Dehnungsübungen: Streching - Trainingsreihe 1

18.08.2004
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Tony Kühn
www.philognosie.net

Ein paar Worte vorab...

Einige der folgenden Übungen sind nicht trivial, d.h. setzen eine bereits vorhandene Grunddehnung voraus. Dies gilt vor allem für die Übungen "Drehsitz" und "Dreieckssitz". Falls Sie noch nicht so gut gedehnt sind, können Sie die Übungen selbst nach eigenem Empfinden abwandeln. Wichtiges Grundprinzip hierbei ist, daß die Dehnung nicht durch puren Kraftaufwendung, sondern durch Weichheit erfolgen sollte. Mit Weichheit meine ich, daß man versucht den Muskeltonus aus den zu dehnenden Bereichen des Körpers herauszunehmen - sprich - man versucht sich durch Ent-spannung zu dehnen.

Als Tip will ich Ihnen zusätzlich mitgeben, bei allen Übungen zur Lockerung in den Bauch zu atmen. Die Bauchatmung ist eine natürliche Atemtechnik, die wir bereits als Säuglinge beherrschen, aber leider im Laufe unserer Entwicklung verlernen. Durch Streß, falsche Körperhaltung und körperliche Verspannungen entwickelt sich diese Atemform gewöhnlich zurück - man atmet flacher, spannt den Bauch an, bzw. bewegt eher die Brust als den Bauch beim atmen. Die Bauchatmung ist für den Körper ein natürliches Signal sich zu lockern - wenn Sie sich selbst beobachten, werden Sie feststellen, daß Sie nur in den Bauch atmen, wenn Sie sich wohl fühlen. Testen Sie es einfach aus - die Wirkung wird für sich sprechen.

Wie atme ich in den Bauch?

Dies ist ganz einfach - atmen Sie mit der Nase soweit ein, daß sich die Bauchdecke leicht nach außen wölbt. Sobald Sie voll eingeatmet haben, lassen Sie die Luft durch den Mund wieder heraus - die Bauchdecke sollte sich dann leicht einziehen. Ein außenstehender Beobachter könnte bei einer so ausgeführten Bauchatmung erkennen, wie der Bauch sich in einem sanften Rhythmus stetig hebt und senkt. Wichtig ist dabei die Luft in keiner Phase der Atmung anzuhalten. Mein Meister verwendete für den Rhythmus der Atmung einmal das Bild - "Stelle dir einen ruhigen Strom (Fluß) vor, der zum Meer fließt." Eine andere Vorstellung ist, sich eine ruhige, wogende Welle im Meer vorzustellen, die kontinuierlich wächst und wieder in sich zusammenfällt.




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