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Was jeder über das Gehirn wissen sollte ...
Unser Gehirn ist ein Wunderwerk der Evolution. Es bringt genau in diesem Moment erstaunliche Leistungen hervor. Ihr Gehirn lässt Sie gerade einen Computer bedienen. Eine Fülle automatisierter Vorgänge laufen dabei ab. Sie lesen diese Zeilen, dabei nehmen Sie ohne besondere Anstrengung die Informationen auf, denken darüber nach, während Sie schon weiter lesen.
Sie wissen, was Sie wollen, was Sie suchen, wofür Sie sich interessieren und wählen wichtige Informationen aus. Sie greifen auf Ihre Wissensspeicher, um diesen Text zu verstehen und um seine Bedeutung zu erfassen.
Unser Gehirn ist ein unermesslich großes Netzwerk aus mehr als 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen). Dieses Netzwerk von Nervenzellen und zig Milliarden Gliazellen (Stützgewebe) stellen die Basis des menschlichen Gehirns dar.
Die Neuronen bilden untereinander Kontakte, so genannte Synapsen. Jedes Neuron kann bis zu 10.000 solcher Synapsen mit anderen Nervenzellen entwickeln. Diese Kontaktstellen sind extrem veränderbar. Veränderungen an diesen Kontakten sind die neuronale Basis für unser Gedächtnis.
Schon bei der Geburt sind alle Neuronen im Gehirn vorhanden. Für eine ordnungsgemäße Funktion müssen jedoch erst die Verbindungen zwischen den Nervenzellen aufgebaut werden. Durch das Lernen erfolgt eine Vernetzung, die dann ermöglicht, dass z.B. eine einzige aufgenommene Information von einer großen Zahl von Nervenzellen gemeinsam abgespeichert und jederzeit abrufbereit gehalten wird.
Das menschliche Gehirn setzt sich im Wesentlichen aus 5 Teilen zusammen, wobei jeder Teil bestimmte Aufgaben wahrnimmt:
1. Großhirn - Das Großhirn ist der am höchsten entwickelte Teil des Gehirns. Es ist unter anderem zuständig für die Funktionen Intelligenz und Sprache oder für die Verarbeitung visueller Reize. Es teilt sich in eine rechte und linke Hirnhälfte, die mit dem Balken verbunden sind.
2. Kleinhirn - Es steuert in erster Linie alle Bewegungsabläufe, also die Koordination der Muskelbewegungen.
3. Zwischenhirn - Es ist die Zentrale des Hormonsystems. Es ist unter anderem zuständig für sensorische Funktionen (z.B. schmecken).
4. Mittelhirn - Es regelt unter anderem die Augenbewegung.
5. Stammhirn - Das Stammhirn ist der Teil des Gehirns, der zwischen Endhirn und Rückenmark liegt. Es unterteilt sich in Hypothalamus, Thalamus, Brücke und verlängertes Rückenmark. Es enthält viele für die Koordination von Bewegungen wichtige Schaltkerne.
Hippocampus
Der Hippocampus zählt zu den evolutionär ältesten Strukturen des Gehirns und ist eine zentrale Schaltstelle des Limbischen Systems. In ihm fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen. Diese Informationen werden verarbeitet und zum Cortex - der Hirnrinde - zurückgesandt. Es ist die Region in unserem Gehirn, die über Erinnern und Vergessen entscheidet. Der Hippocampus ist eine Schlüsselstelle für das Lernen.
Amygdala
Eine zentrale Schaltstelle im Gehirn sind die Mandelkerne (Amygdala).
Hier wird in Millisekunden-Geschwindigkeit entschieden, ob ein Reiz für den Organismus
schädlich oder von Vorteil ist. Registrieren die Sinnesorgane Gefahr,
schüttet die Amygdala verstärkt Neurotransmitter aus.
Diese Signale werden an die vegetativen Zentren im Stammhirn weitergeleitet.
Von dort aus werden alle Organe der Alarmsituation angepasst.
Wenn das Lernen mit Angst begleitet wird, steht das Gehirn unter dem Einfluss der Amygdala. Ist die Amygdala aktiviert, begünstigt sie einen eingeengten kognitiven Stil, der nur darauf aus ist, den Quellen der Angst zu entkommen. Kreativität und freies Denken sind behindert. Mit dem unter Angst gelernten Inhalt, prägt sich auch die Angst mit ein. Wir lernen sozusagen die Angst gleich mit.
Das Wesentliche auf einen Blick
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Thema: 4.6 | Information: 4.5 | Verständlichkeit: 4.7 |
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