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Sie leiden weder an einem schlechten Gedächtnis, noch haben sie Probleme, Neues zu verarbeiten. Innerhalb kurzer Zeit lernen sie die Muttersprache. Sie besitzen die Fähigkeit, Laute zu hören und zu imitieren. Sie speichern die Laute und erkennen auch die grammatikalische Struktur. Welche Leistung dahinter steckt, wird deutlich, wenn Sie ein Grammatikbuch aufschlagen.
Das, was darin steht, lernt ein Kind mühelos.
Am besten lernen Kinder, wenn Lernen mit Spielen verbunden wird.
Denn alles, was Kinder sehen, hören und fühlen, wird schnell zum Spiel.
Das Bauen eines Turms aus Bauklötzen, das Werfen eines Steins oder das Klettern
auf einen Baum - sofort entsteht ein Spiel. Kinder üben unermüdlich,
wenn sie etwas lernen wollen.
Das Spiel hat im Leben eines Kindes nichts mit Freizeitgestaltung zu tun. Das Spiel ist der „Hauptberuf“ eines Kindes.
Das Ziel der ersten Lebensjahre ist, das kindliche Gehirn zu vernetzen. Je umfassender das Gehirn dabei angesprochen wird, desto besser erfolgt das Lernen. Dieses Lernen wird spätestens mit Beginn der Schule durch ein systematisches Lernen ergänzt oder ersetzt, das an vorgegebene Lerninhalte gebunden ist.
Nicht immer gelingt es in der Schule, die hohe Lernmotivation der Schulanfänger aufrecht zu erhalten und auf das Lernen in der Schule zu übertragen. Nur im Stillsitzen kann man richtig lernen, sie sollen sich nur auf einen "Gegenstand" konzentrieren , Vokabeln müssen auswendig gelernt werden - vielen solchen Vorurteilen begegnen Kinder, wenn sie in die Schule kommen.
Kinder lernen jedoch auf unterschiedliche Weise und die Kunst des Unterrichts besteht darin, den Kindern verschiedene Zugänge zu den Lerninhalten zu ermöglichen. Das heißt, dass Kinder die Möglichkeit haben sollen, mit allen Sinnen zu lernen. Geschichten, Bilder und eigene Erfahrungen schaffen daher einen geeigneteren Zugang zu einem Thema, als eine reine sach- und faktenorientierte Darstellung.
Was bedeutet das für das Lernen mit Kindern?
Spielen ist Lernen! Kinder brauchen keine neuen „Lernprogramme" und schon gar nicht den Computer. Denn spielend gelernt wird nicht am Computer oder auf irgendwelchen Tischen, sondern dort, wo das Leben pulsiert: In Höhlen, auf Bäumen, in selbst gebauten Hütten, beim Sägen und Hämmern, beim Schätze entdecken, bei geheimnisvollen Erkundungen und in spannenden Projekten. Denn dort spielt sich das wirkliche Leben ab.
„Verpacken“ Sie Fakten in Geschichten, denn mit Geschichten erfahren die Kinder Sinn und Lebendigkeit. Lernen Sie mit Ihrem Kind nicht nur Begriffe und Definitionen. Übersetzen Sie alle Begriffe, so gut Sie können, in die Wirklichkeit. Erzählen Sie, was der Begriff in Wirklichkeit bedeutet, was er wirklich aussagt.
Kinder müssen ohne Angst lernen.
Denn Angst macht krank, unkonzentriert, anpassungsbereit und schweigsam.
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Wert 4.8 |
Thema: 4.8 | Information: 4.8 | Verständlichkeit: 4.7 |
| Stimmen: 12 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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