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Hier sind zwei Antwortoptionen richtig. Thor taucht in den Sagas auch als Schutzgottheit für Fahrten auf dem Wasser auf, überhaupt als Schutzgottheit für Reisen. In einer Saga wird ein gerade Christ gewordener Mann geschildert, der aber, wenn er aufs Meer fährt zur Vorsicht lieber den Thor anruft.
Thor ist ein gemeingermanischer Gott und taucht bei den Nordgermanen eben als Thorr, bei den Schwaben als Donar, bei den Sachsen und Friesen als Thuner und bei den Angelsachsen als Thunor auf. Sein Name stammt vermutlich von der indogermanischen Wurzel *stan "donnern, dröhnen". Thor herrscht also über den Donner, er kann auch Regen, Blitz, Fruchtbarkeit und guten Fahrtwind erzeugen.
Durch die Wolken fährt der rotbärtige Gott in einem Wagen, der von zwei Böcken gezogen wird. Er hat als Attribute den Hammer Mjölnir, den Kraftgürtel Megingiardar und ein Paar Eisenhandschuhe. Er ist der Sohn Odins und der Gemahl der Sif. Von allen Göttern besitzt er die größte Körperkraft. Die Hauptaufgabe Thors besteht darin, die Götter- und Menschenwelt vor den Riesen zu schützen. Unermütlich zieht er aus um mit seinem Hammer Riesen zu erschlagen. "Wäre nicht Thor, längst hätten die Trolle die Erde öd gelegt", heißt es in einem norwegischen Sprichwort.
Thor ist auch zum Schutzgott der Reisenden geworden. Die Göttersagen der EDDA und der sogenannten Snorri-Edda schildern mit Vorliebe derbe und groteske Schwänke über seine Abenteuer. So holt sich Thor in der Verkleidung einer Braut seinen Hammer von dem Riesenfürsten Thrym wieder, der es gewagt hatte dafür die Göttin Freyja als Pfand zu fordern. In der Wette mit dem Riesen Utgardaloki trinkt er aus einem Horn dessen Spitze ins Weltmeer reicht. Durch seinen gewaltigen Zug aus dem Horn entstehen Ebbe und Flut.
Im Kampf mit dem Riesen Hrungnir zerschmettert Thor diesem zwar den Schädel, aber das Stück eines von Hrungnir geschleuderten Schleifsteins bleibt ihm im dabei im Kopf stecken. Diese "Götterkomik" stellt aber keine Respektlosigkeit dar - sie läßt den übermächtigen Gott nur menschlich näher erscheinen, so menschlich nah, wie man das Verhältnis des Germanen zu seinem Gott überhaupt beschreiben kann, der für ihn meist ein "fulltrui", ein Treufreund, ist. In der Eyrbyggja-Saga verläßt der angesehene mit dem König verfeindete Thorolf Norwegen aufgrund eines Orakels, bei dem er den Gott Thor befragt hatte.
Er bricht nach Island auf. Die wichtigsten Teile des Thor-Tempels werden mitgenommen. Darunter auch ein Hochsitzpfahl mit dem geschnitzten Gesicht des Gottes. Thorolf läßt auf See diesen über Bord werfen, um dort zu siedeln, wo der Pfahl an Land treibt.
Auch in der Übergangszeit vom Heidentum zum Christentum spielt Thor weiterhin eine Rolle, wie man beispielsweise an jenem Mann erkennen kann, der zwar schon Christ geworden war, aber wenn er zur See fahren wollte, zum Schutz lieber den Thor anrief. Oder an jener Frau, die dem Missionar Thangbrand gegenüber verlauten ließ: "Hast Du gehört, daß Thor den Christ zum Zweikampf herausgefordert hat, aber Christ wagte es nicht, sich mit Thor zu schlagen."
Der Hammer war in Skandinavien eines der verbreitetsten heiligen Zeichen und findet sich u.a. auf Grabplatten. Mit hölzernen oder ehernen Hämmern wurden Ehen eingesegnet. Die Sagas berichten, das Väter ihre Söhne dem Thor weihten. Im Ragnarök, dem Götterschicksal, erschlägt er die riesige Midgardschlange, stirbt aber durch ihren giftigen Atem. In der neuen Welt werden seine Söhne Magni und Modi wieder den Mjölnir tragen. Andere Namen Thors sind Wingthor (Kampfthor), Weor (Weiher), Asathor (Asenthor), Ökuthor (Wagenthor) und Hlorridi (lauter Wettergott).
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Odin gilt als der germanische Himmelsgott, sowie Kriegs- und Totengott, Gott der Runenweisheit und als All- oder Göttervater. Er wird auch als Wuotan (ahd. der Wütende), Wodan (niederdt.), Wotan (oberdt.) bezeichnet.
Er wird von den den Wölfen Freki und Geri und den Raben Huginn und Muninn begleitet. Da er Mimir einst eines seiner Augen verpfändet hat, wird er oft einäugig dargestellt.
