Asiatische Kampfkünste: Teil 1 - Was ist was?

10.09.2002
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Bewertung 3.5
Tony Sperber
www.philognosie.net
Falls Sie mal in die Verlegenheit kommen, in eine Gesellschaft vom fachsimpelnden Kampfsportlern zu geraten, müssen Sie künftig nicht mehr verlegen das Weite suchen. Dieser humorvolle Test soll Ihnen helfen, alle schlagkräftigen Fachausdrücke und Zusammenhänge leicht zu verstehen. Außerdem gibt es für Interessierte und Liebhaber der asiatischen Kampfkünste hier einige Backgroundinfos, die sie interessieren dürften. Wenn Ihnen dieser Test gefällt, können Sie gerne auch den zweiten Teil testen.
1. Wie lautet die korrekte Übersetzung des japanischen Begriffs "Karate"?
"Leere Hand"
"Donnerfuß"
"Der weiche Weg"
"Drachenpfad"

Karate bedeutet übersetzt soviel wie: "Leere Hand". Als im 15. Jahrhundert auf der Insel Okinawa im südwestlichen Japan das Tragen von Waffen verboten wurde, wurde der waffenlosen Art der Selbstverteidigung ein besonderes Interesse entgegengebracht.

2. Wo und wann ist Karate geschichtlich entstanden?
China ca. 500 vor Chr.
Korea im 13. Jahrhundert
Japan (Okinawa) im 12. Jahrhundert
Taiwan im 19. Jahrhundert

Karate entstand ca. 500 vor Chr. in China. Erst im 15. Jahrhundert wurde diese Kampfkunst von den Japanern übernommen und weiterentwickelt. Der erste belegte Hinweis hierzu stammt aus der Provinz Okinawa.

3. Welche Gürtelfarbe ist im Karate der höhere Kiu-Grad?
Grün
Gelb
Orange
Weiß

Grün ist in dieser Reihenfolge der höhere Kiu-Grad. In der Karateausbildung gibt es verschiedene Leistungsgrade, die durch die Farbe des Gürtels angezeigt werden.

Man unterscheidet Dan- (Meister) und Kiu-Grade (Schüler). In aufsteigender Reihenfolge sind die Farben der Kiu-Grade weiß, gelb, orange, grün, rot und braun. Die Farbe der Dan-Grade ist schwarz. Die höchsten Stufen sind die Dan-Grade neun und zehn.

4. Wie hieß der Begründer des "modernen" Karate?
Gichin Funa-Koshi
Toranaga noh Minowara
Nakajama
Kung Fu Tze

Gichin Funa-Koshi gilt als Begründer des modernen Karate.

5. Wie werden Abwehrtechniken im Karate genannt?
Uke Waza
Sake Wuke
Rak Peng Zaki
Sajonara Noke

Das moderne Karate kennt für verschiedene Techniken eigene Bezeichnungen, welche die Aktionen klar unterscheiden.

Man unterscheidet zwischen Stoßtechniken (Zuki Waza), Schlagtechniken (Uchi Waza), Tritt-Techniken (Geri Waza) und Abwehrtechniken (Uke Waza).

6. Wie werden im Karate "Übungen ohne Gegner" (Form) genannt?
Kata
Ippon
Wakarimasu ka
Rondelo

Die Form des Karate oder "Übungen ohne Gegner" werden Kata genannt.

Wakarimasu ka? Ist eigentlich eine Frage und bedeutet (jap. übersetzt:) - Habt Ihr/er (etc.) verstanden?

Ippon bezeichnet einen ganzen Punkt im Wettkampf.

Rondelo ist vollkommener Quatsch und entstammt der garstigen Fantasie des Verfassers, um die User zu verwirren.

7. Was bedeutet das Kürzel "WT" aus dem Kung Fu?
Wing Tsun
Weng Tam (übersetzt: "würgender Teufel")
Wu Tung (übersetzt: "Weg da du Trottel")
Wing Tsong

WT bezeichnet den Stil des Wing Tsun aus dem Kung Fu und wird von Keith Kernspecht/Leung Ting vertreten. WT hat sich in den letzten Jahren vor allem in Deutschland als sehr effektive und anwendungsbetonte Kampfkunst einen Namen gemacht.

8. Was bezeichnet der japanische Begriff "Ronin"?
Herrenlose Samurai
Einen hohen Grad aus dem Ninjutzu
Leibgarde des Shogun
Ehrentitel für besonders tapfere Samurai

Herrenlose Samurai wurden in Japan als Ronin betitelt. Sie galten als "Gesichtlose" (Krieger ohne Ehre), die sich häufig als Söldner, Wegelagerer oder Räuber verdingten.

9. Was waren Ninja-Krieger ursprünglich in Japan?
Auftragsmörder, Spione und Spezialagenten
Leibgarde des Shogun
Ein Clan der Samurai
Geschickte Theater- und Zirkusartisten

Ninjas arbeiteten im Verborgenen und übernahmen häufig Aufträge bezüglich Spionage, Mord oder als besonders gut getarnte Agenten. Sie galten unter den Samurai ebenfalls als Ronin und wurden von ihnen wegen ihrer "feigen Art zu töten" verachtet.

Der Ehrenkodex der Samurai verlangte eine offene Auseinandersetzung (Ritus), bei dem selbst einem todgeweihten Gegner die Ehre des eigenhändigen Seppukos (ritueller Selbstmord - auch Harakiri genannt - ein Ritus, mit dem ein Samurai seine Ehre behalten oder wiederherstellen konnte) gestattet werden mußte.

10. Was bedeutet der japanische Begriff "Samurai"?
"Dienender"
"Krieger"
"Stratege"
"Lehnsherr"

Samurai (japanisch: „Dienender"), bewaffnetes Begleitpersonal des Adels, später Kriegerstand. Zu Beginn der Feudalzeit im 12. Jahrhundert stand die Bezeichnung für das bewaffnete Begleitpersonal eines Daimyo.

Im 14. Jahrhundert bekamen die Samurai Ländereien von ihren Daimyo. Von den Bauern auf diesen Ländereien trieben sie Steuern ein. Im 15. und 16. Jahrhundert bildeten die Samurai den Rückhalt für die Armeen der Schogunate.

Die Samurai hatten das Recht, zwei Schwerter zu tragen, besaßen eine eigene Gerichtsbarkeit und folgten einem Ehrenkodex (Bushido).

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Interessant! Gerhard Höller 09.10.2002 13:12
  RE: Interessant! S. Sperber 09.10.2002 15:41