Knigge Essen: Wie isst man japanische Sushi?
Sushi-Bars gibt es inzwischen fast überall, aber noch ist längst nicht jedem klar, wie man Sushi eigentlich korrekt isst. Damit Sie ab sofort Bescheid wissen und nicht aus Versehen ins Fettnäpfchen treten, habe ich hier die 4 wichtigsten Tipps aus dem großen Knigge zusammengestellt.
Sushi (jap. für sauer oder säuerlich) ist ein bekanntes japanisches Gericht. Es besteht vorwiegend aus erkaltetem, gesäuertem Reis, rohem Fisch und Nori (getrockneter und gerösteter Seetang). Sushi wird in mundgroßen Stücken serviert. Je nach Art des Sushis können weitere Zutaten - beispielsweise Gemüse und Ei - mit serviert werden.
1. Oshibori benutzen
Vor der Mahlzeit erhalten Sie in der Regel ein sogenanntes "Oshibori". Dies ist ein feuchtes Erfrischungstuch oder kleines feuchtes (heißes) Handtuch, das dem Gast in einem Restaurant gereicht wird. Sie können es benutzen, um sich die Hände oder das Gesicht zu reinigen.
2. Stäbchen richtig halten
Fassen Sie die Hashi (japanische Stäbchen) im oberen Drittel so an, dass beide Enden auf einer Höhe sind. Legen Sie ein Stäbchen in der Mulde zwischen Daumen und Zeigefinger ab. Das zweite Stäbchen fassen Sie mit den Kuppen des Daumens und Zeigefingers. Prinzipiell kann Sushi auch als Fingerfood ohne Stäbchen gegessen werden.
3. Wasabi und Sojasauce mischen
Zum Sushi gehört ein kleines Schälchen mit Sojasauce und Wasabi. Wasabi ist eine Paste aus grünem, sehr scharfem Meerrettich. Dosieren Sie die Paste nur sparsam und mischen sie unter die Sojasauce.
4. Sushi tunken und abbeißen
Tunken Sie nur die Fischseite (nicht die Reisseite) in die Sauce. Zum einen könnte der Reis auseinanderfallen, zum anderen saugt er sich zu schnell mit Sauce voll und übertönt den feinen Geschmack des Fisches. Traditionell wird der mundgerechte Sushi-Happen nicht abgebissen. Ein Fauxpas ist das Abbeißen allerdings nicht.
(Anmerkung der Redaktion) Dieses japanische Gericht entstand ursprünglich aus einer Konservierungsmethode, die man für frischen Fisch entwickelte. Hierbei wurde der Fisch zunächst gesalzen und mit gekochtem Reis in ein Erdloch gelegt, in dem er fermentierte. Diese Form ähnelt heute wohl eher der japanischen Spezialität "Funazushi", als dem heute für Suhsi verwendeten Fisch. Der Reis wurde zunächst weggeworfen, aber man entdeckte bald, dass dieser noch durchaus genießbar war. So entstand die Urform des Suhsi, die wir als "Sushi-Torte" heute noch kennen.
Viel Spaß beim Essen von Sushi!
Quelle: Der große Knigge (Hrsg.: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG) Mehr Knigge-Tipps und andere Fach-Informationen für Manager und Führungskräfte finden Sie unter: Business-Best-Practice.de
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