1. Was bedeuten die 9 Streifen auf der griechischen Flagge?
Die Flagge (Galanolefki) entstand etwa im Jahre 1821 während des Freiheitskampfes der Griechen gegen die Türken. Auf ihren Schiffen befanden sich Fahnen mit einem blau-weißen Kreuzzeichen. Es gilt als Gegensymbol zum türkischen-islamischen Halbmond. Die neun Streifen kamen 1822 anlässlich der Unabhängigkeit von der Türkei dazu. Sie sind die neun Silben in den griechischen Schlachtrufen "Eleutheria i Thanatos" ("Freiheit oder Tod"), bzw. "Eu togio nika" ("Siege in diesem Zeichen"). Sie stammen aus der Zeit des Freiheitskampfs gegen die Türken.
Die blau-weiße Färbung soll an die frühere Bindung an Bayern erinnern (Prinz Otto I. wurde am 08.08.1832-1862 König von Griechenland).
Die aktuelle Version wurde am 22.12.1978 eingeführt, dem Ende der Militärdiktatur in Griechenland.
2. Was ist die zweitgrößte Insel Griechenlands?
Euböa ist nach Kreta (8.331,231 km²) mit einer Fläche von 3.660 km² die zweitgrößte Insel Griechenlands. Rhodos hat nur 1.398 km². Sie ist auch heute noch nicht touristisch voll erschlossen, da sie das große Wochenendziel der Athener ist. Wer viel Ruhe haben will, gern wandert und idyllische Landschaften liebt, ist hier während seines Urlaubs am richtigen Platz. Leider hat auch hier das Flammeninferno im Jahre 2007 zugeschlagen. Trotzdem lohnt ein Besuch dieser Insel.
3. Welches Weltwunder befand sich auf Rhodos?
Der Koloss von Rhodos ist natürlich richtig. Es handelte sich um eine 32 Meter hohe Bronzestatue, die dem Sonnengott gewidmet wurde. Sie stand an der Hafeneinfahrt von Rhodos. Vollendet wurde sie um 385 v. Chr. Um 225 v. Chr. wurde sie jedoch leider von einem Erdbeben zerstört.
4. Welcher der folgenden Begriffe bezeichnet keine griechische Säulenform?
Die Toskanische Säule gehört nicht dazu - sie bezeichnet eine römische Säulenform. Es gibt unter den antiken Säulenformen die griechischen Säulen (dorische, ionische und korinthische), die römischen Säulen (Trajans- und Marcussäulen) und die Babylonischen Säulen.
5. Wie hieß die alte griechische Währung (vor Einführung des Euro)?
1831 wurde durch Otto I. die Drachme in Griechenland eingeführt. Er wollte die neue Währung mit dem Geist der Antike verbinden. Sie löste den, bei allen unbeliebten, Phönix ab. 1831 sollte nämlich Papiergeld (Phönix) gedruckt werden, was den Griechen gegen den Strich ging. Sie wollten eine Währung mit materiellen Wert haben, d.h. eine mit Gold oder Silberanteilen.
6. Woher kommt der Sirtaki?
Der Sirtaki wurde 1964 für den Film Alexis Sorbas mit Anthony Quinn erfunden. Er entwickelte sich dann später zum Volkstanz. Der Name kommt vom Wort "syrtos", das eine ganze Gattung griechischer Volkstänze bezeichnet.
7. Der Strand von Vai ist ein bekannter und beliebter Strand auf Kreta. Was macht ihn so besonders?
Dass man dort seine Ruhe findet, kann man nicht sagen, da er in der Saison von vielen Touristen belagert wird. Obwohl er nicht gerade an einer Hauptverkehrsstraße liegt, finden tausende von Badelustigen den Weg dorthin. Den weißen Strand kann man auf Kreta auch an anderen Orten finden. Das ist also kein besonderes Markenzeichen. Der schönste Platz soll die „Blaue Lagune“ im Westen der Insel sein.
Es sind die Dattelpalmen, die einen schönen Wald an diesem Strand bilden. "Phönix theophrasti" heißt diese Art. Sie war im Südosten der Ägäis sehr verbreitet, existiert aber nur noch hier am Strand von Vai. Das Besondere an ihr ist, dass sie nicht aus einem, sondern mehreren Stämmen bestehen.
Im Norden Griechenlands befindet sich Chalkidiki. Da diese Insel aussieht wie der „Dreizack“ von Zeus, wird sie auch oft als „Dreizack“ bezeichnet. Der östlichste Teil davon ist Athos.
8. Warum dürfen keine Frauen bzw. täglich nur 10 männliche Touristen den berühmten Berg auf diesem Inselteil besuchen?
Der östliche Teil von Chalkidiki ist nur bis zum Ort Ouranoupolis erreichbar. Die angrenzende Mönchsrepublik Athos ist für Frauen gar nicht und für Männer nur mit einer Sondererlaubnis zugänglich. Täglich dürfen nur 10 Ausländer diesen Ort besuchen. Heute leben in Athos noch rund 2000 Mönche. Der höchste Berg ist, wie nicht anders zu erwarten, der heilige Berg Athos selber mit einer Höhe von 2033 m. Athos zählt zu den Weltkulturgütern der UNESCO.
Vielen ist die herrliche Insel Santorin mit ihren blauen Kuppeln ein Begriff. Durch eine Naturkatastrophe bekam sie ihr jetziges Aussehen.
9. Welche Naturkatastrophe war das?
Die Vulkankatastrophe von Santorin ereignete sich ca. um 1630 vor Christus. Dadurch kann es zur Zerstörung der Insel, die auch den Niedergang der hochentwickelten minoischen Kultur auf Kreta eingeleitet hat. Einige Historiker sprechen davon, dass Santorin die berühmte Insel Atlantis gewesen sein soll.
Der Begriff Gymnasium kommt aus dem griechischen und ist vielen als „weiterführende Schule und mit Bildungsgang im gegliederten Schulsystem“ bekannt.
10. Was bezeichnet der ursprüngliche Begriff "Gymnasium" wirklich?
Im alten Griechenland bezeichnete das Wort "Gymnasium" einen Ort, der der körperlichen und geistigen Ertüchtigung der männlichen Jugend dienen sollte. Zu diesen Zeiten stand der körperliche Aspekt der Ertüchtigung im Vordergrund. Wie das Wort schon besagt (Gymnasium = gymnós „nackt“) wurde nackt trainiert, was auch noch beim Wort Gymnastik ( griech. "gymnázomai" = „mit nacktem Körper turnen“) zum Ausdruck kommt.
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