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Hi Inifal!
Als alter Römerfan, wollte ich hier nich ein paar Anmerkungen zu deinem Test machen:
1. Wann wurde Rom Republik?
Ich kenne zwar nicht das genaue Datum - aber es muß ca. 200 v.Chr gewesen sein. Auf jeden Fall bestand die römische Republik bereits vor Sula (dem ersten römischen, gewählten Diktatoren). Dieser regierte ca. ab 40 v.Chr. und war der Vorgänger von Gaius Julius Caesar. Caesar wurde von ehemaligen Republikanern ermordet, die in dem Diktator Ceasar eine Gefahr für die Republik sahen. Caesar hatte sich im Gegensatz zu Sula ja selbst (ohne Wahl des Volkes oder Senats - wenn auch mit dessen erzwungener Zustimmung) zum Diktatoren gekrönt. Deshalb bezeichnen auch manche Historiker die Amtzeit Caesars als Wendepunkt der römischen Republik zum Kaisertum.
2. Wer war der erste römische Kaiser?
Richtig ist sicher, das Octavian oder Augustus regierte, als wäre er Diktator oder Kaiser von Rom. Allerdings betrachtete sich Augustus lediglich als Senatsmitglied bzw. als "erster Bürger Roms" und lehnte offizielle Kaiserwürden strikt ab. Dies wohl auch aus der Erfahrung heraus, daß sein Adoptivvater Julius Caesar, genau aus diesem Grund von den Republikanern ermordet wurde. Offiziell vertrat Augustus immer den Standpunkt selbst "Republikaner" zu sein.
Der erste offizielle Kaiser war erst sein Nachfolger Tiberius (ein Neffe Augustus) der von einem vollkommen desolaten Senat mit der Regierung Roms beauftragt wurde. Dieser führte sich dem römischen Volk selbst als Augustus oder Ceasar ein - wobei der Begriff des Caesaren später zum Ausdruck Caiser oder Kaiser mutierte. Dies geschah jedoch erst später in der Geschichte.
Wer war Julius Ceasar?
Sicher hatte Caesar seine Biographie über die gallischen Kriege geschrieben und war als genialer Feldherr, geistreicher Gesprächspartner und Hurenbock allseits bekannt und beliebt. Seine herausragendste leistung bestand aber IMO in der Eroberung Galliens, da die Römer dadurch sich von den vorher immer wiederkehrenden Einfällen der Germanen absichern konnten. Dies war zu dieser zeit eine ständige Angst im römischen Volk, da gerade die Germanen immer wieder über Völkerwanderungen nach Norditalien einfielen. Erst durch Caesars Sicherung der nördlichen Grenze hatten die Römer erstmals einen wichtigen Vorposten im Norden des Reiches.
Wer mich nach dem bedeutensten Philosophen fragen würde, dem würde ich wohl Cicero nennen. Sicher kann man darüber streiten - aber Cicero ist derjenige Philosoph, der in den Biographien immer wieder als "der römische Philosoph" auftaucht. Und wenn nicht das, dann zumindest als einer der größten Rhethoriker der römischen Geschichte. Seine Reden waren berühmt und galten als höchster Standard der Redekunst.
Dies hier soll weniger als Kritik - eher mehr als Ergänzung zu deinem Test verstanden werden. Ich persönlich freue mich als alter Römerfan natürlich, hier auch mal einen Test über Römer zu finden.
Mach weiter so - den Rest des Tests fand ich super!
Liebe Grüße von
Sperber
P.S. Diese Anmerkung habe ich auch ins Forum gestellt - also nicht darüber wundern, wenn du sie doppelt kriegst! ;-))
Autor: T. Kühn
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