Praxis: Gehirngerecht lernen und lehren - Teil 2

01.05.2007
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Bewertung 4.8
Peter Schipek - Gerhild Löchli
www.lernwelt.at

Lernkartei und Mind-Maps

Wie können Sie sich Zeit und Nerven sparen? In Büchereien und im Internet finden Sie eine Menge an Büchern und Tipps zu diesem Thema. Hier bekommen Sie eine kleine Auswahl, die sich in der Praxis bewährt hat. Probieren sie die Vorschläge aus und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Entscheiden Sie, welche der hier angebotenen Techniken Ihren Lernvorlieben entsprechen. Vielleicht (er)finden Sie sogar Ihre ganz persönliche Technik?

Die Lernkartei

lernkarteiDie Lernkartei unterstützt Sie bei der Wiederholung und Vertiefung von Wissensinhalten. Mit der Lernkartei behalten Sie den Überblick über Inhalte, die besonders viel Training erfordern.

Das System basiert auf den Erkenntnissen der Informationsabspeicherung des menschlichen Gehirns. Wissen wird immer nur in kleinen, „gut verdaulichen“ Portionen gelernt. Besonderen Wert wird hier auf Wiederholung gelegt. Sind die Karteikarten im 5. Fach sicher abgelegt, so sind sie auch im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Die Lerntechnik mit einer Lernkartei zu arbeiten, wurde bereits in dem Kurs - "Lerntechniken anwenden - Kurs "Lernen lernen" Teil 4 - ausführlich beschrieben. Daher sei hier nur der Link angegeben: "Wie lerne ich mit einer Lernkartei?".

Lernen mit Mind-Maps

Was ist das? Mind-Maps sind „Gedächtnislandkarten“ oder "Gedächtnispläne". Sie sind eine einfache Art, Informationen in Ihrem Gehirn zu speichern bzw. aus Ihrem Gehirn wieder abzurufen.

Die Struktur einer Mind-Map erinnert an einen Stadtplan. Die Mitte entspricht dem Stadtzentrum, es stellt das Hauptthema dar. Die wegführenden „Hauptstraßen“ sind die Hauptelemente des Themas bzw. die Oberbegriffe. Die davon abzweigenden kleineren Straßen entsprechen sekundären Gedanken bzw. Unterthemen. Bilder und grafische Elemente stellen die „Sehenswürdigkeiten“, Ihre besonders interessanten Gedanken, dar.

Was ist das Besondere an Mind-Maps?

Mind-Maps sind eine gehirngerechte Methode und fördern das ganzheitliche Denken. Sie arbeiten damit klar und strukturiert. Durch das bildhafte Darstellen fördern Sie Ihre Kreativität. Mit dieser einfachen Methode können Sie die täglichen Informationen aufnehmen, verarbeiten, speichern, abrufen, verknüpfen und damit das Chaos besiegen. Erfinder der Mind-Map-Methode ist Tony Buzan.

Was brauchen Sie für eine Mind-Map?

1. ein unbeschriebenes, unliniertes Papier (A3 bzw. A4)
2. Farbstifte, Filzstifte, Fineliner
3. Ihr Gehirn
4. Ihre Fantasie.

Eine Beispielskizze für eine Mind-Map sehen Sie hier:

Die Mind-Map strukturiert das Hauptthema, indem es von den wichtigsten Begriffen (Oberbegriffe) immer mehr in die Details (Unterbegriffe) verzweigt. Diese wiederum lassen sich natürlich wieder in weitere Teilzweige auflösen. In diesem Beispiel haben wir nur aus Platzgründen zwei Ebenen bezeichnet.

Anwendungsbeispiel: Das Thema ist "Mein nächster Urlaub". Dann könnte ich als 1. Oberbegriff z.B. "Auto" einsetzen und als Unterbegriffe: "Reifen wechseln, Ölstand kontrollieren, Stadtplan kaufen" etc. - also alles vermerken, was ich bezüglich meines Autos noch erledigen muss. Nehmen wir als Beispiel für den 2. Oberbegriff "Gepäck", so könnten dort als Unterbegriffe: "Zahnbürste, Reisetabletten, Kinderspiele, Freeclimbing-Utensilien" etc. stehen - also alle Gepäckstücke, die ich auf jeden Fall mitnehmen will.

Im Grunde ähnelt eine Mind-Map einem Inhaltsverzeichnis, nur dass die Elemente räumlich angeordnet sind. Damit prägen sie sich dem visuellem Gedächtnis besser ein. Das Anwendungsbeispiel lässt sich natürlich beliebig erweitern, beispielsweise könnte man den Zweig "Freeclimbing Utensilien" wieder weiter verzweigen und dort alle Utensilien notieren, die man unbedingt zum Klettern braucht.

Mit dieser Methode können Sie sich leicht zu einem Thema einen Überblick verschaffen und auch komplexere Zusammenhänge übersichtlich - über Schlagwörter - darstellen. Wer will, kann hier auch kleine Bildchen oder Zeichnungen einfügen, die ein Thema oder Unterpunkt darstellen sollen. Letztlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Doch das Ziel jeder Mind-Map sollte sein, das Thema auf einen Blick erfassen zu können. Bei der Urlaubsplanung könnte mir die Mind-Map dazu dienen, zu prüfen, ob ich vor der Abfahrt alle wichtigen Vorbereitungen abgeschlossen habe.

Probieren Sie es einfach aus!




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