Da bestimmte Umweltbedingungen eine hohe Komplexitätsverarbeitung fördern, während andere sie behindern, lohnt es sich, diese Merkmale genauer unter die Lupe zu nehmen. Der wichtigste Faktor der Umwelt ist - wie schon erläutert - die Komplexität der Informationen, die sie zur Verfügung stellt. Hierbei sind Menge, Vielfalt und Grad der Neuheit bzw. Veränderlichkeit der Informationen maßgebend.
Die Umweltkomplexität kann in Lehr- und Ausbildungssituationen reguliert werden durch:
Aufgabe: Überlegen Sie sich, welche Möglichkeiten ein Lehrer hätte, die Umweltkomplexität einer Schulklasse zu variieren. Überlegen Sie weiterhin welche Variation der Umweltbedingungen beispielsweise für den Physik- oder Englisch-Unterricht vorteilhaft sein könnten.
Die Merkmale der Umwelt, von denen die Umweltkomplexität abhängt, werden entsprechend als „primäre Merkmale“ bezeichnet. Darüberhinaus lassen sich aber verschiedene andere Faktoren ausmachen, die das Niveau der Komplexitätsverarbeitung indirekt beeinflussen und die daher „sekundäre Merkmale der Umweltgegebenheiten“ genannt werden.
Eine Situation mag eine noch so hohe Komplexität zur Verfügung stellen, wenn der jeweilige Beobachter schläft, taubstumm, blind oder aus irgendwelchen Gründen vollständig desinteressiert ist, wird diese Komplexität vernachlässigbare Auswirkungen auf das Niveau seiner Informationsverarbeitung haben.
Diese sekundären Faktoren lassen sich in zwei wesentliche Gruppen unterteilen:
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