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Der Begriff kommt aus dem französischen (rococo) und ist abgeleitet von rocaille (Grotten- und Muschelwerk), einem vielfältig verwandten Motiv. Rokoko läßt sich in etwa auf die Zeit der Regentschaft von Ludwig XV von Frankreich eingrenzen. Die Malerei gelangte vor allem in Deutschland und Frankreich zur Blüte - als Spätform des Barock - und zeichnet sich vor allem durch kleinformatige, idyllische Kabinettmalerei aus.
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Ein charakteristisches Werk Watteaus aus der Zeit des Rokoko heißt "Die Einschiffung nach Kythera" (obiges Gemälde) und ist eines seiner zahlreichen Gesellschaftsstücke.
Watteau war der Sohn eines flandrischen Dachdeckers, der erstmals in seinem Heimatort Unterweisungen in die Malerei erhielt. Er gilt als Hauptmeister der Régence, jener Frühzeit des Rokoko, als die Hofgesellschaft nach dem Tode des Sonnenkönigs dessen Hof Versailles fluchtartig verließ. Den lockeren Lebensformen der damaligen Gesellschaft entsprechend, bot er eine neue Bildform an - den fêtes galantes - der ländliche Feste mit vornehm gekleideten Herrschaften zeigt, die vor dem Hintergrund von Parklandschaften flanieren.
Musizierende und tanzende Gestalten gehören neben der Darstellung von Liebespaaren zum ständigen Repertoire des Künstlers.Vielfach verschaffte sich das Kunsthandwerk Anleihen bei Watteau z.B. das Meißner Porzellan. Außerdem sind so manche Gartenanlagen seinen Bildern nachempfunden.
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Francois Boucher malte das oben gezeigte Gemälde "Toilette der Venus". Im Entstehungsjahr dieses Gemäldes stellte Boucher wegen einer laut geäußerten Kritik an seiner Malerei im Salon nicht aus. Nach eigenen Angaben hat Boucher über zehntausend Zeichnungen und eine unübersehbare Menge an Gemälden geschaffen. Er wurde als Sohn eines Seidentuchmalers in Paris geboren. Besonders seine Zeitgenosse Watteau inspirierte ihn sehr stark, wobei er nach dessen Gemälden auch Kupferstiche anfertigte.
Manche nennen ihn den einfußreichsten und bedeutendsten Maler des französischen Rokoko. Als Schützling der Madame de Pompadour - der einflußreichsten Mätresse König Ludwig XV. - stieg er durch ihre Protektion zum ersten Hofmaler auf. Im Jahre 1765 wurde er außerdem Direktor der Académie Royale und hatte die höchsten Kunstämter inne.
Klassizismus ist eine Bezeichnung all jener Kunstrichtungen, die sich bewußt auf antike Vorbilder berufen. Im Besonderen bezeichnet der Begriff des Klassizismus eine in Europa und Nordamerika vorherrschende Stilepoche zwischen 1750 und 1830, zu der Biedermeier, Directoire, Empire und Louis-Seize gehören.
Die Überladenheit des Barock sollte durch eine Rückkehr zur klassischen Formstrenge überwunden werden. Im 18.Jahrhundert wuchs das Interesse am Altertum, nachdem die archäologischen Ausgrabungen in Herculaneum (1738) und Pompeji (1748) neue Erkenntnisse über die antike Kunst erbracht hatten. Die Euphorie für alte Kulturen wurde neu entfacht, wobei gerade Griechenland besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde.
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Das 1784 begonnene Werk - Der Schwur der Horatier - erregte in Paris großes Aufsehen. Das Bild wurde nicht nur zum gefeierten Gründungsmanifest des französischen Klassizismus, sondern trug auch anspruchsvoll die moralischen und politischen Forderungen des Bürgertums vor und leitete damit visionär die Französische Revolution ein.
