Theorie: Gehirngerecht lernen und lehren - Teil 1

24.04.2007
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Peter Schipek - Gerhild Löchli
www.lernwelt.at

Netzwerk der Erinnerung

Netzwerk ErinnerungDas Netzwerk der Neuronen in der Großhirnrinde (wegen ihrer Form auch „Pyramidenzellen“) ist im Gegensatz zu einem Computer nicht nach einem detaillierten Plan geknüpft, sondern weitgehend zufällig organisiert. Sind miteinander verbundene Zellen gemeinsam aktiv, verstärken sich die Synapsen.

Demnach aktiviert das Lernen immer wieder eine Anzahl miteinander verknüpfter Pyramidenzellen. Deren Verbindung verstärkt sich nach und nach, „neuronale Netzwerke“ entstehen. Je öfter sich der synaptische Lernprozess wiederholt, desto leichter lässt sich dieses „Netzwerk“ aktivieren.

Was bedeutet das für das Lernen?

„Synaptisches Lernen“ in der Großhirnrinde ist langsam und lebt von der Wiederholung. Dabei kommt es nicht auf die absolute Zeitdauer an. "Häufiger, aber kürzer üben" lautet der Rat, der sich mit etwas Vorsicht ableiten lässt.

Das bedeutet jedoch keineswegs, immer wieder die gleichen Inhalte zu wiederholen. Im Gegenteil - Stumpfsinn scheint der Hauptfeind des Lernens zu sein. Mehr Erfolg verspricht hingegen, das Gehirn auf stets etwas andere Weise anzuregen. Man soll ihm durch variierte Aufgaben und andere Herangehensweisen immer wieder neuen Anlass zur Auseinandersetzung mit dem Thema geben, je reicher und vielfältiger, desto besser.

Idee NetzwerkNeuronen & Synapsen - Das Wesentliche auf einen Blick

Der Bau einer Nervenzelle:

  • Zellkörper - Informationsverarbeitung
  • Dendriten - Informationsaufnahme
  • Axon - Informationsweiterleitung
  • Synapse – Informationsübertragung

Neuronen sind darauf spezialisiert, Signale zu leiten und zu verarbeiten. „Eingangskabel“ (Dendriten) übertragen Eingangssignale auf den Zellkörper. Er erzeugt Ausgangssignale, welche über ein „Ausgangskabel“ (Axon), weitergeleitet werden.

Haben Sie die beiden letzten Lektionen noch im Gedächtnis?

Wenn Sie sich selbst prüfen wollen, wieviel Sie von den letzten beiden Lektionen noch im Gedächtnis haben, dann können Sie jetzt einen Stift und einen Zettel nehmen und folgende Fragen beantworten:

  • Neuronen – Nennen Sie die fünf Begriffe, um das Lernen zu verstehen.
  • Beschreiben Sie die Arbeitsweise von Neuronen:

Wenn Sie mit Ihren Notizen fertig sind, vergleichen Sie die Notizen mit den letzten beiden Lektionen. So bekommen Sie schnell heraus, was Sie bereits erinnern bzw. vergessen haben.




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