Blick ins Buch: Meditation entdecken

04.10.2011
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Bewertung 4.6
Tony Kühn
www.philognosie.net

Einstiegsmeditationen

Einstiegsmeditation Nach all den Grundlagen gehen wir in die Praxis. Wir können von weisen und erfahrenen Menschen viel über Meditation lesen, aber wir müssen unsere eigene Erfahrungen machen und aus ihnen lernen.

In diesem Kapitel werden leicht zu erlernende und wirkungsvolle Meditationen vorgestellt, die Mantram-Meditation, die Atemmeditation und die Kurzmeditation. Jede dieser Meditationen ist für Anfänger sehr gut geeignet.

Bei der Mantram-Meditation wird ein auditives (hören) Meditationsobjekt verwendet, während bei der Atemmeditation ein kinästhetisches (spüren/empfinden) Meditationsobjekt gewählt wird. Auf visuelle Meditationen wird in diesem Buch verzichtet, denn sie sind sehr anspruchsvoll und erst für fortgeschrittene Meditierende geeignet. Zu groß ist das Risiko für Menschen, die kaum oder wenig Erfahrungen mit Meditationen haben, dass sie sich beispielsweise die Augen verspannen.

Mantram-Meditationen

Was ist ein Mantram?

Ein Mantram ist ein Wort oder ein kurzer Satz, der in einer Art „Endlosschleife“ während der Meditation internal (als Gedanke) oder external (laut gesprochen) wiederholt wird.
Die weiter unten vorgestellten Mantren eignen sich gut für Meditationen, da sie sehr kurz und bedeutungslos sind. Ein Wort mit Bedeutung (z. B. „Menschen“) kann wieder zu Störungen führen, indem man über das Wort inhaltlich nachdenkt.

Dennoch, wenn Sie schon ein Mantram haben, das Sie mögen und das eine Bedeutung hat, können Sie es verwenden. Ein bedeutungsloses Mantram zu wählen, ist keine Bedingung, sondern eher eine Hilfe.
Wenn Sie noch kein Mantram haben, können Sie sich aus folgender Aufzählung ein Mantram aussuchen. Die Zusammenstellung der folgenden Mantren stammt aus traditionellen Meditationen verschiedener Kulturen:

Om - Aum - So-Ham - Om mani padme hum - Ham - Yam - Ram -Vam - Lam - Gum - Krim - Shrim - Aim

Falls Sie zusammen mit Freunden eine laut gesprochene Meditation machen, eignen sich die Mantren: Om oder Aum.

Mantren mit weichen Vokalen und Konsonanten wie „Hum“, „Om“ oder „Aum“ wirken eher beruhigend, während Mantren mit spitzen Lauten wie „Krim“ oder „Shrim“ eher anregend wirken. Wenn Sie wollen, können Sie das bei Ihrer Wahl mitberücksichtigen.

Wichtig bei der Wahl des Mantrams ist Ihr persönlicher Bezug. Falls Sie einer Religion angehören, können Sie z. B. aus den heiligen Schriften ein Mantram wählen oder orakeln. Prinzipiell eignen sich auch Sätze oder kurze Verse für eine Mantram-Meditation.

Wenn Ihnen ein Mantram zusagt, zu dem Sie aber noch keinen persönlichen Bezug haben, macht das gar nichts. Denn Sie werden bei fortschreitender Übung und den damit verbundenen Erfolgen einen persönlichen Bezug zum Mantram entwickeln.

Halten Sie Ihr Mantram geheim, wie einen inneren Schatz, den Sie nicht jedem Menschen offenbaren – auch das stärkt Ihren Bezug. Wenn Sie einen Meditationsberater haben, können Sie ihm Ihr Mantram natürlich mitteilen. Es geht eher darum, mit dem Mantram nicht hausieren zu gehen.

Nachdem Sie ein Mantram gewählt haben, ist es deshalb wichtig, mindestens ein halbes Jahr dabei zu bleiben. Es soll Ihnen vertraut werden, ein Teil von Ihnen selbst werden. Das ist bei einem zu häufigen Wechsel nicht möglich. Sammeln Sie mit Ihrem Mantram Erfahrungen. Vielleicht wird es Ihnen im Lauf der Zeit fast so vorkommen, als wenn es Sie leitet und Ihnen den „richtigen“ Weg aufzeigt.

Dies ist eine Vorschau zum Buch: Meditation entdecken: Einführung in die Grundlagen der Meditationspraxis. Die Anzahl der angezeigten Seiten ist begrenzt.




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Meditation entdecken
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Meditation entdecken: Einführung in die Grundlagen der Meditationspraxis.
Auch als ebook erhältlich.

"Meditation entdecken" ist ein Grundlagenwerk zum Thema Meditation, in dem alle wichtigen Hintergründe und Techniken für Anfänger leicht verständlich beschrieben sind. Im Praxisteil sind Anleitungen für diverse Meditationsformen, sowie dazu passende Übungen und Tipps beschrieben. Damit hat man alle wichtigen Instrumente zur Verfügung, um verschiedene Meditationen selbst zu erlernen oder bereits erworbene Kenntnisse gezielt zu verbessern.

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