Falls Sie mal in die Verlegenheit kommen, in eine Gesellschaft vom fachsimpelnden Kampfsportlern zu geraten, müssen Sie künftig nicht mehr verlegen das Weite suchen. Dieser humorvolle Test soll Ihnen helfen, alle schlagkräftigen Fachausdrücke und Zusammenhänge leicht zu verstehen. Außerdem gibt es für Interessierte und Liebhaber der asiatischen Kampfkünste hier einige Backgroundinfos, die sie interessieren dürften. Wenn Ihnen dieser Test gefällt, können Sie gerne auch den zweiten Teil testen.
1. Wie lautet die korrekte Übersetzung des japanischen Begriffs "Karate"?
Karate bedeutet übersetzt soviel wie: "Leere Hand". Als im 15. Jahrhundert auf der Insel Okinawa im südwestlichen Japan das Tragen von Waffen verboten wurde, wurde der waffenlosen Art der Selbstverteidigung ein besonderes Interesse entgegengebracht.
2. Wo und wann ist Karate geschichtlich entstanden?
Karate entstand ca. 500 vor Chr. in China. Erst im 15. Jahrhundert wurde diese Kampfkunst von den Japanern übernommen und weiterentwickelt. Der erste belegte Hinweis hierzu stammt aus der Provinz Okinawa.
3. Welche Gürtelfarbe ist im Karate der höhere Kiu-Grad?
Grün ist in dieser Reihenfolge der höhere Kiu-Grad. In der Karateausbildung gibt es verschiedene Leistungsgrade, die durch die Farbe des Gürtels angezeigt werden.
Man unterscheidet Dan- (Meister) und Kiu-Grade (Schüler). In aufsteigender Reihenfolge sind die Farben der Kiu-Grade weiß, gelb, orange, grün, rot und braun. Die Farbe der Dan-Grade ist schwarz. Die höchsten Stufen sind die Dan-Grade neun und zehn.
4. Wie hieß der Begründer des "modernen" Karate?
Gichin Funa-Koshi gilt als Begründer des modernen Karate.
5. Wie werden Abwehrtechniken im Karate genannt?
Das moderne Karate kennt für verschiedene Techniken eigene Bezeichnungen, welche die Aktionen klar unterscheiden.
Man unterscheidet zwischen Stoßtechniken (Zuki Waza), Schlagtechniken (Uchi Waza), Tritt-Techniken (Geri Waza) und Abwehrtechniken (Uke Waza).
6. Wie werden im Karate "Übungen ohne Gegner" (Form) genannt?
Die Form des Karate oder "Übungen ohne Gegner" werden Kata genannt.
Wakarimasu ka? Ist eigentlich eine Frage und bedeutet (jap. übersetzt:) - Habt Ihr/er (etc.) verstanden?
Ippon bezeichnet einen ganzen Punkt im Wettkampf.
Rondelo ist vollkommener Quatsch und entstammt der garstigen Fantasie des Verfassers, um die User zu verwirren.
7. Was bedeutet das Kürzel "WT" aus dem Kung Fu?
WT bezeichnet den Stil des Wing Tsun aus dem Kung Fu und wird von Keith Kernspecht/Leung Ting vertreten. WT hat sich in den letzten Jahren vor allem in Deutschland als sehr effektive und anwendungsbetonte Kampfkunst einen Namen gemacht.
8. Was bezeichnet der japanische Begriff "Ronin"?
Herrenlose Samurai wurden in Japan als Ronin betitelt. Sie galten als "Gesichtlose" (Krieger ohne Ehre), die sich häufig als Söldner, Wegelagerer oder Räuber verdingten.
9. Was waren Ninja-Krieger ursprünglich in Japan?
Ninjas arbeiteten im Verborgenen und übernahmen häufig Aufträge bezüglich Spionage, Mord oder als besonders gut getarnte Agenten. Sie galten unter den Samurai ebenfalls als Ronin und wurden von ihnen wegen ihrer "feigen Art zu töten" verachtet.
Der Ehrenkodex der Samurai verlangte eine offene Auseinandersetzung (Ritus), bei dem selbst einem todgeweihten Gegner die Ehre des eigenhändigen Seppukos (ritueller Selbstmord - auch Harakiri genannt - ein Ritus, mit dem ein Samurai seine Ehre behalten oder wiederherstellen konnte) gestattet werden mußte.
10. Was bedeutet der japanische Begriff "Samurai"?
Samurai (japanisch: „Dienender"), bewaffnetes Begleitpersonal des Adels, später Kriegerstand. Zu Beginn der Feudalzeit im 12. Jahrhundert stand die Bezeichnung für das bewaffnete Begleitpersonal eines Daimyo.
Im 14. Jahrhundert bekamen die Samurai Ländereien von ihren Daimyo. Von den Bauern auf diesen Ländereien trieben sie Steuern ein. Im 15. und 16. Jahrhundert bildeten die Samurai den Rückhalt für die Armeen der Schogunate.
Die Samurai hatten das Recht, zwei Schwerter zu tragen, besaßen eine eigene Gerichtsbarkeit und folgten einem Ehrenkodex (Bushido).