Dieser Aussage haben Sie zugestimmt:
Es gibt keine objektiven Wahrheiten über Tatsachen: "Wahrheit" ist immer relativ in bezug auf bestimmte Kulturen und Individuen.
Dieser Aussage haben Sie zugestimmt:
Der Holocaust ist eine historische Realität, die mehr oder weniger so stattfand, wie es die Geschichtsbücher berichten.
Erläuterung:
Wenn die Wahrheit relativ ist, dann ist nichts einfach "wahr" oder "Fakt". Alles ist "wahr für jemanden" oder "eine Tatsache für einige".
Was heißt das für den Holocaust? Ist es wahr, daß Millionen von Juden, Zigeunern, Homosexuellen und andere "Feinde" des Dritten Reiches von den Nazis systematisch exekutiert wurden? Wenn Sie glauben, daß es keine objektiven Wahrheiten gibt, müssen Sie auch zustimmen, daß es keine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt. Für manche Menschen ist der Holocaust eine Tatsache, für andere nicht.
Also was können Sie jenen sagen, die bestreiten, daß er eine Tatsache ist? Haben sie nicht ein Recht auf ihre Sichtweise genauso wie Sie? Wie kann man die Realität des Holocausts versichern und zugleich bestreiten, daß es eine wahre Aussage darüber geben kann?
Ich sage hierzu: In der Aussage über den
Holocaust ist die Rede von einer HISTORISCHEN
REALITÄT. INNERHALB von Wissenschaften existieren
absolut Wahrheiten selbstverständlich. (Für die
Linguistik ist beispielsweise völlig sicher, dass
dieses und jenes Wort einen lateinischen Stamm hat.)
Dies hat jedoch nichts mit meiner Ansicht zu tun,
dass es ALLGEMEINE absolute Wahrheiten nicht geben
kann. Es ist daher viel zu oberflächlich, von meiner
Ansicht, der Holocaust sei eine historische
Realität, auf einen Widerspruch mit meiner Ansicht
zu schließen, es gebe keine allgemeinen
Wahrheiten.
Diese Aussage haben Sie abgelehnt:
Der Besitz von Drogen für den privaten Gebrauch sollte entkriminalisiert werden.
Dieser Aussage haben Sie zugestimmt:
Solange sie keinem anderen Schaden zufügen, sollten Individuen ohne Einschränkung ihre eigenen Zwecke verfolgen dürfen.
Erläuterung:
Um sich hier nicht selbst zu widersprechen, müßten Sie zeigen, daß der verbotene Drogenkonsum andere Menschen mehr schädigt als legale Aktivitäten wie Rauchen, Alkoholkonsum, Autofahren. Es sei denn, Sie wollen dafür argumentieren, daß diese auch zu kriminellen Handlungen gemacht werden.
Nachdem Alkohol, Tabak und Autounfälle die Haupt-Killer in der westlichen Gesellschaft sind, dürfte dies schwer nachzuweisen sein. Sie müssen die Beweisführung außerdem für jede Droge machen, die Ihrer Meinung nach nicht entkriminalisiert werden sollte. Die Drogen, die gegenwärtig in unserem Land (Deutschland) illegal sind, sind es nicht überall und zu jeder Zeit. Zudem gibt es keinen Grund, alle gegenwärtig illegalen Drogen gleich zu behandeln.
Die Aussage, um mir hier nicht zu widersprechen,
müsste ich dieses und jenes zeigen, ist schlicht
falsch. Daher ist der ganze Rest der Argumentation
unsinnig, da er sich auf die Korrektheit der
eingänglichen Aussage stützt.
Ich sage hierzu: Wenn Drogen legalisiert werden,
würde den psychisch labilen Leuten der Zugang
erleichtert werden. Das verträgt sich nicht mit der
Aussage, dass man anderen nicht schaden sollte. Ganz
einfach, oder. Ich finde die Argumentation des Tests
zu eindimensional und auch nicht logisch
korrekt.