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Wo geht‘s hier zum Hippocampus?
Der Hippocampus ist ein Teil des limbischen Systems
Das "Limbische System" ist eine Sammelbezeichnung für eine Funktionseinheit aus Teilen des Großhirns sowie Teilen des Zwischenhirns. Zum limbischen System gehören u.a. Hippocampus und Amygdala (Mandelkern). Es spielt die entscheidende Rolle bei der Übertragung von Informationen ins Langzeitgedächtnis. Es liefert die emotionale Bewertung aufgenommener Informationen und bewertet diese für die Übertragung ins Langzeitgedächtnis.
Es bewertet alles nach "gut" und "schlecht" und steuert damit unser Verhalten.
Durch die emotionale Bewertung spielt es eine entscheidende Rolle bei Lernvorgängen
und beim Abrufen von neuen (Lern-) Informationen aus der Hirnrinde.
Die Schlüsselstelle für das Lernen - der Hippocampus
Stellen sie sich den Hippocampus wie einen Pförtner vor. Er lässt Informationen durch, oder auch nicht. Je nachdem, ob er Lust dazu hat. Das ist nämlich nicht garantiert, denn der Hippocampus langweilt sich sehr schnell. Wenn da ständig dieselbe trockene Information kommt, hat er keinen Spaß und schließt die Tür. Welche Tricks halten den Hippocampus bei Laune? Abwechslung und Spaß!
Wenn ich z.B. den Satz „Der grüne Hut liegt auf dem großen Tisch“ ins Englische übersetze und fünfmal wiederhole, um mir die einzelnen Vokabeln einzuprägen, dann schaltet der Hippocampus einfach ab. (Bei Männern übrigens früher als bei Frauen).
Wenn ich den Satz aber verändere, funktioniert der Hippocampus wieder. Zum Beispiel: „Auf dem großen Tisch liegt der grüne Hut“, oder: „Der große Hut liegt auf dem grünen Tisch“ usw. Damit kann das Gehirn überlistet werden. Es hilft übrigens auch, wenn man die Stimmlage verändert: Mal den Satz im Tenor, dann im Sopran sprechen und schon hat der Hippocampus wieder Spaß am Lernen.
Die Großhirnrinde und der Hippocampus scheinen während des Schlafs rege miteinander zu kommunizieren. Die Frage, wie das Gehirn Erinnerungen speichert oder verwirft, ist nach wie vor nur in Ansätzen geklärt.
Viele Hirnforscher halten die Konsolidierungstheorie für den bislang besten Erklärungsansatz. Diese besagt, dass frische Eindrücke zuerst im Hippocampus abgelegt werden. Sie sollen dann innerhalb von Stunden oder Tagen - vornehmlich während des Tiefschlafs - in die Großhirnrinde und dort ins Langzeitgedächtnis übergehen.
Hippocampus - Das Wesentliche auf einen Blick
Übung zum Erinnern des Inhalts
Beschreiben Sie die Aufgaben des Hippocampus beim Lernen aus dem Gedächtnis und vergleichen Sie Ihre Notizen mit dieser Lektion.
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Wert 4.6 |
Thema: 4.6 | Information: 4.5 | Verständlichkeit: 4.7 |
| Stimmen: 19 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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