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>> Die Farbe eines Körpers wird von den Elektronenhüllen
>> seiner Atome bestimmt, welche Frequenzen diese absorbieren
>> und reflektieren.
>
> Hier wollte ich zwar nicht so sehr in die Details gehen -
> aber ich kann Ihr Bestreben verstehen, den Auswertungstext
> präzieser zu formulieren. Ich werde Ihren
> Änderungsvorschlag auch in diesem Fall übernehmen - und den
> Text entsprechen korrigieren.
Bei näherem Nachdenken ist es sehr schwierig, für diese Frage passende Multiple-Choice-Antworten zu finden, die zwar nahe an der Wahrheit, aber doch eindeutig falsch sind. Hier müsste man schon sehr esoterische Antworten zaubern ("weil das Phlogiston der Materie das Licht in andere Farben umwandelt"), um eindeutig falsche Antworten produzieren zu können. Es ist nunmal so, Farbe kommt dadurch zustande daß aus dem weißen Licht bestimmte Frequenzen entfernt werden. Die Mechanismen dahinter sind aber so vielfältig, daß es kaum Mechanismen gibt, die nicht daran beteiligt sind. Photonen können Phononen (also Gitterschwingungen) anregen, Photonen wechselwirken mit den Elektronen der Atomhüllen, lediglich die Atomkernen tragen nicht zur sichtbaren Farbe bei.
Wie wäre es mit einer einfacheren Frage wie "Warum ist der Himmel blau?" :o)
>> Und physikalische Gesetze (und damit Formeln) sind sehr
>> wohl universell gültig, nur gewisse aus dem alltäglichen
>> Gebrauch stammenden "Naturkonstanten" und Faustregeln sind
>> eben keine Konstanten bzw. Gesetze.
>
> 1. Diesen Punkt kann ich leider nicht nachvollziehen.
> Physikalische Gesetze haben einen bestimmten
> Geltungsbereich, innerhalb dessen sie Vorhersagen mehr oder
> minder genau zulassen. Es gibt also Einflüsse, die in der
> jeweiligen Formel nicht berücksichtig werden, deren
> Ergebnis aber beeinflussen können. Hebelgesetze sind auf
> bestimmte Phänomene anwendbar - von der Nanotechnik ist
> z.B. bekannt, daß ab einer bestimmten Mirkronisierung
> andere Kräfte (Kapilarwirkung) mit ins spiel kommen, welche
> nicht mehr durch die Newtonsche Mechanik abbildbar sind.
Was Sie meinen ist wahrscheinlich, daß z.B. die Gesetze der klassischen Mechanik nicht für sehr kleine Teilchen (Quanten) gelten. Hier ist aber folgendes interessante Phänomen zu beobachten: beginnt man die teilweise sehr komplexen (oder noch gar nicht gefundenen) Gesetze der Quantenmechanik für viele Teilchen anzuwenden, so vereinfachen sich die Gleichungen und man erhält letztlich wieder die Gesetze der klassischen Mechanik. Die klassische Welt um uns herum gehorcht also Gesetzen, die Spezialfälle, die Nähreungen von wesentlich komplizierteren Gesetzen sind, man findet einen hierarchischen Aufbau.
> 2. In der Astromonie wird häufiger darüber diskutiert, ob
> die Naturgesetze - wie wir sie kennen - tatsächlich auf das
> gesamte Universum anwendbar sind. Gerade hier werden immer
> wieder Phänomene in anderen Teilen unserer Galaxis
> entdeckt, die unsere Auffassung von der Allgemeingültigkeit
> der Naturgesetze widersprechen. In anderen Worten - diese
> Phänomene lassen sich nicht mit den Naturgesetzen - wie wir
> sie kennen - in Einklang bringen. Somit liegt die Hypothese
> nahe, daß wir in einem Teil des Universums leben, daß
> bestimmte Naturgesetze retendiert hat. Sie treffen somit
> nur auf einen Teil des bekannten Universums zu - sind aber
> nicht verallgemeinerbar.
Das stimmt schon, nur sind diese Überlegungen sehr theoretischer Natur, bisher gibt es keine (mir bekannten) Beobachtungen in der Astronomie (und ich verfolge diesen Bereich sehr genau), die den Naturgesetzen, wie sie hier lokal bei uns gelten, widersprechen. Es ist allerdings nicht auszuschließen, daß in weit entfernten Teilen des Universums gewisse _Naturkonstanten_ andere Werte annehmen. Die Formeln hingegen, in denen diese Naturkonstanten stehen, die sind für unser Universum festgelegt, hier müsste man in ein Parallel-Universum gehen, um radikal andere Gesetzmäßigkeiten zu beobachten.
Sie sehen, die Frage ist zu komplex, um sie mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten, beide Antwortmöglichkeiten haben eine gewisse Berechtigung... :o)
MfG,
Roland Giersig
Autor: Roland Giersig
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