„Karten“ im Kopf
Das Lernen hinterlässt im menschlichen Gehirn messbare Spuren.
Dabei spricht man von „Karten" (kortikale Karten) im Gehirn.
Die Großhirnrinde (der Cortex) ist der wesentliche Ort dieser Repräsentationen.
Aufgrund der Art, wie Neuronen im Cortex miteinander verschaltet sind,
sind die dort eingehenden Signale nach Häufigkeit und Ähnlichkeit repräsentiert. Dies wird dann als kortikale Karte bezeichnet.
Die Bereiche der Körperoberfläche sind im Gehirn auf der kortikalen Karte sinnvoll angeordnet.
Wichtige Bereiche der Körperoberfläche nehmen auf der Karte mehr Platz ein.
Da z.B. Hände, Lippen und Zunge für das Tasten sehr wichtig sind, nehmen sie auch sehr viel Platz auf dieser Karte ein.
Was heißt das nun für das Lernen?
Lernt jemand z.B. Geige spielen, so vergrößert sich dadurch,
dass er mit der linken Hand immer wieder die Saite der Geige greift,
jenes Areal in der Großhirnrinde, das für die Finger seiner linken Hand zuständig ist. Weiter wurde nachgewiesen, dass bei Musikern insgesamt die akustische Landkarte im Cortex etwa ein Viertel größer ist, als bei Nichtmusikern - immer vorausgesetzt, das Musizieren beginnt in der Kindheit und es wird viel geübt.
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