Der Begriff stammt aus dem französischen und bedeutet übersetzt soviel wie "Wiedergeburt". Er kennzeichnet eine Epoche in der europäischen Geschichte, die sich durch ein wieder erwachendes Interesse an der Kunst und Kultur der Antike auszeichnete. Die Feudalgesellschaft, durch den enormen Einfluß der Kirche geprägt, begann aufzubrechen und tief greifende soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Veränderungen prägten diese Zeit.
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Das Bild "Die Schule von Athen" stammt aus Raffaels römischer Periode und zeigt hervoragend seine Beherrschung der Zentralperspektive. Die Zentralperspektive ist eine Technik, bei der alle gedachten Linien vom Rand direkt in das Zentrum des Bildes weisen. Diese erzeugt den guten räumlichen Eindruck (Dreidimensionalität) bzw. hebt auch die Figuren im Zentrum besonders hervor.
Das Bild zeigt die griechischen Philosophen Platon und Aristoteles beim philosophischen Disput. Raffael gilt - neben Leonardo da Vinci und Michelangelo - als einer der bedeutendsten Repräsentanten der Hochrenaissance. Als Künstler war er schon zu seiner Zeit heiß begehrt. 1508 erhielt er einen Ruf an den französischen Hof, entschloss sich jedoch, einen Auftrag von Papst Julius II zur Ausgestaltung der päpstlichen Gemächer anzunehmen.
Von Papst Leo X wurde er zum Bauleiter des Petersdoms ernannt, im Jahr darauf zum Kurator der römischen Altertümer. Ein anderer Großauftrag dieser Schaffensphase war der Entwurf von Vorlagekartons (für zehn Bildteppiche) mit Motiven der Apostelgeschichte für die Sixtinische Kapelle.
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Leonardo da Vinci gehört wohl zu den seltenen Ausnahmeerscheinungen in der Kunstgeschichte, da er zahlreiche Talente in sich vereinigte. Er kann wohl unumstritten zu den Genies der Renaissance gezählt werden, das seiner Zeit mit seinen Visionen weit voraus war. Er lebte von 1452 bis 1519 und inspirierte durch seine Neuerungen auf dem Gebiet der Malerei die italienischen Kunst noch mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod.
Das hier gezeigte Bild wird "Abendmahl" genannt und ist sein berühmtestes religiöses Werk. Leider sind jedoch - aufgrund seiner innovativen Maltechnik in Tempera auf Stein - deutliche Verfallserscheinungen zu sehen.
Ein anderes berühmtes Werk von Leonardo ist die "Mona Lisa", welche er während seines zweiten Aufenthalts in Florenz malte. Er schien eine besondere Beziehung zu dem Bild gehabt zu haben, da er es auf allen seinen Reisen mitnahm.
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Leonardo da Vinci kann zurecht als Universalgenie bezeichnet werden. Neben der Malerei betätigte er sich als Bildhauer, Architekt, Ingenieur und Wissenschaftler und gehört zu den kreativsten Menschen in der Kunst- und Wissenschaftsgeschichte.
Er wurde in der kleinen Stadt Vinci als Sohn eines wohlhabenden Notars und einer Frau bäuerlicher Herkunft geboren. Als seine Familie nach Florenz übersiedelte, fiel er bereits in jungen Jahren als talentierter Musiker auf. Später diente er unter dem Herzog Ludovico Sforza als erster Ingenieur und Architekt. Außerdem unterstützte er den italienischen Mathematiker Luca Pacioli bei seinem großen kunsttheoretischen Werk über den Goldenen Schnitt.
In seinen zahlreichen Notizbüchern sind Aufzeichnungen über Fluggeräte, Druckpumpen, Bohrmaschinen, Drehbänke, Fallschirme, Taucherglocken und Kräne zu finden. Leonardo machte Entdeckungen auf den Gebieten der Meteorologie und Geologie, erkannte die Wirkungen des Mondkreislaufs auf die Gezeiten und ahnte noch unzählige andere Erkenntnisse voraus, die die Wissenschaft erst sehr viel später belegen konnte.
Leonardo verkörpert das Idealbild der Renaissance als Homo universalis - des universal gebildeten Menschen.
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Das Bild heißt - allen Unkenrufen zum Trotz - "Die Erschaffung Adams" und ist ein Teil der Ausschmückung der Sixtinischen Kapelle. Das Werk stammt aus seiner mittleren Schaffensperiode und wurde vom Papst Julius II als Deckenausmalung in Auftrag gegeben. Die Arbeit beanspruchte insgesamt vier Jahre und stellt einen Höhepunkt im Schaffen Michelangelos dar.
Die Neuerungen in der künstlerischen Gestaltung und Ausführung machen das monumentale Deckengemälde zu einem epochalen, richtungsweisenden Kunstwerk. Das Panorama der Szenen der Genesis, darunter "Gott trennt das Licht von der Finsternis", "Gott und Adam", "Gott und Eva", "Ursünde und Vertreibung" und die "Sintflut" lassen den Betrachter in ehrfürchtiges Erstaunen fallen. 1980 wurde die Fresken gereinigt und gewannen viel von ihrer ursprünglichen Farbigkeit zurück. Allerdings entbrannte auch ein Streit über die Abnahme von Schichten, da nicht klar war, ob es sich um Verschmutzungen oder bewußte Eingriffe von Hand des Künstlers handelte.
