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Zwei Antwortoptionen sind richtig: 21.00 Uhr und 21.30 Uhr. Bei einer privaten Einladung rechnet kein Inder mit Pünktlichkeit, ganz im Gegenteil. Kommen Sie zu früh oder gar pünktlich, werden Sie erstaunte Blicke ernten und mit dem Gastgeber eine lange Zeit alleine bleiben.
Anders hingegen sieht es bei einem Geschäftstermin oder einer offiziellen Veranstaltung aus. Hier wird Pünktlichkeit erwartet, ganz besonders bei Westeuropäern. Lehnen Sie eine private Einladung niemals ab. Sie gehört zu einer guten geschäftlichen Beziehung.
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Nur eine Antwortoption ist falsch, das Geschenk in weißem oder schwarzem Papier einzuwickeln. Weiß und Schwarz sind Farben der Trauer, der Buße und des Abschieds, sind daher unangemessen. Verwenden Sie buntes Papier - am besten ohne ein konkretes Motiv - um es einzuwickeln. Denn manche Motive sind wiederum Symbole, z. B. für Unreinheit ... Legen Sie dem Geschenk eine Karte bei, damit der Gastgeber weiß, von wem es stammt. Es ist nämlich nicht üblich bzw. sehr selten, das Geschenk im Beisein des Schenkenden zu öffnen.
Wenn Sie einen Elefanten verschenken wollen, achten Sie darauf, dass er den Rüssel rechts und wenn möglich erhoben trägt. Dieses Geschenk eignet sich besonders gut zu Geschäftseröffnungen. Auch Blumengestecke zu verschenken, ist möglich. Allerdings sollten keine Frangipani (indische Nelken) enthalten sein, da diese Beerdigungen vorbehalten sind. Drei Dinge der gleichen Art zu verschenken, bringt Unglück. Vermeiden Sie also auch die Zahl 3 bei gleichartigen Dingen.
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Wer in Indien isst, sollte nur die rechte Hand an den Mund führen, unabhängig davon, ob die Finger, Löffel oder Gabel verwendet werden. Die linke Hand ruht unter dem Tisch - sie gilt als unrein und kann höchstens dazu verwendet werden, um mithilfe des Löffels oder der Gabel etwas auf die andere Hand zu schieben. Messer werden selten gedeckt, da das Essen meistens mundgerecht serviert wird.
Mit der Hand essen Inder nur noch in ihrer Familie und Freundeskreis. Im Geschäftsleben ist Besteck mittlerweile üblich.
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Zwei Antwortoptionen sind richtig. Sie überreichen ihm Ihre Visitenkarte und lesen seine aufmerksam durch, bevor Sie sie einstecken. Visitenkarten auszutauschen, ist in Indien eine wichtige Begrüßungsgeste, denn dem geschriebenen Wort wird eine hohe Beachtung geschenkt.
Englisch ist die Business-Sprache in Indien. Mit Englischkenntnissen werden Sie also gut über die Runden kommen.
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Nur eine Antwortoption ist falsch. Vermeiden Sie Gespräche über Indiens Politik, Armut oder sonstige Konflikte im Land. Alle anderen Themen sind geeignet, um eine Vertrauensbasis aufzubauen.
Der populärste Sport in Indien ist Kricket. Für dieses Thema lassen sich Inder begeistern. Ebenfalls interessieren sie sich für die europäische Politik und Ihre Familie. Nehmen Sie ruhig ein Familienfoto Ihrer Kinder und Frau mit, um es gegebenenfalls herzeigen zu können.
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Achten Sie auf gute Qualität Ihrer Kleidung. Je besser Sie sich kleiden, desto mehr Status drücken Sie aus und desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Verhandlungserfolgs. Nachlässig gekleidet, wird Sie keiner Ernst nehmen. Männer wählen eine gepflegte Businesskleidung. Ein dunkler Anzug mit Krawatte und Hemd ist üblich. Legen Sie Ihr Sakko nur ab, wenn Ihr Gastgeber Sie dazu auffordert, selbst wenn er mit kurzärmeligem Hemd und ohne Sakko vor Ihnen sitzt. Von Europäern wird anderes erwartet.