Die Opferung des persönlichen Glückes zum Wohle des Vaterlandes wird zum geradezu religiösen Pathos erhoben. Als aktiver Jakobiner stellte David seine Kunst fast ausschließlich in den Dienst der Revolution und ihrer Verherrlichung. Über ihn wird berichtet:
"... J.L. David hat wie selten ein Künstler mit sehr klar gezeichnetem, streng komponierten Stil sowie mit Themen mit besonderer ethischer Betonung in seinen Werken verwirklicht. Beides hat im vermeintlich genauen Rückgriff auf die klassische Antike moralisierend und stilbildend auf seine Zeitgenossen eingewirkt."
Selbst Napoleon wurde auf David aufmerksam und gab ihm den Auftrag, seine Krönungsfeierlichkeiten in vier riesigen Gemälden festzuhalten, doch wurden nur zwei ausgeführt. Es folgten weitere verherrlichende Darstellungen Bonapartes, darunter z.B. "Bonaparte auf dem großen St. Bernhard", "Napoleon in seinem Arbeitszimmer".
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Neben J.L.David wird J.A.D. Ingres als führender Vertreter des französischen Klassizismus genannt. Er wurde als Sohn eines Bildhauers geboren und studierte bereits mit elf Jahren an der Akademie von Toulouse. Vor allem in den sauber konturierten, mit einfachsten Mitteln operierenden Porträtzeichnungen entwickelte er eine akribische Genauigkeit, die ihm den Ruf des besten französischen Zeichners einbrachte. Seine außerordentliche handwerkliche Meisterschaft, scharfe Auffassungsgabe für Persönlichkeiten und die präzise klassische Linienführung, prädestinierten in zur Porträtmalerei.
Das oben gezeigte Werk - Die große Odaliske - ist ein eindrucksvolles Beispiel präziser Aktmalerei. Ingres malte ohne nachlassende Kraft bis ins hohe Alter hinein, wobei er mit 82 Jahren sein berühmtes Bild "Le Bain Turc" schuf. Es wird von vielen als Höhepunkt seiner unvergleichlichen Darstellung von Frauenakten angesehen.
Sein Einfluß währt bis in die Moderne, da z.B. Künstler wie Edgar Degas, Pierre Auguste Renoir, und Pablo Picasso entscheidenede Anstöße von ihm bekamen.
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Die berühmte Schweizer Malerin und Radiererin wurde bereits in jungen Jahren von ihrem Vater Joseph Johann Kauffmann ausgebildet. Ihr malerisches Talent zeigte sich schon mit 16 Jahren, indem sie ihrem Vater bei der Arbeit half. Stilistisch steht sie am Übergang vom Rococo zum Klassizismus.
Im Zuge einer längeren Italienreise wurde sie Mitglied der römischen Accademia di San Lucca. Ihr Domizil wurde zum Treffpunkt der in Rom ansässigen deutschen Maler und anderen Persönlichkeiten kulturellen Lebens. Sie war unter anderm auch dem deutschen Dichter J.W.von Goethe in tiefer Freundschaft verbunden. Es ist überdies richtig, daß von ihren Werken zahlreiche Stiche angefertigt wurden, die häufig als Motive für Porzellanmanufakturen dienten. Außerdem schuf sie zahlreiche Selbstbildnisse, die sehr bekannt wurden.
Obwohl dieser Begriff in der modernen Kunstgeschichte als Epochenbegriff verwendet wird, bezeichnet er keinen eigentlichen Kunststil. Man könnte die Romanik eher als geistige Grundhaltung verstehen, die als Oppositionsbewegung gegen den Rationalismus aufkam. Charakteristisch dafür ist die Bemühung, die formale Strenge und Beherrschtheit des Klassizismus aufzuheben, und stattdessen Phantasie und individuelles Naturerlebnis zur zentralen künstlerischen Aussage zu machen.