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Der Begriff "Manierismus" wird als Stil- und Epochenbegriff in der Kunstgeschichte verwandt. Er wurde erst relativ spät eingeführt - so wählten Luigi Lanzi (1792) und Jokob Burckhardt (19. Jahrhundert) diesen Begriff zur Kennzeichnung einer Periode zwischen Hochrenaissance und Barock. Er war lange Zeit sehr umstritten und seine Gegner fanden die Bezeichnung "Spätrenaissance" treffender.
Verallgemeinert meint der Begriff jede subjektiv gefärbte, gegen "klassische" Kulturformen gerichtete Haltung, deren Merkmale Phantastik, spielerische, stilisierte und gezierte Formen, gewollte Deformationen, bewußte Verstöße gegen harmonische Regeln und Proportionen sind.
Der Name ist wahrscheinlich aus dem portugiesischen "barucca" abgeleitet, einer Juweliersbezeichnung für unregelmäßig geformte Perlen. Er hatte seine Wurzeln in der italienischen Kunst der Hochrenaissance vor allem in Rom Ende des 16. Jahrhunderts. Es bestand der Wunsch nach Vereinfachung und Klarheit, der viele Künstler beflügelte. Im allgemeinen wird der Hochbarock (Rom ca. 1630) als der charakteristischste der Barockstile bezeichnet, welcher sich vor allem duch überschäumenden Pathos, Theatralik und ungezügelte Bewegung auszeichnet.
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Zu den einflussreichsten Künstlern des italienischen Barock gehörten die Brüder Annibale und Agostino Carracci sowie ihr Vetter Lodovico Carracci. Einen Leonardo gibt es nicht - er wurde von mir frei erfunden. Das Bild neben den Antwortoptionen stammt von Annibale Carracci und trägt den Titel "PIETÁ".
Annibale Carracci gilt als der berühmteste Maler seiner Familie und Mitbegründer der frühen römischen Barockmalerei. Er wurde von seinem Vetter Lodovico ausgebildet und vervollständigte seinen Malstil durch Aufenthalte in Parma und Venedig. Die Hinwendung zum energisch zusammengefassten Bildaufbau, die Sattheit der Farben, kraftvolle Schwere und pathetische Gebärden, kündigten das Hauptwerk des Meisters an.
Sein Meisterwerk, zugleich Initiale des Barock, ist die Dekoration der Galleria Farnese, die er als künstlerischer Leiter gestaltete.
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Peter Paul Rubens und der flämische Barock werden von vielen in einem Atemzug genannt. In seiner frühen Phase wurde er von so unterschiedlichen Malern wie Caravaggio, den Carracci und Michaelangelo beeinflusst. Dieser Einfluß zeigt sich besonders deutlich an Bildern wie "Raub der Töchter des Leukippos", welches in der Münchner Pinakothek zu bewundern ist.
Das hier abgebildete Werk trägt den Namen "Das Urteil des Paris" und wurde vom ihm 1635-1637 gemalt. Er erlangte gerade durch seine Darstellung bzw. Vorliebe molliger Frauenkörper eine nachhaltige Berühmtheit. Seine Auftraggeber kamen aus ganz Europa, wobei er in seiner Werkstatt vor allem religiöse und mythologische Motive verewigte.
Vor allem das Spätwerk des Malers bildet mit seiner reichen Farbgebung, dynamischen Kompositionen und üppigen weiblichen Formen den Höhepunkt des Barock nordlich der Alpen.
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Rembrandt Harmenszoon van Rijn, ursprünglich der Sohn eines Müllers, war von seinen Eltern dazu ausersehen, eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Er schaffte es zwar, sich in die Universität von Leiden einzuschreiben, gab jedoch recht schnell sein Studium auf und wandte sich der Malerei zu. Jakob van Swanenburgh und Pieter Lastmann zählen zu seinen Lehrern.
Er erwies sich als ein hervoragender Menschendarsteller und malte in den 30er Jahren eine Vielzahl von Porträts. Von seiner Hand stammen zahlreiche Bildnisse, historische, mythologische und religiöse Darstellungen und Landschaften von großer Virtuosität. Gerade seine Eigenheit der Hell-Dunkel-Effekte hat Generationen von Künstlern beeinflußt. Er gilt auch als Radierer als unübertroffen.
"Die Nachtwache" ist ein Gruppenporträt, daß den Auszug der Schützenkompanie des Kapitäns Franz Baringh Cocq darstellt. Seine Auftraggeber waren mit diesem Bild nicht hundertprozentig zufrieden, da er es vernachlässigte, die Mitgleider der Schützengilde mit gleichwertiger Betonung zu poträtieren. Heute zählt - unter anderen - aber gerade dieses Werk zum Gipfel seines Schaffens.
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