Hier in Deutschland leben viele Muslime, der Islam ist hierzulande die drittgrößte Religionsgemeinschaft und das schon seit Jahrzehnten.Trotzdem sind die Grundkenntnisse der meisten auf diesem Gebiet sehr gering, viele Vorurteile - wenig fundiertes Wissen. Mein Test bietet die Möglichkeit, einmal auszuprobieren, wie weit die eigenen Kenntnisse reichen und gegebenenfalls vielleicht einige kleine Wissenslücken zu schließen.
Autor: Nalan Yagci
1. Der Islam (eine der 5 großen Weltreligionen), viel diskutiert, verteufelt und auch verherrlicht. Doch jetzt mal das Grundsätzlichste: Was bedeutet das Wort "Islam" eigentlich?
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| Ausbreitung des Islam |
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Das arabische Wort Islam hat die gleiche Wurzel wie Salam (Friede), bedeutet aber "Unterwerfung unter den Willen Gottes" im Sinne einer bedingungslosen Hingabe.
Diese Demut dem allmächtigen Gott gegenüber ist auch die Grundforderung im Judentum und im christlichen Glaubensverständnis.
2. Wer ist nach islamischem Glauben letzter Prophet und Verkünder der göttlichen Offenbarung?
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| Koran |
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Mohammed (570 - 632), Begründer des Islam, dessen Name arabisch "der Gepriesene" heißt, war ursprünglich ein ehrbahrer Kaufmann.
Er verkündete die islamische Lehre zuerst in Mekka, wo sie zunächst nicht nur Anhänger fand, später aber auch in Medina. Im Islam ist Mohammeds Stellung als Prophet und Gesandter des alleinigen Gottes (Allah) ein unumstößliches Faktum und hat Gesetzeskraft erlangt.
3. Der Prophet des Islam war von Beruf...
Ursprünglich war Mohammed Kaufmann, doch dies auch erst durch die Heirat mit der älteren und wohlhabenden Chadidscha.
Als solcher unternahm er Reisen, auf denen er, neben Christen und Juden, auch andere Religionen kennenlernte.
4. Welches waren die Forderungen des Propheten, derentwegen er schließlich sogar aus Mekka vertrieben wurde?
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| Mekka |
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Mohammed sprach sich strikt gegen die diversen Götzenbilder aus, die in der Kaaba von alters her neben Allah angebetet wurden und für die Stadt ein lukratives Geschäft mit den Pilgern bedeuteten, die zu den verschiedenen Wallfahrtstagen zu Tausenden nach Mekka kamen.
5. Welches sind die religiösen Pflichten im Islam?
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| Gläubige beim Gebet |
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Die fünf wichtigsten Pflichten eines Muslims werden als die Säulen des Glaubens bezeichnet. Mit der Einhaltung dieser Vorschriften zeigt der Muslim seine Ergebenheit in den Willen Gottes und erweist sich gleichzeitig als Glied der islamischen Gemeinde.
Keiner darf sich ihrer Erfüllung entziehen, alle sind vor Gott gleich. Nur für ganz bestimmte Situationen sind Ausnahmen vorgesehen, z.B. für Kranke und Schwangere oder beim Fasten.
6. Wie lautet die muslimische Glaubensbekenntnis?
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| Islamische Schule |
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Das muslimische Glaubensbekenntniss bezeichnet den einzigen Gott als Mittelpunkt des Glaubens und weist gleichzeitig auf seinen Propheten als den Vermittler der göttlichen Offenbahrung hin. Damit wird auch der Weg dieser Offenbahrung zum Gläubigen deutlich und der Koran als unanfechtbare Richtschnur hervorgehoben. Ohne das Aussprechen dieses Satzes ist es nicht möglich, ein Muslim zu sein.
