Eine Diagnose kann natürlich nur der Arzt treffen. Beobachten Sie typische rheumatische Symptome, gehen Sie sofort zum Arzt. Schieben Sie das nicht auf die lange Bank, denn Ihre Zukunft ist maßgeblich betroffen.
Je früher die entsprechende Form der rheumatischen Erkrankung diagnostiziert werden kann, desto besser die Chancen einer erfolgsversprechenden Behandlung.
Wenn Sie zu Ihrem Hausarzt gehen, lassen Sie einen Rheuma-Bluttest machen. Wenn er positiv ist, sollten Sie zu einem Spezialisten überwiesen werden, einem Rheumatologen.
Der Arzt wird Sie sehr genau nach Ihren Beschwerden befragen. Für die Diagnose ist eine ausführliche körperliche Untersuchung erforderlich mit einer Blutabnahme (wenn sie nicht schon vorhanden ist). Im Blut können unter anderem erhöhte Entzündungswerte festgestellt werden. Auch Röntgenaufnahmen sind üblich, denn dadurch kann der Arzt feststellen, ob schon kleine Veränderungen an den betroffenen Stellen festgestellt werden können.
Auch kann überprüft werden, ob eine krankhaft veränderte Knochensubstanz der Fall ist. Oft werden Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, um ungewöhnliche Veränderungen feststellen zu können.
Wie schon gesagt, kann der Verlauf einer rheumatischen Erkrankung - selbst wenn es sich um die gleiche Form handelt - sehr unterschiedlich sein. Das erschwert oft eine schnelle Diagnose.
Das Gleiche gilt für das gute Ansprechen auf eine Therapie. Auf alle Fälle aber gilt: Je früher die Erkrankung diagnostiziert und behandelt werden kann, desto besser die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie.
Rheuma gilt als nicht heilbar. Doch im frühen Stadium kann sie sehr gut behandelt werden. Es gibt wirksame Mittel, die die Entzündungen in den Gelenken hemmen. Auch Bewegung gehört oft mit zur Therapie, damit die Gelenke nicht weiter versteifen. Akkupunktur kann helfen mit den Beschwerden besser klarzukommen, denn der Schmerz ist ein ständiger Begleiter dieser Krankheit. Es gibt auch Strahlentherapien und verschiedenste Kuren, psychologische Maßnahmen, die bei der Bewältigung der Krankheit helfen wollen. Es gibt Hilfsmittel, um die Bewegung zu erleichtern, z.B. Gehstützen oder Einlagen. Der Maßnahmenkatalog ist enorm groß.
Viele Experten empfehlen den Betroffenen, sich ernsthaft mit ihrer Ernährung auseinanderzusetzen und nicht alleinig ihrer Therapie zu vertrauen. Denn es ist auffällig, dass die Zahl an rheumatischen Erkrankungen eine typische Erscheinung unserer heutigen Zeit, der eher mangelhaften Ernährungsgewohnheiten, ist. Schlechte Ernährungsgewohnheiten erhöhen das Risiko drastisch zu erkranken, völlig unabhängig davon, um welche Krankheit es sich handelt. Das hat mittlerweile schon generationsübergreifende Auswirkungen. Es sollte auf eine ausgewogene, vitaminreiche und mineralienreiche Nahrung geachtet werden. Auch genügend Eiweiß zu sich zu nehmen, ist wichtig. Von dem Konsum von Nikotin wird abgeraten.
Sie haben es selbst in der Hand, sich ausreichend und regelmäßig zu bewegen, auch über verordnete Übungen hinaus, z. B. Spaziergänge und Fahrrad fahren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Überlegen Sie auch, ob Sie sich nicht mit anderen Betroffenen treffen wollen. Es gibt mittlerweile genügend Selbsthilfegruppen, die sich gegenseitig unterstützen.
Keiner sollte seine Krankheit wie ein Schicksalsschlag erdulden und die Verantwortung, gesund zu werden, alleinig in die Hände der Ärzte legen. Jeder hat die Möglichkeit selbst herauszufinden, welche Gewohnheiten er verändern sollte, damit eine Therapie gut greifen kann.
Ich wünsche Ihnen einen konstruktiven und erfolgreichen Umgang mit Ihrer rheumatischen Erkrankung!
Wert 3.8 |
Thema: 4 | Information: 3.7 | Verständlichkeit: 3.8 |
| Stimmen: 6 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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