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Die richtige Antwort ist, daß Kung Fu bestenfalls ein allgemeiner Oberbegriff für viele Arten chinesischer Kampfkunstrichtungen ist. Sicher gibt es immer wieder Vertreter von bestimmten Systemen, die für sich in Anspruch nehmen, das "wahre" Kung-Fu zu vertreten, historische Belege hierfür gibt es jedoch keine.
Heutzutage gibt es sicher tausende Schulen und Stilrichtungen, die ihr System als „Kung Fu“ bezeichnen – die einzige Gemeinsamkeit dieser Systeme ist, daß sich sich in irgendeiner Form mit Kampfsport beschäftigen.
Man muß sich hierbei einfach vor Augen halten, daß China die vielfache Größe Europas aufweist. Im ganzen Land sind Kampfrichtungen entstanden, die sich regional sehr stark unterscheiden. Da das traditionelle Vermitteln dieser Künste bis in die Neuzeit hinein durch Familien oder Clans erfolgte, gab es nur wenige "einheitliche" Stile, die eine größere Ausbreitung fanden.
Allein im Bereich des Tai-Chi-Kung-Fu zählt man heute offiziell mehr als 500 Stilrichtungen - die inoffziellen noch gar nicht gerechnet. Die Spaltung von Stilen ist einfach erklärbar durch die Meisternachfolgen der ursprünglichen Richtung. Ein Meister einer Familie konnte durchaus mehrere "Meisterschüler" haben, die nach seinem Tod der ursprünglichen Stilrichtung ihre eigene Note aufgeprägt haben - teilweise über tausende Jahre hinweg.
Kein Wunder also, wenn ein Stil, der denselben Namen trägt, nach einigen Generationen als „ursprünglicher Stil“ gar nicht mehr erkennbar ist ...
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Taekwondo, (koreanisch tae: Fuß; kwon: Faust; do: Weg), koreanische Zweikampfsportart (ähnlich wie Karate), die sich zwischen 1945 und 1955 aus dem alten Trainingssystem der Kampfsportart Tae-kyon (oder subak), unbewaffneter Kampf, entwickelte und eine Verbindung aus Karate, Kempo und Tae-kyon darstellt. Beim Taekwondo werden Angriffs- und Verteidigungstechniken gewertet.
Um den Gegner nicht zu verletzen, werden die Angriffe vor dem Ziel abgestoppt. Wie bei anderen modernen Kampfsportarten wird eine Synthese von körperlicher und geistiger Übung angestrebt. Bewertet werden Schlag-, Stoß- und Tritttechniken. Man unterscheidet Trainingsmethoden (hyong), Wettkämpfe und Bruchtests mit Holzbrettern (kyok-pa). Es wird dieselbe Kampfkleidung verwendet wie bei Karate. Es gibt neun Meistergrade (Dan) und zehn Schülergrade (Kup). Man schätzt, dass heute weltweit etwa 22 Millionen Menschen aktiv Taekwondo betreiben.
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Beim Sumoringen gibt es keine Gewichtklassen. Diese Stilrichtung ist die traditionelle japanische Form des Ringens, eine der ältestesten japanischen Kampfsportarten. Die sogenannten Sumori sind Berufsringer. Sie sind ungewöhnlich groß und schwer und wiegen selten weniger als 130 Kilogramm, oft sind sie noch schwerer (sogar 200 Kilogramm und mehr). Ihre stämmige Figur erreichen sie nicht nur durch die gewaltige Nahrungsmenge, die sie zu sich nehmen (darunter einen eiweißreichen Eintopf, den man Chanko nabe nennt), sondern auch durch die Kunst des Haragei, einer Form des Körpertrainings. Durch das hohe Gewicht liegt der Körperschwerpunkt der Sumori tief, wodurch sie eine größere Standfestigkeit erhalten.
In Japan gibt es 28 Sumoschulen, die von ehemaligen Meistern geleitet werden. Die Lehrzeit der Ringer beginnt im Alter von 15 Jahren. Das Training ist hart und es herrscht strenge Disziplin. Jedes Jahr werden zahlreiche Wettkämpfe ausgetragen, darunter sechs Großturniere (Basho): drei in Tokyo, die anderen in Osaka, Nagoya und Fukuoka. Sie finden an 15 aufeinander folgenden Tagen statt, in denen die Ringer jedes Mal gegen neue Gegner antreten. Da es keine Gewichtsklassen gibt, kann es ein leichter Ringer auch mit einem Gegner zu tun bekommen, der doppelt so viel wiegt wie er selbst.
