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Alles,
was wir tun und denken, ist eingefärbt durch unsere Stimmung, in der wir uns
gerade befinden. Am deutlichsten bemerken wir dies, wenn wir verliebt sind -
dann ist die Welt "rosarot" - oder wenn wir melancholisch sind - dann
ist die Welt "grau". Die Stimmung, in der Sie lernen und die Einstellung,
mit der Sie lernen, beeinflußt Ihren Lernerfolg. Damit Sie möglichst viel in
diesem Kurs lernen, ist es wichtig, daß Ihnen bewußt wird, welche Einstellung
Sie gegenüber dem Thema Lernen haben und in welcher Stimmung Sie sich jeweils
befinden.
Manchen Menschen fällt das Lernen schwer, sie müssen sich anstrengen, haben nicht den gewünschten Erfolg oder langweilen sich schon bei der Vorstellung lernen zu müssen. Anderen macht das Lernen Spaß, sie erweitern ihren Horizont, lernen konzentriert und aufmerksam und genießen ihren Erfolg. Die Beispiele beschreiben Extreme zwischen denen es eine Fülle von Variationen gibt.
Durch folgende Einstimmung, können Sie Ihrer Einstellung zum Lernen auf die Spur kommen: Lehnen Sie sich zurück und schließen Sie die Augen. Wandern Sie mit Ihren Gedanken in die Vergangenheit. Vergegenwärtigen Sie sich konkrete Situationen, in denen das Lernen für Sie wichtig war. Erinnern Sie sich auch an Prüfungen, Seminare, Kurse, an alles, was Sie mit Lernen verbinden.
Horchen Sie in sich hinein und beobachten Sie dabei Ihre Stimmungen. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie an das Thema Lernen denken? Freudig, eifrig, gestreßt, gelangweilt? Versuchen Sie möglichst viel von Ihren Gedanken und Gefühlen mitzubekommen. Machen Sie diese Übung 5-10 Minuten lang - öffnen Sie anschließend die Augen und notieren Sie Ihre Gedanken im folgenden Eingabefeld.
(Anmerkung des Autors: Wenn Sie am Ende der Lektion auf den Button "Speichern" klicken, werden Ihre Eingaben unter Ihrem Usernamen gespeichert. So können Sie auch später auf Ihre Notizen zugreifen!)
Eingabefeld:
Niemand
lernt immer gleich gut. Manchmal hat man einen schlechten Tag und kann sich
kaum auf etwas konzentrieren. In Prüfungssituationen hat mancher Angst sich
nicht an alles zu erinnern. Es mag Themen geben, bei denen Sie sich fragen,
wozu Sie dies lernen sollen. Lernen kann ermüdend oder langweilig sein, wenn
man sich nicht für das Thema interessiert. Man ist nur halb bei der Sache und
froh, wenn man den ganzen Aufwand hinter sich hat.
Wenn Sie solche Situationen kennen, haben Sie die Möglichkeit Ihre Lernschwierigkeiten zu erkennen. Wer ein Problem meistern will, muß das Problem zuerst konkret formulieren. Wer seine Probleme nicht kennt, kann auch keine passende Lösung finden.
Viele Menschen machen den Fehler ihr "Lernproblem" zu verallgemeinern. Sie denken, daß sie zu dumm oder zu faul sind oder daß Lernen an sich keinen Spaß macht. Wer sich genauer fragt, was ihm schwer fällt, mag zu der Erkenntnis kommen, daß er an manchen Tagen unkonzentriert ist, Zusammenhänge schlecht erinnert, von Ängsten gelämt wird oder ähnliches. Wenn Sie Ihr Problem konkret beschreiben können, haben Sie schon halb gewonnen - denn für jedes konkrete Problem, gibt es auch eine Lösung! Unlösbar sind nur Verallgemeinerungen, die das eigentliche Problem vernebeln.
Schließen Sie nochmals Ihre Augen und vergegenwärtigen Sie sich Situationen, in denen Ihnen das Lernen schwer fiel. Überlegen Sie, worin genau das Problem bestand. Führen Sie ein Zwiegespräch mit sich selbst und fragen sich, was genau an dieser bestimmten Lernsituation so schwierig war. Fragen Sie genauer nach - verlangen Sie konkrete Antworten und keine allgemeinen Formulierungen.
Wenn Sie Ihr Zwiegespräch beendet haben, öffnen Sie wieder die Augen und schreiben Sie Ihre Erkenntnisse in das untere Eingabefeld. Seien Sie ehrlich - je genauer Sie Ihr Problem erkannt haben und benennen können, desto näher sind Sie an der Lösung.
Eingabefeld:
Vergegenwärtigen
Sie sich jetzt, daß Lernen auch Spaß machen kann. Wenn Sie beispielsweise Computer-Strategie-Spiele
lieben, müssen Sie eine Menge intelligenter Entscheidungen treffen, um gegen
den Computer zu gewinnen. Gibt es ein bestimmtes Thema, das Sie brennend interessiert?
Gibt es bestimmte Rahmenbedingungen, beispielsweise praktische Versuche im Physikuntericht,
die Ihre Neugier wecken? Freuen Sie sich über Ihren Erfolg und die Anerkennung,
wenn Sie ein gute Note geschrieben haben? Macht es Ihnen Spaß mit anderen im
Wettstreit zu stehen, vielleicht bei einem Kartenspiel? Gab es schon einmal
ein Thema, daß Sie so interessiert hat, daß Sie alles um sich herum vergessen
haben? Gibt es bestimmte Lehrer bei denen Ihnen das Lernen besonders viel Spaß
macht?
Fragen Sie sich dann wieder im Zwiegespräch, was genau Ihnen an dieser Situation so viel Freude bereitet hat. Geben Sie sich nicht mit dem erstbesten Gedanken zufrieden, sondern fragen Sie genauer nach. Je besser Sie selbst verstehen, was Ihnen in diesen Lernsituationen Spaß gemacht hat, desto besser verstehen Sie die Quelle Ihrer stärksten Motivation. Versuchen Sie Ihre Stärken herauszufinden, denn sie werden die mächtigsten Werkzeuge für Ihren Erfolg sein.
Nachdem Sie das Zwiegespräch beendet haben, öffnen Sie wieder die Augen. Notieren Sie in das untere Eingabefeld Ihre Erkenntnisse. Je genauer Sie diese Situationen beschreiben können, desto mehr erfahren Sie über Ihre Stärken.
Eingabefeld:
(Anmerkung des Autors: Wenn Sie am Ende der Lektion auf den Button "Speichern + Fertig bearbeitet" klicken, werden Ihre Eingaben im Eingabefeld unter Ihrem Usernamen gespeichert. So können Sie auch später auf Ihre Notizen zugreifen!)
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Thema: 4.5 | Information: 4.4 | Verständlichkeit: 4.5 |
| Stimmen: 12 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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