aktiviert (empfohlen) und damit wiederum ein wenig von der Festbeleuchtung ausgeschaltet.

Achtung!
Bedenken Sie, daß Windows hier alle Optionen ausschaltet, die die Systemleistung beeinträchtigen! Dies kann auch dazu führen, daß vorherige Sondereinstellungen von Ihnen überschrieben werden!

Optional können Sie auch "Benutzerdefiniert" wählen und jede einzelne Option per Hand ein- oder ausstellen.

Wieder ein kleiner Schritt, um die Geschwindikeit Ihres Rechners zu erhöhen!

4.1. Virtuellen Arbeitsspeicher verwalten

Der virtuelle Arbeitspeicher ist eine von Windows angelegte Auslagerungsdatei, die Daten - falls sie nicht mehr in den Arbeitsspeicher ( RAM ) passen - für einen schnelleren Zugriff auf die Festplatte schreibt. Je weniger Arbeitsspeicher (RAM) Sie haben, desto mehr muß Windows XP also an Daten auf Ihre Festplatte auslagern, um zu funktionieren. Selbstredend ist dann hierbei für die Geschwindigkeit des virtuellen Arbeitsspeichers die Geschwindigkeit Ihrer Festplatte maßgeblich.

Wenn Sie genau wissen, welche Ihrer Festplatten die schnellste bzw. langsamste ist, wählen Sie die schnellste Platte als Standort Ihres virtuellen Arbeitspeichers aus. Ein Tip am Rande:

  • Wie alles andere auch, werden auch die neueren Festplatten immer hurtiger. Anders gesprochen, wenn Sie zwei Festplatten eingebaut haben, wobei eine der beiden wesentlich älter (2-3 Jahre oder mehr) ist, können Sie im Regelfall davon ausgehen, daß die ältere die langsamere ist.

Ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen verschiedenen Festplatten entsprechend groß, wirkt sich das natürlich direkt auf die Zugriffzeiten aus - je schneller, desto besser!

Um in das Menu für den virtuellen Arbeitsspeicher zu kommen, können Sie wiederum gleich im vorherigen Fenster "Leistungsoptionen" bleiben. Klicken Sie hier zunächst auf den Reiter "Erweitert".

Sie sehen hier schon den Mauszeiger über den Button "Ändern" schweben, den Sie anklicken, um in das Fenster "Virtueller Arbeitspeicher" zu gelangen.

Die Bedienung ist denkbar einfach. In der Liste unter "Laufwerk" wählen Sie ein Laufwerk aus, auf dem Sie eine Auslagerungsdatei erlauben wollen. Ich selbst habe die Auslagerungsdateien auf Laufwerk D und E eingerichtet. Standardmäßig teilt Windows dem Systemlaufwerk C die Auslagerungsdatei zu. Wenn Sie viel mit graphisch aufwendigen Programmen arbeiten, kann eine zweite Auslagerungsdatei nichts schaden. Lieber zuviel Arbeitspeicher als zuwenig.

Nachdem Sie das Laufwerk gewählt haben, aktivieren Sie noch den Button "Größe wird vom System verwaltet" und klicken anschließend auf den Button "Festlegen". Wievielen Laufwerken Sie Auslagerungsdateien zuteilen, bleibt Ihnen überlassen.

Windows hat mittlerweile die Verwaltung des virtuellen Arbeitsspeichers ganz gut im Griff. Daher empfehle ich Ihnen, die Option "Größe wird vom System verwaltet" auszuwählen. Natürlich können Sie auch per Hand Ihren Arbeitspeicher definieren - passen Sie jedoch auf, die maximale Größe nicht allzusehr zu beschränken, sonst gibt Windows im "worst case" den Geist auf.

Nach diesen Änderungen müsen Sie Ihren Computer neu booten, um die Änderungen wirksam werden zu lassen. Eine super Option für Computer mit wenig RAM ( unter 256 MB ) - einfacher ist Geschwindigkeit nicht zu haben!

21.02.2019 © seit 09.2003 Tony Kühn  
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