Hausmittel gegen Blattläuse selbst gemacht
Blattläuse oder Aphidina sind eine Schädlingsart, die weltweit verbreitet ist. Allein in Mitteleuropa zählen Experten über 800 verschiedene Arten dieser Pflanzensaftsauger. Diese unliebsamen Insekten gehören zu den Pflanzenläusen, welche auch Sternorrhyncha genannt werden. Ihr Körperbau ist meist flach bis oval und sie können stellenweise weite Strecken zu den Wirtspflanzen zurücklegen. Ihre Ausscheidungsprodukte (zuckerhaltige Lösungen) locken oft auch andere Insekten an. In seltenen Fällen übertragen die Blattläuse auch Krankheiten über Viren, die sie auf die Pflanzen aufbringen.
Falls Sie selbst einmal in die Verlegenheit kommen sollten, daß Ihre
Pflanzen von dieser Schädlingsart befallen werden, ist noch lange nicht
aller Tage Abend. Ich habe zwei bewährte Hausmittel-Rezepte
gesammelt, die Ihnen dabei helfen, die kleinen Biester wieder los zu werden.
1. Rezept: Brennesselauszug gegen Blattläuse
a) Sammeln Sie 500g Brennesseln, die noch vor der Blüte stehen.
b) Bereiten Sie einen Kübel mit ca. 5l Wasser vor, und geben Sie die Brennesseln
hinein. Lassen Sie diesen Ansatz ca. 24 Stunden ziehen, bis ein Sud entsteht.
Seihen Sie die Brennesseln ab - den so gewonnenen Sud können Sie frisch
und unverdünnt gegen die Blattläuse sprühen.
Alternativ können Sie sich diesen Kräuterextrakt auch im Fachhandel
besorgen.
2. Rezept: Tabakwasser gegen Blattläuse
a) Heben Sie alte Tabakreste von Zigarren oder Zigaretten auf. Legen Sie ca.
50g (oder mehr) davon in einen kleinen Topf und füllen Sie diesen mit ca.
1l Wasser auf. Lassen Sie den Ansatz leicht aufkochen und seien Sie die Tabakreste
anschließend mit einem Tuch ab. Geben Sie noch ein kleines Stück
Kernseife dazu (Kernseife ist unparfümiert und schadet Ihren Pflanzen nicht).
b) Füllen Sie das braune Tabakseifenwasser in eine Sprühflasche und
besprühen Sie damit die Blattunterseiten.
Die Kombination von Kernseife und Tabakwasser wirkt sehr überzeugend und
kann natürlich - ohne schädliche Nebenprodukte - abgebaut werden.
Wiederholen Sie die Behandlung mehrfach in regelmäßigen Abständen,
damit auch die Eier der Schädlinge keine Chance haben. Sie können
beide Rezepte auch bei Eß-Pflanzen einsetzen, da keinerlei Gifte enthalten
sind.
Legende: 5: super - bis 1: erträglich
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