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 RE: Träume erinnern  Datum: 07.01.2004 13:01

Sehr geehrter Herr Roth,

ich stelle Ihnen noch ein paar Fragen, bevor ich Ihnen meinen - erst mal allgemeinen Rat - schreibe.

In welchem Kapitel des Kurses befinden Sie sich? Haben Sie alle Lektionen schon gelesen?

> Habe diesen Traumkurs seit 6.12.03 belegt und übe täglich
> und trotzdem habe ich sehr große Schwierigkeiten beim
> Träume erinnern. An manchen Tagen kann ich einen langen
> Traum erinnern, so z. B. als ich meinen Traumfreund
> kennenlernte, dann erinnere ich mich fragmentarisch an vier
> Träume, dann aber auch an keinen.

Sie üben seit ca. 4 Wochen - an wie vielen Tagen erinnern Sie sich - an wie vielen Tagen nicht? Überwiegt das 'Erinnern'?

> Tägliche Affirmationen und ein Traumtagebuch verwende ich bereits.

Welche Affirmationen verwenden Sie vor dem Schlafen gehen? Wie verwenden Sie Ihr Traumtagebuch?

> Ist das normal oder kann
> mir jemand einen Rat zum besseren Erinnern geben.

Allgemein ist es normal, daß die Traumerinnerung anfänglich stark schwankt. Daß Sie sich manchmal an keinen Traum erinnern und dann wieder Träume erinnern ist üblich. Die Erinnerung an 4 fragmentarische Träume zeigt an, daß sich Ihr Traumerleben deutlich ausbildet. Gratulation!
Durststrecken sind normal - in solchen Phasen gilt es: dran bleiben!

Manchmal muß man zwischen verschiedenen Techniken variieren. Es kann durchaus 6 Wochen - 2 Monate dauern, bis man die Technik findet, die einem selbst liegt und die Erinnerung steigert. Prinzipiell ist wichtig es täglich zu machen - das machen Sie bereits.

Im Kapitel Traumerinnerung (5. Träume erinnern) sind mehrere Methoden angegeben - welche haben Sie probiert?
Nicht jede Methode funktioniert bei allen Menschen gleich. Experimentieren Sie mit den Methoden.

In der Lektion "10.1. Träum ich oder wach ich?" ist eine Methode beschrieben, die nicht nur für luzide Träume brauchbar ist, sondern auch die Traumerinnerung steigert und meist gute Ergebnisse bringt.

In der Lektion "5.3. Nach dem Aufwachen" ist die Übung "Übung: Schlafunterbrechung ..." beschrieben. Diese Übung funktioniert eigentlich immer. Es lohnt sich diese zu einem geeigneten Zeitpunkt mal auszuprobieren.

Wichtig ist auch die Phase des Aufwachens. Achten Sie darauf, Ihre Träume sofort aufzuschreiben. Beim Versuch sich an die Träume zu erinnern ist schon so mancher wieder eingeschlafen und hat dann nichts aufgeschrieben und nichts erinnert.

Träume reagieren stark auf Wünsche, auf die eigene emotionale Beteiligung. Die Methoden sind nur Hilfsmittel. Affirmationen sind beharrliche Wiederholungen, die auch abstumpfen können. Wichtig ist der innere Drang, Träume erinnern zu wollen - Lust drauf haben, Träume zu erinnern. Letztendlich ist es egal, wie Sie diesen Drang erzeugen.
Was interessiert Sie besonders an Träumen? Haben Sie den Wunsch Ihren Traumfreund wieder zu treffen?

Vielleicht hilft Ihnen auch diese Metapher:
Träume sind wie kleine Elfen, sie verlangen viel Aufmerksamkeit. Denkt man nicht mehr an sie, verschwinden sie, schenkt man ihnen wieder Aufmerksamkeit, kommen sie wieder.

Mit schönen Grüßen
Petra Sütterlin

Autor: Petra Sütterlin




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