Folgende Tage sind nach ihm benannt: Mittwoch als Odinsdagr (nord. "Tag des Odin") bzw. der Wodanesdag (ahd. Wodanstag -> Wednesday).
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Loki (von logi= Lohe) gilt als der Trickser im germanischen Götterhimmel. Er ist halb Gott, halb dämonischer Riese und kann sich in verschiedene Gestalten - wie den Adler, den Lachs oder eine Stute verwandeln.
Er stiftet den blinden Höd an, mit einem giftigen Mistelzweig auf Balder zu zielen. Zur Strafe wird er von en Göttern an einen Fels gekettet, wo eine Schlange ihr Gift über sein Gesicht tropfen läßt.
Seit der Christianisierung wird Loki mit dem christlichen Lucifer identifiziert.
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Walküren (auch "Valyrien" von nord. valkyria ="Totenwählerin") sind die jungfräulichen Kriegerinnen, die mit glänzenden Rüstungen und wilden Rössern durch die Lüfte reiten.
Auf Odins Geheiß greifen sie in das Schlachtengetümmel ein und bringen die gefallenen Helden (Einherier) nach Walhall. Sie gehören zu den Disen - namentlich bekannt sind Wolkentruth und Mist.
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Ragnarök wird verschieden übersetzt - als Unheilvolles - Verfinsterung der Götter und im nordgerm. als Weltuntergang. Wenn die Esche Yggdrasill erzittert und die Riesen gegen Asgard ziehen, dann entbrennt der Endkampf im Götterhimmel.
Der Endkampf findet zwischen den Göttern, den Riesen, den Dämonen und den Naturgewalten statt. Auf den Tod der Götter folgt auch der Tod des Universums.
Dann ersteht aber eine neue Welt des Friedens und des Glücks, über die Balder und Hödur einträchtig herrschen werden.
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Die Erdenwelt - oder Wohnstatt der Menschen - wird im germanischen als Midgard bezeichnet. Es liegt im Zentrum der übrigen Welten, die durch die Esche Yggdrasill miteinander verbunden sind. Am Übergang liegt Utgard, oberhalb von Midgard liegt Asgard und unterhalb liegt Niflheim.
Midgard selbst ist von den Bergen Ymirs und vom Weltmeer - in dem die Midgardsomr liegt - umflossen.
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Midgardsomr wird die Midgardschlange genannt, die im Weltenmeer rings um Midgard gerollt ist und sich selbst in den Schwanz beißt. Die Midgardsomr ist Sohn des Loki und der Riesin Angrboda. Sie hat zwei Brüder Fenrir und Hel.
Die Midgardsomr verursacht durch ihre Bewegungen die gewaltigen Sturmfluten, welche die Menschen in Angst und Schrecken stürzen.
Bei Ragnarök wird Thor ihm mit dem Hammer den Schädel einschlagen, aber selbst an den giftigen Dämpfen der Schlange zugrunde gehen. Seit der Christianisierung wird Midgardsomr mit dem Leviathan verglichen.
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Mjöllnir ist der Hammer des Donnergottes Thor. Er trifft stets sein Ziel und kehrt nach jedem Wurf in die Hand des Werfers zurück. Mjöllnir ist von den Zwergen Sindri und Brokrr geschmiedet worden.
Er wurde auch von den neugermanischen Glaubensbünden der 30er Jahre ("Hammerbund") als Symbol benutzt.
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Die zwei Bedeutungen von hel sind einereseits "Hölle" oder "Helheim" die Höllenwelt. Es war das Totenreich für alle, die auf dem Land durch Krankheit oder Altersschwäche sterben mußten. Die Ertrunkenen gehören der Ran und die Kriegstoten Odin.
Hel umfaßt 9 Welten und liegt in der Unterwelt Niflheim. Wer einmal das Gatter der Brücke Gjallarbru über dem Fluß Gjöll überschritten hat, kehrt niemals wieder zurück.
Außerdem ist Hel die Totengöttin und Tochter des Loki.
Die Christen machten aus Hel die christliche Hölle - den Ort der Strafe und Buße für die Sünder.
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Heimdall oder Heimdallr (nord. Hellerleuchtende) ist der Schutzgott und Sohn von 9 Riesenschwestern. Er wird auch als "Wächter der Götter" bezeichnet und steht am Brückenkopf des Regenbogens Bifröst.
Durch das Blasen des Gjallarhorns wird er den Beginn von Ragnarök ankündigen. Bei dem Endkampf, den sich die Götter liefern, werden sowohl Loki als auch Heimdall einander töten.
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Die Asen lebten in Asgard - welches als die Himmelswelt (oberhalb von Midgard) und Wohngebiet Götter angesehen wurde.
Die Götterburg hatte viele Paläste, Säle und Höfe. Im Zentrum von Asgard liegt die von den Göttern selbst erbaute große Halle für Versammlungen, Feste und Gericht mit 12 Hochsitzen für die Götter.
Die Brücke Bifröst verbindet Asgard mit Midgard und wird von dem Wächter Heimdall bewacht.
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