Frauen wählen am besten ein neutrales Kostüm, das möglichst wenig Haut zeigt. Sandalen oder Sandaletten sind tabu! Auch Frauen sollten auf geschlossenes Schuhwerk achten.
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Unter Kollegen und jüngeren Menschen wird in Indien üblicherweise die Hand gegeben. Ältere Inder werden meist mit der indischen Grußformel begrüßt, ebenso die Frauen.
Vermeiden Sie es, Kindern über den Kopf zu streicheln. Im Kopf sitzt beim Inder die Seele, deshalb sind Berührungen oberhalb des Halses nicht angesagt.
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Laden Sie die Ehefrauen explizit ein, denn meistens werden nur Gäste kommen, die auch eingeladen sind. Männer und Frauen sitzen durchaus getrennt. Das erleben die Inder nicht diskriminierend, sondern gehört zu ihrer sehr langen Tradition.
Inder ziehen immer ihre Schuhe aus, wenn sie eine Wohnung betreten. Halten Sie sich ebenfalls an diesen Brauch, denn angezogene Schuhe in der Wohnung werden als unhygienisch und respektlos empfunden.
Servieren Sie zum Aperitif und Essen niemals alkoholische Getränke. Inder trinken besonders gerne Bier, Gin Tonic und Whiskey. Nur Inder, die höheren Kasten angehören, lehnen Alkohol manchmal ab. Zum Aperitif servieren Inder gerne eine leichte Kost/Snack wie Huhn, Fisch und Soja. Verzichten Sie darauf Rindfleisch zu servieren. Hindus werden es nicht anrühren. Mit dem Reichen von vegetarischer Kost und Fruchtsäften können Sie während des Essens nichts verkehrt machen.
Noch zwei zusätzliche Tipps: Stellen Sie Zahnstocher bereit, denn in Indien ist es üblich und erlaubt, seinen Mundraum zu reinigen. Das gilt allerdings nicht für das Schnäuzen, welches unbeobachtet vorgenommen werden sollte. Zünden Sie bei sich zu Hause Räucherstäbchen an. Inder lieben den Duft von Räucherstäbchen.
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Fast alle Antwortoptionen sind richtig, außer einer. Inder nicken nicht, wenn sie Zustimmung signalisieren, ganz im Gegenteil. Je länger ein Inder seinen Kopf hin und her schwingt, desto mehr drückt er seine wortlose Zustimmung und Aufmerksamkeit aus. Ein kurzer "Pendelschlag" mit dem Kopf drückt ein "Na-ja" aus, ein noch kürzerer, kombiniert mit Zungenschlag, bedeutet "Nein". Doch Inder werden es vermeiden ein Nein direkt auszudrücken, denn das entspricht fast einer Ohrfeige. Deshalb empfiehlt es sich, keine Ja/Nein-Fragen zu stellen. Auch ist nicht jedes gesagte "Ja" eine Zustimmung. Eine zögerliche Antwort kann "ich weiß nicht" oder sogar ein "Nein" bedeuten.
Wenn Sie selbst unzufrieden sind, eine Kritik äußern wollen oder am liebsten "Nein" sagen würden, fragen Sie lieber besser, ob es auch anders geht. Das signalisiert dem Inder, dass Sie ihm nicht zustimmen, sondern eine andere Lösung erwarten.
Verhandlungen können sehr hart geführt werden, deshalb können Sie entsprechend argumentieren. Doch werden Sie niemals ärgerlich. Das wird als sehr unhöflich empfunden. Da die Verhandlungen sehr lange dauern können, sollten Sie nicht hungrig bei einer geschäftlichen Einladung erscheinen, auch wenn im Anschluss ein Buffet geplant ist. Essen Sie vor dem Buffet nicht zu viele Snacks, denn ein Zurückweisen der später aufgetragenen Speisen wird als Beleidigung gewertet. Wenn Sie aus anderen Gründen nichts essen wollen, sollten Sie eine Erkrankung oder Allergie als Grund anführen.
Wert 4 |
Thema: 4.5 | Information: 3.5 | Verständlichkeit: 4 |
| Stimmen: 2 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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