Memorie: Berühmte deutsche Schriftsteller
In diesem Memorie finden Sie berühmte deutsche Schriftsteller vom Mittelalter
bis in die Moderne. Die im Folgenden aufgeführten Kurzbiographien sind
chronologisch geordnet. Damit Sie mit diesem Memorie nicht nur ihr Kurzzeitgedächtnis
trainieren, empfehle ich Ihnen sich vorher auch die Schriftsteller anzusehen.
Sicher können Kurzbiographien kein umfassendes Bild dieser großen
Deutschen liefern - aber immerhin bieten sie einen ersten Überblick über
die deutsche Literaturgeschichte.
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Andreas Gryphius |
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Andreas Gryphius wurde am 2. Oktober 1616 in Glogau geboren. Er ist neben dem Roman-Autor Grimmelshausen der bekannteste Lyriker und Dramatiker des deutschen Barock. Als Sohn eines früh verstorbenen
protestantischen Geistlichen wuchs Gryphius während des Dreißigjährigen
Krieges im schlesischen Glogau auf. Trotz der Kriegswirren absolvierte
er das (evangelische) Gymnasium und konnte an der Universität Leiden ausgedehnte
juristische, medizinische und geographische Studien betreiben. Ab 1650
war Gryphius als Rechtsberater der Landstände in Glogau tätig. Werke:
Lissaer Sonnete (1637) Son- undt Feyrtags-Sonnete (1639) Leo Armenius,
oder Fürsten-Mord (1650) Großmütiger Rechts-Gelehrter, oder sterbender
Aemilius Paulus Papinianus (1659).
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Johann Jakob Christoffel
von Grimmelshausen |
| Grimmelshausen wurde um 1622 im hessischen Gelnhausen
geboren und stammte aus einfachen protestantischen Bürgerkreisen. Er besuchte
die Stadtschule in Gelnhausen, doch nach dem Kroatenüberfall im Jahre 1634
fiel er unter die Soldaten und wurde in den durch Europa tobenden Dreißigjährigen
Krieg gezogen. 1669 erschien, in der Form beeinflußt vom satirischen spanischen
Schelmenroman, "Der Abentheuerliche Simplicissimus Teutsch", der erste deutsche
Prosaroman von Weltrang. Grimmelshausen verarbeitete hier in urwüchsiger
Sprache und hintergründigem Humor gängige Schwankstoffe und eigene Erlebnisse
mit einer durchgängig religiösen Konzeption. |
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Gotthold Ephraim Lessing |
| Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz/Oberlausitz
geboren. Sein Vater war Pastor. Der junge Lessing besuchte zuerst die Stadtschule
in Kamenz, von 1741-1746 die Fürstenschule in Meißen. Er studierte danach
Medizin (1746-1748) und Theologie in Leipzig. Danach lebte er als freier
Schriftsteller in Berlin, wo er für mehrere Zeitungen schrieb. Er hatte
Verbindungen zu verschiedenen Theatergruppen und schrieb für diese seine ersten
Stücke. Dauernd in Geldnot nahm er in Breslau eine Stelle als Sekretär beim
General Tauentzien an (1760-1765). Sein wohl berühmtestes Werk ist
"Nathan der Weise". |
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Friedrich Gottlieb Klopstock |
| Klopstock wurde am 2. Juli 1724 in Quedlinburg
geboren. Mit 16 Jahren kam er auf die Fürstenschule in Schulpforta. 1745
begann er das Studium der Theologie in Jena und faßte dort auch den ersten
Plan zum Messias, den er zunächst in Prosa anlegte; im folgenden Jahr in
Leipzig arbeitete er das Werk in Hexameter um. Das Erscheinen der ersten
Teile dieses Werks erregte hohes Aufsehen. Hier schuf er auch die ersten
Oden. 1759-1762 lebte Klopstock in Quedlinburg, Braunschweig und Halberstadt,
reiste dann nach Kopenhagen, wo er bis 1771 blieb. Neben dem Messias schrieb
er Dramen, z.B. die Hermannsschlacht. |
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Johann Wolfgang von Goethe |
| Goethe, geboren am 28. August 1749 in Frankfurt am Main, ist der Hauptvertreter der Weimarer literarischen
Klassik und ein bedeutender Vertreter der Weltliteratur. Neben seinem umfangreichen
literarischen Schaffen in allen Genres, leistete er auch wichtige Beiträge
zum ästhetischen, kunsttheoretischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen
Denken seiner Zeit. Einige bekannte Werke: Götz von Berlichingen, Faust - eine Tragödie (1. Teil), Faust - zweiter Teil, Die Leiden des jungen Werter. |
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Friedrich von Schiller |
| Johann Christoph Friedrich Schiller wurde am
10. November 1759 in Marbach geboren. Die Familie Schiller lebte in Lorch, Friedrich
Schiller nimmt Elementarunterricht bei Pfarrer Moser. Seine Kindheit und
Jugend verbringt er in ärmlichen Verhältnissen. Auf Befehl des Herzogs Karl
Eugen 1773 tritt er in die Karlsschule ein und absolviert dort ein Medizinstudium.
Arrest und Schreibverbot bekam Schiller für die Aufführung der "Räuber"
in Mannheim. 1789 wurde er zum a.o. Prof. der Geschichte und Philosophie
in Jena ernannt. Einige bekannte Werke: Die Räuber, Kabale und Liebe, Maria
Stuart, Wilhelm Tell. |
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Friedrich Hölderlin |
| Johann Christian Friedrich Hölderlin wurde am 20.
