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> es stört mich in keiner Weise, wenn Google meine Daten zu
> Werbezwecken vermarktet. ...
ich finde sehr schade, das Leute so gleichgültig sind.
Das Problem sind meiner Meinung nach nicht die "Einzelnen Daten" des einzelnen Benutzers. Erst die Gesamtheit der Daten aller Nutzer in der Hand eines Einzelnen (Unternehmens) wiederspricht ganz grundsätzlich dem Begriff "Informationsgesellschaft". Es ist ja keine Gesellschaft, sondern eher ein Informationsmonopol. Viele kleine Schalter legen sich im Gehirn um, wenn man vor sich hinsagt "Ich lebe in einem Informationsmonopol", anstelle "Ich lebe in einer Informationsgesellschaft".
Ähnliches findet sich auch im "Neusprech" -> "Soziales Netzwerk" wieder. Es ist im Fall vom Marktführer Facebook keinesfalls "sozial" .. und auch kein "Netzwerk", sondern eine Datenbank eines "Einzelnen Unternehmens" das auf die Auswertung ganzer BenutzerGRUPPEN gewinnoptimiert ausgebaut wurde. Hier interessiert nicht der "Einzelne Nutzer", es geht vielmehr darum ganze Gruppen Werberelevant auszuwerten.
Nun, ich finde man sollte sich schon fragen was die Zukunft bringen kann, wenn wir unsere deutschen Datenschutzrechte als einzelne Benutzer untergraben und regelrechten Datenexport (in die USA) betreiben.
Es gab mal den Spruch: "Von der Industrie- zur Informationsgesellschaft". Scheinbar sind wir nun schon im InformationsImperialismus angekommen... Der Spruch wurde nicht angepasst. Statt dessen wurden (neben o.g. Neusprech) Begriffe wie Web2.0 kreiert. Das hört sich weniger schlimm an im Beutefeldzug nach der Handelsware Nr.1 der "Informatiosgesellschaft" .. Beutegut "Information" - könnte man auch sagen.
Vielleicht werden ja Initiativen wie DIASPORA* (joindiaspora.com) zum Nachdenken anregen, bergüßen würde ich das sehr. Es würde dem Wort INTERNET wieder gerecht werden. Ansonsten hätte ich Angst das sich neben dem Verb "googeln" bald "Ich geh ins Facebook" anstelle "Ich geh ins Internet" im allg. Wortgebrauch etablieren.
Autor: Angela Kühn
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