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Bruce Lee strebte zeit seines Lebens an, ein eigenes System zu entwickeln, welches er Jeet kune do nannte. Hierzu legte er einige Prinzipien an, die er auch an seine Schüler weitergab. Allerdings verwehrte er sich, dieses System öffentlich zu machen, da er selbst davon ausging, daß es noch nicht „perfekt“ war d. h. seinen eigenen Ansprüchen noch nicht genügte. Es war zu dieser Zeit noch ein „work in progress“, welches er zu vervollständigen suchte.
Erst nach seinem Tod veröffentlichte seine Frau seine Trainingsaufzeichungen – vermutlich aus finanziellen Erwägungen. Er selbst hatte deren Veröffentlichungen bis kurz vor seinem Tod nicht zugestimmt. Jeet kune do gibt es heute als eigenständiges System, welches von Lees Hauptschülern weiter vermittelt wird.
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Kendo (japanisch „Weg des Schwertes“), traditionelle japanische Kampfsportart, bei dem die Kämpfer ursprünglich mit einem Schwert (Ken) gegen den Gegner vorgingen. Kendo wurde während der Meiji-Periode (1868-1912) in Japan auch als Ken-Jutsu, Ken-No-Michi und Gekken bezeichnet. Heutzutage wird der Kampf mit einem Bambusschwert (Shinai) und Schutzkleidung ausgetragen.
Die erste Erwähnung des Schwertkampfes in Japan stammt aus dem Jahr 789 n. Chr., als Kumatichi (Schwertübungen) Bestandteil der Ausbildung von Söhnen aus Adelsfamilien war. Die Samurai perfektionierten diese Kampfkunst und richteten Kendo-Schulen für ihre Krieger ein. Das moderne Kendo geht zurück auf das Ryu-Ha-Kenjutsu, das intensive Studium des Schwertkampfes. Heute wird der Sport in Japan von über zwei Millionen Menschen ausgeübt, auch in den USA, Europa, Brasilien, Argentinien, Taiwan, Korea, den Philippinen und Australien ist Kendo verbreitet.
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1882 entwickelte Dr. Jigoro Kano aus dem Jiu-Jitsu das Judo („der sanfte Weg“). Jiu-Jitsu (auch Ju-Jutso, japanisch ju: sanft, jutsu: Kunst), ist eine von den Bushi („Ritter“) während der Kamakuraperiode (1185-1333) in Japan entwickelte Art der Selbstverteidigung, die sowohl Angriffs- als auch Verteidigungstechniken umfasst. Mehrere ostasiatische Kampfsportarten gehen letztlich auf Jiu-Jitsu zurück; die Tradition dieser Selbstverteidigungsart reicht bis ins alte China zurück. Sie wurde für unbewaffnete Krieger entwickelt, die sich gegen bewaffnete Feinde verteidigen mussten. Deshalb zielte diese Technik ursprünglich darauf ab, den Gegner kampfunfähig zu machen oder zu töten.
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Sowohl Judo als auch Aikido führen ihre Wurzeln auf das System des Jui Jitsu zurück. Tai Chi kann man zwar auch als „weiche Kunst des Kampfes“ bezeichnen, sie entwickelte sich jedoch völlig unabhängig davon in China. Historisch sind keine Belege bekannt, die aufzeigen, daß Tai Chi mit dem Jui Jutsu verwandt wäre.
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Die Glaubensrichtung mit den meisten Anhängern in Japan ist der Shintoismus, eine Religion, die auf Ahnenkult und Verehrung von Naturgottheiten basiert. Sie teilt sich in über 200 verschiedene Richtungen auf. Daneben ist in Japan auch der Buddhismus mit 207 Strömungen stark vertreten, von denen besonders die des Soka-gakkai zu erwähnen ist. Das Christentum – bestehend aus Protestanten, Katholiken und Griechisch-Orthodoxen – wird lediglich von vier Prozent der Bevölkerung ausgeübt.
Das Christentum hatte in Japan von Anfang an einen schweren Stand. Dies lag daran, daß die Figur des Christus (speziell dessen Tod am Kreuz) grundlegend mit den Ehrvorstellungen der damaligen Kriegerkaste der Samurai konfligierte. Im alten Japan galt der Tod am Kreuz als schlimmste Schande (Gesichtsverlust), die nur über die übelsten Verbrecher ausgesprochen wurde. Selbst ein einfacher Bauer hatte das Recht, bei seinem Tod seine Ehre wiederherzustellen. Das erklärt, warum in Japan das Christentum selbst bis in die Neuzeit kaum Fuß fassen konnte.
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Die höchste Gürtelfarbe dieser Reihe ist Blau. Die Reihenfolge wäre in absteigender Ordnung: Blau, Grün, Orange, Gelb.
Wert 3.9 |
Thema: 4.3 | Information: 3.4 | Verständlichkeit: 3.8 |
| Stimmen: 9 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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