März 1770 in Lauffen am Neckar geboren. 1788 beginnt Hölderlin sein Theologiestudium
im Tübinger Stift und lernt dort Hegel kennen. Hölderlin besuchte Vorlesungen
von Fichte, hatte Umgang mit Schiller und lernte Goethe kennen. 1794 erscheint
das Fragment von Hyperion in der "Thalia". Am 11. September 1806 wird Hölderlin,
dessen "Wahnsinn" laut Sinclair "eine sehr hohe Stufe" erreicht hat, gegen
seinen heftigen Widerstand ins Tübinger Autenriethsche Klinikum eingeliefert.
Einige bekannte Werke: Hyperion oder der Eremit in Griechenland, Ödipus,
Antigone. |
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Novalis (Friedrich
von Hardenberg) |
| Novalis wurde am 2. Mai 1772 auf dem Familiengut
in Oberwiederstedt geboren und starb am 25. März 1801 in Weißenfels. Er
hieß mit bürgerlichem Namen Georg Philipp Friedrich von Hardenberg,
war einer der bedeutendsten Dichter der Frühromantik. Novalis Schriften erschienen
zuerst 1802 (herausgegeben von Friedrich Schlegel und Ludwig Tieck); bei
dieser und den folgenden vier Ausgaben ist Tieck allein für die Vorreden
und in weitem Umfang auch für die Zusammenstellung, Auswahl und Bearbeitung
der Texte verantwortlich. Einige bekannte Werke: Hymnen an die Nacht, Die
Lehrlinge zu Sais, Heinrich von Ofterdingen. |
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Gebrüder Grimm |
| Jakob Ludwig Karl Grimm wurde am 4. Januar 1785 in Hanau
geboren, sein Bruder Wilhelm Karl Grimm am 24. Februar 1786 am gleichen Ort. Die
Kinder lebten die ersten Jahre ihrer Jugend in Steinau und sie besuchten
das Lyceum im Kassel. Seit 1829 bzw. 1839 waren sie Professoren in Kassel.
Aufgrund ihrer Teilnahme am Protest der "Göttinger Sieben" wurden sie des
Landes verwiesen. Seit etwa 1840 lebten beide in Berlin. Jakob Grimm starb
am 20.9.1863 in Berlin, sein Bruder am 16.12.1859 am gleichen Ort. Einige
bekannte Werke: Kinder und Hausmärchen, Deutsche Sagen, Die Deutsche Heldensage. |
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Heinrich Heine |
| Heine wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Sohn
des jüdischen Schnittwarenhändlers Samson Heine geboren. Die Jahre 1810-1814 verbrachte
er am Lyzeum in Düsseldorf. Mit Unterstützung seines vermögenden Onkels
absolvierte er ein Jurastudium in Bonn. 1820 kam er nach Göttingen und wurde
dort wegen eines Duellvergehens bestraft. 1835 wurden seine Schriften in
Deutschland verboten. Heine starb am 17.2.1856 in Paris. Einige bekannte
Werke: Buch der Lieder, Deutschland - Ein Wintermärchen, Florentinische
Nächte. |
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Heinrich von Kleist |
| Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren.
Er kam nach dem frühen Tod des Vaters 1788 in das Haus des Predigers S.
Cartel und besuchte das französische Gymnasium. Zwischen 1802 und 1803 lebte
er in Weimar bei Wieland, wo er auch Goethe und Schiller kennenlernte. Ohne
literarischen Erfolg, an menschlichen Bindungen zweifelnd und über die politische
Lage verzweifelt, nahm er sich gemeinsam mit der unheilbar kranken Henriette
Vogel am Wannsee das Leben. Kleist starb am 21.11.1811. Einige bekannte
Werke: Amphitryon, Penthesilea, Der zerbrochene Krug. |
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Annette von Droste-Hülshoff |
| Droste-Hülshoff wurde am 10. Januar 1797 auf Schloß
Hülshoff, einer Wasserburg bei Westfalen, geboren. Von Sprinckmann
in ihren literarischen Ambitionen bestärkt, versuchte sie sich in zahlreichen
literarischen Gattungen. Die Balladen und Gedichte über Westfalen gehören
zu den schönsten der deutschen Sprache. Einige bekannte Werke: Mondesaufgang,
Durchwachte Nacht, Die Judenbuche. |
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Theodor Fontane |
| Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren.
In London publizierte er Feuilletons, Theaterkritiken und verfaßte Reisebeschreibungen,
die reiches Material für spätere Romane liefern sollten. Angeregt
durch die schottische Literatur, hatte er zunächst Balladen und sentimentale
Romanzen geschrieben und wandte sich später verstärkt dem Romane schreiben
zu. Ein deutscher Literaturpreis wurde nach ihm benannt. Einige bekannte
Werke: Ein Sommer in London, Jenseits des Tweed, Männer und Helden. |
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August Heinrich Hoffmann
von Fallersleben |
| Hoffman wurde in Fallersleben (heute Wolfburg)
am 2. April 1798 geboren. Er war Bibliothekar in Breslau und wurde dort
auch später Professor für deutsche Sprache und Literatur. Hoffmann
von Fallersleben wurde aufgrund seiner nationalliberalen Gesinnung, die er in
seinen ironisch Unpolitische Lieder (1840/41) betitelten Gedichten zum Ausdruck
brachte, seines Amtes enthoben und des Landes verwiesen. Bei seinen germanistischen
Forschungen, die auch der alt- und mittelniederländischen Literatur galten,
stieß Hoffmann auf Fragmente der Evangelien Otfrieds von Weissenburg und
das Ludwigslied. Einige bekannte Werke: Unpolitische Lieder, Das Lied der
Deutschen, Vaterlandslieder. |
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