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Wer kennt sie nicht - die Kastanie? Kastanienbäume kennen wir aus Dörfern, Städten und Biergärten. Die Rosskastanie blieb lange Zeit von Schädlingen verschont, doch Mitte der 80er Jahre kam die Rosskastanienminiermotte nach Süd- und Mitteleuropa. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie Trauerbilder im Sommer verantwortlich: die Kastanien verlieren viel zu früh ihr Laub, braune, trockene Blätter fallen ab. Die Rosskastanienminiermotte schwächt die Bäume und dadurch werden sie anfällig für andere Krankheitserreger und Pilze.
Die Biologische Bundesanstalt in Braunschweig (http://www.bba.de) rät den Kommunen und allen Gartenbesitzern, unter Kastanien die Blätter sorgfältig und zügig zu entfernen, damit im nächsten Jahr der Befall mit der Rosskastanienminiermotte geringer ist. In den Blättern überwintern die Puppen der Miniermotten, um im Frühjahr ihre Eier auf die jungen Blätter zu legen.
Aber wenn das Laub gründlich entfernt wird und nicht auf den Komposthaufen gelangt, sondern in den normalen Müll kommt, so wird der Befall im nächsten Jahr wesentlich geringer ausfallen. Nur wenige vergessene Blätter reichen aus, damit die Kastanie erneut befallen wird. Entfernen Sie die Blätter also gründlich.
Bei anderen Bäumen und Sträuchern im Garten empfiehlt die Biologische Bundesanstalt, das Laub möglichst liegen zu lassen. Dort überwintern Nützlinge, die dazu beitragen, daß sich Blattläuse und andere Schädlinge nicht so stark vermehren können. (BBA)
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