7. Wie wird Jesus im muslimischen Glauben angesehen?
8. Wo liegt Mohammed begraben?
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| Mohammeds Grabstadt |
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Nach seinem Tod im Jahre 632 n. Chr. wurde Mohammed in der großen Moschee in Medina beigesetzt. Mohammed, der Erhabene, fiel nicht im Kampf, sondern war als Sieger in Mekka eingezogen und hatte die Bekehrung der heiligen Stadt zu seinem Glauben erlebt. Er war an einem Fieber erkrankt, von dem er sich nie wieder erholen sollte.
Nach seinem Tod begannen die Vewirrungen um seine Nachfolge, bis sein Schwiegervater, Freund und langjähriger Mitstreiter Abu Bekr den Posten des Kalifen übernahm. Er ließ die in vielen Erzählungen überlieferten Offenbarungen niederschreiben; der Koran entstand.
9. Wie hieß Medina, bevor der Prophet die Stadt umbenannte?
Die Stad hieß früher Yathrib und war ein kleines, eher unbedeutendes Oasendorf, dessen Bewohner vor der Ankunft Mohammeds heillos untereinender zerstritten waren. Später hieß die Stadt dann Madinat al Nabi, kurz Medina, und ist heute neben Mekka und Jerusalem eine der heiligsten Städte im Islam.
10. Etwa 700 n. Chr. eroberten die Araber die iberische Halbinsel. Sie errichteten dort ein blühendes Reich, das viele Jahrhunderte Bestand hatte. Welches war die Hauptstadt dieses Kalifats?
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| Spanien |
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Das Kalifat von Cordoba existierte über 300 Jahre und war wie das restliche maurische Spanien auch ein blühendes Reich und Beispiel für ein relativ friedliches und tolerantes Miteinanderexistieren von Muslimen, Christen und Juden, bis es gegen Ende des 11. Jh. von den Christen im Zuge der Reconquista erobert wurde.
11. Wie war der Name jenes Heerführers, der Jerusalem nach 100 jähriger Kreuzritterherrschaft im 12. Jh. zurückeroberte?
Saladin, Sultan von Ägypten und Syrien, eroberte Jerusalem von den Kreuzfahrern zurück, nachdem er die zerstrittenen muslimischen Fürsten wieder im Kampf gegen die Christen geeint hatte. Er war Kurde. Nach seinem Tod wurde er in der Omayaden - Moschee in Damskus beerdigt.
12. Wann eroberten die Türken Konstantinopel?
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| Hagia Sophia Konstantinopel |
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Konstantinopel wurde von den Osmanen 1453 unter Sultan Mehmet erobert. Es war - bis zur Verkündung der türkischen Republik durch Atatürk - Hauptstadt des riesigen Osmanischen Reiches.
Heute heißt die Stadt Istanbul und ist die zweitgrößte Stadt Europas.
13. Welches sind die beiden Hauptgruppierungen innerhalb des Islam?
Die Schiiten sehen den Schwiegersohn Mohammeds, Ali, als dessen direkten Nachfolger und verehren ihn wie einen Heiligen, ebenso dessen Nachfahren als Imame, die wie Stellvertreter Gottes auf Erden für sie sind. Sie bilden die Minderheit.
Die Sunniten verehren nur Mohammed, der Glaube an Heilige ist ihnen fremd, es gibt bei ihnen auch keinen Klerus wie im Christentum und auch keine Hierarchie unter den Geistlichen. Sie bilden die Mehrheit.
14. Welches dieser Länder wurde in den 70er Jahren dieses Jahrhunderts zum islamischen Gottesstaat erklärt?
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| Ayatollah Khomeini |
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Nachdem im Iran der Schah durch eine Revolution gestürzt und vertrieben worden war, rief der aus dem französischen Exil zurückgekehrte schiitische Geistliche Ayatollah Khomeini den islamischen Gottesstaat aus, der der Iran bis heute ist.
Der Koran und die Hadithen sind Grundlage des dortigen Rechtssystems. Ein Religionswächter überwacht die Einhaltung der islamischen Gesetze.
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