Was ist Buddhismus - Teil 1

09.02.2003
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Philognosie Team
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Inhaltsverzeichnis:

Was ist Buddhismus?

Lama Gonsar Rinpotsche

Im allgemeinen ist unter dem Buddhismus das zu verstehen, was auch die meisten Leute darunter verstehen, nämlich eine der großen Weltreligionen. Es gibt etwa 800 Millionen Buddhisten, von denen der größte Teil in Asien lebt, aber eine recht große Zahl von Buddhisten gibt es heutzutage auch in Europa und in Amerika.

Buddha Shakyamuni

Der Buddhismus geht auf Buddha Schakyamuni zurück. Buddha Schakyamuni war vor 2620 Jahren als Sohn des Königs Schudhodhana aus dem Geschlecht der Schakyas geboren. In seinen jungen Jahren erfuhr er den ganzen Luxus eines königlichen Lebens in dem nordindischen Königreich seines Vaters.

Aber ein Menschenleben ist nicht nur angenehm, ganz gleich, wer es erfährt. Es ist durch viele Leiden von Körper und Geist geprägt. Das Leid der Krankheit, das Leid des Alterns und das Leid des Todes sind unausweichlich.

Der junge Prinz Siddharta sah, daß er selbst und alle anderen Wesen sich in dieser unkontrollierten Situation befinden. Das Erkennen dieser Tatsache veränderte seine Auffassung grundlegend. Er fand keine Zufriedenheit mit dem Luxus seines königlichen Lebens und entschloß sich, Mittel zu finden, um alle Wesen von allen Leiden und deren Ursachen zu befreien.

So verließ Buddha sein Leben als Prinz und begab sich in die Wälder auf die Suche nach einem geistigen Weg. Er begegnete vielen Heiligen seiner Zeit und diskutierte mit ihnen. Ihre Antworten und Methoden konnten ihn jedoch nicht zufriedenstellen.

Er meditierte während sechs Jahren mit außerordentlichen Anstrengungen und erreichte schließlich in Bodhgaya den Zustand der vollen Erleuchtung, indem er einem Weg frei von allen Extremen folgte. Unter voller Erleuchtung versteht man den Zustand, in dem alle Fehler gänzlich beseitigt sind und alle Eigenschaften in einer perfekten Weise erlangt sind.

Buddha erkannte die Situation des Leides der Wesen und die Ursachen dieses Leides. Er erkannte den Zustand einer vollständigen Befreiung von allen diesen Leiden und den Weg, der diesen Zustand herbeiführt.

Den Zustand der vollen Erleuchtung hat Buddha in erster Linie für das Wohl der anderen angestrebt. Nach dem Erreichen der Erleuchtung war er dann ständig bemüht, anderen aus eigener Erfahrung den Weg zur Befreiung zu zeigen. Neunundvierzig Tage, nachdem Buddha die volle Erleuchtung erlangt hatte, gab er in Sarnath der ersten Gruppe von fünf Schülern Unterweisungen und von dann an bis zum Ende seines Lebens unzähligen weiteren Schülern. Die Aktivitäten eines Buddha für das Wohl der Wesen bestehen in erster Linie im Geben von Unterweisungen, weil Unerkenntnis die Wurzel aller Probleme ist.

Und im Alter von 81 Jahren hat Buddha in Kuschinagar seinen Körper verlassen.

Wenn man das Leben des Buddha in einer allgemeinen und sehr kurz gefaßten Weise erklären möchte, dann ist das etwa so zu sehen. Im Buddhismus kann das Leben des Buddha jedoch auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden und für jemanden, der ernsthaft nach Befreiung sucht, ist der Ablauf von Buddhas Leben allein schon ein eindrucksvoller Unterricht.

Die Überlieferung

Sieben große Nachfolger des Buddha, von denen Kashappa und Ananda direkte Schüler waren, führten dann den Buddhismus weiter. Zu dieser Zeit gab es drei Versammlungen, in denen die Gesamtheit der Unterweisungen des Buddha zusammengetragen und aufgeschrieben wurde. Die erste Versammlung fand gleich nach dem Ende von Buddhas Leben statt, die zweite 110 Jahre später und die dritte 300 Jahre später. Buddhas Unterweisungen werden in drei Sammlungen (Tripitaka) aufgeteilt:

  • Vinaya-Pitaka: Ethik als zentrales Thema
  • Sutra-Pitaka: Ebenen von Konzentration als zentrales Thema
  • Abhidharma-Pitaka: Weisheit als zentrales Thema

Nach diesen sieben Nachfolgern des Buddha gab es eine Zeit der Degeneration des Buddhismus. Lehrer, die nur auf der Grundlage von intellektuellem Verständnis ohne direkte Erkenntnis unterrichteten, und die Verbreitung in verschiedenen Sprachen brachten einige Mißverständnisse.

Als Resultat entstanden Aufspaltungen, die schlußendlich durch die Anstrengung und Weisheit großer Meister wieder behoben werden konnten. Dank ihren Bemühungen blühte der Buddhismus während langer Zeit in Indien. Einer dieser großen Meister war Nagardschuna, der 400 Jahre nach Buddha erschien.

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Danke Perry Schmuck 15.02.2003 14:57
  RE: Danke T. Kühn 16.02.2003 16:51