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Wenn man einen Weg beschreiben will, sollte man ihn gegangen sein. Von außen betrachtet ähnelt der schamanistische "Weg zum Wissenden" sicherlich einigen Wegen, welche beispielsweise Philosophen zu gehen pflegen, vor allem, wenn man ihn in Abschnitte unterteilt.
Abschnitt 1) Die Furcht kann genau so gut dazu führen, dass man herumhektikt, wo man Ruhe bewahren sollte. Das kommt hier leider viel zu kurz, da dies auf dem Weg zur "Klarheit des Geistes" effektiv sehr viel häufiger im Weg steht, als lähmende Angst. "Handeln Sie" kann als eine nicht zielführende Aufforderung zu blindem Aktionismus ausgelegt werden und ist auf dem Weg des Schamanen ein tödlich gefährlicher Rat.
Abschnitt 2) Clarity of mind mit (Schein-)Wissen gleichzusetzen ist nach meinen subjektiven Erfahrungen ziemlich daneben. Geist erkennt man daran, dass er sich selbst anzweifelt und ein Mensch ohne Geist kann den Weg des Schamanen nicht beschreiten. Leute, welche sich auf diesen Weg begeben, zweifeln ihr Wissen meist schon an, bevor sie sich für diesen Weg entscheiden und sich der Furcht stellen. Die hier angebotene Lösung ist ein Witz, sogar ein schlechter. Ich habe leider nicht geschafft, diesen Abschnitt zu bewältigen, kann aber sagen, dass es bei der Lösung viel mehr um einen Abgleich zwischen der eigenen Intuition und dem (sich in ständigem Fluss befindlichen) Wissen geht.
Außerdem möchte ich anmerken, dass Mr. Castaneda Schriftsteller war (kein echter Schamane verreckt an Leberkrebs). Er hat in seinem Werk (vor allem in der Reise nach Ixtlan) auf großartige Weise zusammengetragen, um was es beim Schamanismus eigentlich geht. Leute, welche vom Geschichten erzählen leben, wandeln diese seit je her gerne so ab, als ob sie selbst dabei gewesen wären. Das war schon immer so, daher kann man ihm diesen Kunstgriff eigentlich auch nicht vorhalten, zumal er bitter genug dafür gezahlt hat.
Autor: Hrolf L.
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