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Hausmittel gegen Blattläuse selbst gemacht

von  Heiko Diadesopulus

Homepage: www.philognosie.net

Datum: 27.08.2004

Blattläuse oder Aphidina sind eine Schädlingsart, die weltweit verbreitet ist. Allein in Mitteleuropa zählen Experten über 800 verschiedene Arten dieser Pflanzensaftsauger. Diese unliebsamen Insekten gehören zu den Pflanzenläusen, welche auch Sternorrhyncha genannt werden. Ihr Körperbau ist meist flach bis oval und sie können stellenweise weite Strecken zu den Wirtspflanzen zurücklegen. Ihre Ausscheidungsprodukte (zuckerhaltige Lösungen) locken oft auch andere Insekten an. In seltenen Fällen übertragen die Blattläuse auch Krankheiten über Viren, die sie auf die Pflanzen aufbringen.

Falls Sie selbst einmal in die Verlegenheit kommen sollten, daß Ihre Pflanzen von dieser Schädlingsart befallen werden, ist noch lange nicht aller Tage Abend. Ich habe zwei bewährte Hausmittel-Rezepte gesammelt, die Ihnen dabei helfen, die kleinen Biester wieder los zu werden.

1. Rezept: Brennesselauszug gegen Blattläuse

a) Sammeln Sie 500g Brennesseln, die noch vor der Blüte stehen.

b) Bereiten Sie einen Kübel mit ca. 5l Wasser vor, und geben Sie die Brennesseln hinein. Lassen Sie diesen Ansatz ca. 24 Stunden ziehen, bis ein Sud entsteht. Seihen Sie die Brennesseln ab - den so gewonnenen Sud können Sie frisch und unverdünnt gegen die Blattläuse sprühen.

Alternativ können Sie sich diesen Kräuterextrakt auch im Fachhandel besorgen.

2. Rezept: Tabakwasser gegen Blattläuse

a) Heben Sie alte Tabakreste von Zigarren oder Zigaretten auf. Legen Sie ca. 50g (oder mehr) davon in einen kleinen Topf und füllen Sie diesen mit ca. 1l Wasser auf. Lassen Sie den Ansatz leicht aufkochen und seien Sie die Tabakreste anschließend mit einem Tuch ab. Geben Sie noch ein kleines Stück Kernseife dazu (Kernseife ist unparfümiert und schadet Ihren Pflanzen nicht).

b) Füllen Sie das braune Tabakseifenwasser in eine Sprühflasche und besprühen Sie damit die Blattunterseiten.

Die Kombination von Kernseife und Tabakwasser wirkt sehr überzeugend und kann natürlich - ohne schädliche Nebenprodukte - abgebaut werden. Wiederholen Sie die Behandlung mehrfach in regelmäßigen Abständen, damit auch die Eier der Schädlinge keine Chance haben. Sie können beide Rezepte auch bei Eß-Pflanzen einsetzen, da keinerlei Gifte enthalten sind.

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