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Ferdinand Victor Eugéne Delacroix war als Maler, Aquarellist, Zeichner und Lithograph der wohl bedeutenste Vertreter der französischen Romantik. Er verlieh seinen Werken eine Farbigkeit und Dramatik, die in der europäischen Malerei wegweisend wurde. Die oben gezeigte Darstellung der Französchischen Revolution wird "Die Freiheit führt das Volk an" genannt und stellt eine Glorifizierung der Juli-Revolution von 1830 dar.
Das Thema des Bildes zeigt sich nicht nur in einem demokratischen Ideal, sondern thematisiert auch die Loslösung aller Bindungen, die Befreiung überhaupt, das Losbrechen der entfesselten Instinkte. Der Rausch dieser Menschen, von einem Weibe angefacht, vermengt die Grausamkeit des Todes mit der Wollust, des Sichauslebens und Abwerfens aller Hemmnisse.
Viele Anregungen bezog Delacroix aus der Literatur. Berühmt wurden auch seine - von Goethe geschätzen - Illustrationen zu dessen Faust und Götz von Berlichingen, zu Shakespeares Hamlet sowie zu Dichtungen Dantes und Byrons.
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Théodore Géricault zählt ebenfalls zu den führenden Vertretern der französischen Romantik. Nach seinem Italienaufenthalt entstand 1818 bis 1819 das Bild "Das Floß der Medusa", das überwiegend Empörung auslöste. Dafür waren weniger formale Gründe verantwortlich, da Modellierung und Koloristik durchaus Anklänge an das klassizistische Ideal hatten.
Verantwortlich war vielmehr der krude Realismus des grauenhaften Geschehens auf dem Floß, das die Schiffbrüchigen der Fregatte "Medusa" aufgenommen hatte. Dieses Unglück ereignete sich im Jahre 1816; die Präsentation realer Ereignisse wurde dem Volk zuviel.
Aufgrund geringen Erfolges und mangelnder Anerkennung zog sich Théodore Géricault immer mehr in sich zurück. Zuletzt malte er Bilder zum Thema "Geistesgestörtheit", Bilder, die dem Wahnsinn eine dämonische Vitalität und gesteigerte Erlebnisfähigkeit zubilligten. Ähnlich dämonisch wirkt die Animalität seiner wildbewegten Pferdebilder, die für ihn Symbole ungezügelter Existenz waren.
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Caspar David Friedrich ist einer der bedeutensten deutschen Lanschaftsmaler der Romantik. Zu Lebzeiten Friedrichs war die gewählte Perspektive (Rückenansicht) als Zentrum einer Landschaftskomposition ungewöhnlich. Hier wird nicht nur die Natur, sondern auch der über sie reflektierende Mensch thematisiert.
Sein erstes bekanntes Werk, "Das Kreuz im Gebirge" ziert als Altarbild die Hauptkapelle des Schlosses Tetschen. Selbst diese Arbeit sorgte für eine Kunstfehde, da der Gegenstand der Betrachtung zu profan erschien. Tatsächlich wirkt der von der untergehenden Sonne bestrahlte Christus etwas verloren am Kreuz. Erst durch die Fürsprache Ferdinand Hartmanns und Gerhard von Kügelgens avancierte dieses Bild zur Ikone der romantischen Kunstauffassung.
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Philipp Otto Runge malte das Bild "Der Morgen" zwischen 1777 und 1810. Er gilt neben Caspar David Friedrich als einer der Hauptvertreter der frühromantischen Kunst in Deutschland. Philosophisch gebildet, besteht seine Thematik in der Auseinandersetzung mit der Naturmystik und der romantischen Vorstellungswelt.
"Der Morgen" wurde von ihm in zwei Fassungen als Gemälde fertiggestellt. Er selbst hat sich in zahlreichen Schriften mit der Rolle der Landschaft und der Farblehre beschäftigt. Neben der Malerei beschäftigte er sich noch mit der Schriftstellerei - für die Gebrüder Grimm verfaßte er zwei Märchen (Vom Machadelboom und Vom Fischer und syner Frau)
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