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von  Tony Kühn

Homepage: www.philognosie.net

Datum: 15.09.2003

2.2. Was ist Konzentration?

Konzentration ist eine Tätigkeit, bei der die Aufmerksamkeit auf einen ausgewählten Bereich zentriert wird und dort verweilt. Die Wahrnehmung ist auf dieses und NUR auf dieses Objekt (z. B. Mantram/Bild/Empfindung) beschränkt. Der Aufmerksamkeitsfokus ist das MO (Meditationsobjekt).

Konzentration ist ein Prozeß – kein Zustand – der als Kreislauf beschrieben werden kann. Ich beschreibe diesen Vorgang anhand von drei Begriffen etwas "technischer", um ihn genauer unterteilen zu können.

KonzentrationsprozeßMessen: den Ist-Zustand der Aufmerksamkeit feststellen.

Vergleichen: den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand vergleichen. Besteht eine Differenz, muß korrigiert werden.

Korrigieren: den Ist-Zustand an den Soll-Zustand angleichen.

Hierfür müssen Sie sichergestellen, daß Sie in angemessenen Abständen messen. Überprüfen Sie zu selten, werden die Abweichungen sehr groß, überprüft Sie zu häufig, wird die Meditation unruhig. Auch die Zeitspanne der Korrektur soll angemessen sein. Ist sie zu klein, überwinden Sie die Differenz zwar schnell, doch der starke Energieeinsatz führt zu einer weiteren Abweichung. Ist sie zu groß, bleibt die Differenz bestehen bzw. Sie träumen ohne es zu merken vor sich hin.

Sobald Sie anfangen zu meditieren, werden Sie feststellen, wieviel überhaupt in unserem Kopf "los" ist - wieviele Gedanken Sie parallel zu Ihrem MO denken. Nehmen Sie dies gelassen hin und kehren ruhig zum MO zurück. In den Anfängen der Meditation entsteht der Eindruck, daß Störungen und Unterbrechungen zunehmen. Tatsächlich bemerken Sie diese nur häufiger, weil Ihre Achtsamkeit sich entwickelt. Bleiben Sie beharrlich und meditieren Sie regelmäßig weiter.




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