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In diesem Jahr will Google einen neuen Dienst namens "Google Street View" auch für deutsche Städte starten. "Google Street View" ist ein Bestandteil des bereits sehr bekannten Dienstes "Google Maps", mit dem man sich Stadtpläne, Satellitenfotos ansehen kann bzw. auch ein Routenplaner integriert ist.
Mit "Google Street View" kann man dann auf der Landkarte navigieren und sich von dem jeweiligen Standort Fotos ansehen. So ließe sich jetzt schon beispielsweise ein virtueller Rundgang durch Paris machen. Die einzelnen Bilder wurden dabei so zusammengesetzt, dass man Panorama-Rundumsichten erhält und (fast) nahtlos in einer Stadt virtuell spazieren gehen kann.
Wie das Ganze funktioniert, hat Google in folgendem Video so vorgestellt ...
Wozu soll Google Street View dienen?
Wenn Sie beispielsweise eine Reise in eine fremde Stadt planen, könnten Sie sich mit diesem Tool nicht nur das Hotel, sondern auch die gesamte Gegend drum herum virtuell ansehen. Damit lässt sich leicht sehen, ob das Hotel an einer viel befahrenen Straße liegt bzw. ob der Strand wirklich so romantisch (wie im Reiseprospekt beschrieben) aussieht.
Ebenso ließe sich die Umgebung einer neuen Wohnung leicht erkunden bzw. man könnte das Haus zumindest von Außen sehen, in das man eventuell einziehen möchte. Für weltweit 20 Länder (z.B. Frankreich oder die Schweiz) ist dies bereits möglich.
Doch nicht jeder ist mit der Einführung von "Google Street View" glücklich. So befürchten Verbraucherschützer, dass sich mit diesem Dienst noch detailliertere Personenprofile erstellen lassen, wenn man sich die Wohngegend, z.B. eines Bewerbers, näher ansehen kann.
Auch könnten Banken Kredite verweigern, wenn der Antragsteller in einem heruntergekommenen Wohnhaus lebt.
Andere befürchten, dass sich Einbrecher einsame oder alleinstehende Häuser in Ruhe aussuchen könnten. Google versucht zwar Gesichter von Menschen oder Autokennzeichen unlesbar zu machen, doch kann nicht garantiert werden, dass dies immer 100-prozentig funktioniert.
Daher will Google die Möglichkeit vorsehen, dass den Betroffenen immer die Möglichkeit bleibt, Einspruch zu erheben, d.h. an Google selbst den Antrag zu stellen ein Gebäude, eine KFZ-Nummer oder ein Gesicht auch noch im Nachhinein unkenntlich zu machen.
Wie kann ich Bilder in Google Street View unkenntlich machen lassen?
Grundsätzlich können aufgrund des Persönlichkeitsrechts nur die Betroffenen selbst so einen Antrag stellen. Widerspruchsberechtigt bei Wohngebäuden sind sowohl Eigentümer als auch Mieter. Sollten im Einzelfall bei Street View trotz der eingesetzten technischen Maßnahmen Personen zu identifizieren sein, kann das jedermann Google melden.
Wenn Sie von Google Informationen erhalten wollen, wie Sie gegen eine Veröffentlichung eines Bildes in Street View vorgehen können, wenden Sie sich per E-Mail an streetview-deutschland@google.com. Schriftlich erreichen Sie Google in Deutschland unter der Adresse Google Germany GmbH, betr.: Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg. Die Google Germany GmbH wird die Nachricht an die Google Inc. weiterleiten.
Außerdem können Sie auch direkt in Street View ein "Problembild" melden. Hierzu machen Sie einfach Folgendes ...
Außerdem stellt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz verschiedene Musterschreiben zur Verfügung, mit denen Sie bei Google direkt Einspruch erheben können.
Aber auch Google selbst bietet eine ausführliche Webseite zum Thema "Datenschutz" für "Google Street View" an.
Falls Sie also zu den Betroffenen zählen sollten, haben Sie hiermit alle wichtige Informationen, um bei Google Ihre Rechte geltend machen zu können.
Viel Spaß mit Google Street View!
Wert 4.6 |
Thema: 4.7 | Information: 4.3 | Verständlichkeit: 4.7 |
| Stimmen: 3 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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| Views: 2413 | |||
| Video Fokus: Vor- und Nachteile von Google Street View | T. Kühn | 17.08.2010 13:05 |
| RE: Video Fokus: Vor- und Nachteile von Google Street View | P. W. Murr | 30.08.2010 09:03 |