Alternative Medizin: Einführung und Übersicht alternativer Heilmethoden

26.04.2010
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Heike Untermoser
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Kinesiologie

Kinesiologie kommt vom Griechischen "Kinesis = Bewegung" und "Logos = Lehre" und bedeutet somit "Lehre von der Bewegung". Die Grundpfeiler liegen in der traditionellen chinesischen Medizin und befassen sich mit dem Fluss der Lebensenergien im Körper.

Da die Seele nicht sprechen kann, benutzt man die Kinesiologie als Werkzeug, um Körperabfragungen zu tätigen und tritt so in den Dialog zum eigenen Körper. Mit dem „kinesiologischen Muskeltest“ soll man so alle Störungen testen und erkennen können.

Es gibt viele Varianten von Selbsttests, dennoch ist das Ergebnis zuverlässiger, wenn ein erfahrener Kinesiologe den Test durchführt.

Prana – Heilung

Pranaheilung ist uralt und unter verschiedenen Namen auf der ganzen Welt bekannt. Geistheilung, Glaubensheilung, bioplasmatische Heilung, Qi-Heilung oder Heilung durch Handauflegen. Die Heilung erfolgt durch feinstoffliche Lebensenergie.

Prana kommt nach dem Modell dieser Lehre aus dem Kosmos, aus dem Licht der Sonne, aus der Luft und aus dem Boden. Die Lebensenergie wird von unserer Aura aufgenommen und über die Chakras verteilt.

Durch Stress, negative Gedanken oder falsche Ernährung kann das Energiesystem aus dem Gleichgewicht gebracht werden und den Körper krankmachen. So wäre die Heilmethode eines Prana Heilers solche verbrauchten, negativen Energien zu entfernen und anschließend in die entsprechenden Regionen neue Lebensenergie zuzuführen. In der Regel findet dabei keine Berührung statt.

Homöopathie

Die Homöopathie heilt Ähnliches mit Ähnlichem. Das heißt, es wird nicht ein „Gegengift“ verwendet, sondern ein Übel wird mit dem gleichen Übel geheilt. Samuel Hahnemann der Gründer der Homöopathie hat diese Regel vor circa 200 Jahren erforscht. Homöopathie bedeutet in der Übersetzung „ähnliche Krankheit“.

homöopathieWenn ein Heilmittel und eine Krankheit gleiche Symptome aufweisen, heben sie sich gegenseitig auf. Die Schulmedizin hingegen behandelt Krankheitssymptome mit einem Mittel, das entgegengesetzt wirkt. (Antidepressiva, Antiepileptika, Antibiotika)

Homöopathische Arzneimittel werden aus Pflanzen, tierischen Präparaten oder Mineralien hergestellt. Erhältlich sind diese Arzneimittel als Tropfen (Dilutio), als Tabletten oder als Globuli (Traubenzuckerkügelchen) welche nahezu unbegrenzt haltbar sind.

Homöopathische Mittel enthalten Informationen, die die Selbstheilungskräfte anregen. Die Heilung beginnt immer von innen nach außen. Zuerst auf der geistigen, dann auf der emotionalen und erfasst erst danach die körperliche Ebene. Während einer homöopathischen Behandlung empfiehlt es sich, auf übermäßigen Kaffeekonsum, auf Pfefferminz- und Kamillentee zu verzichten.

Auch die Benutzung von ätherischen Ölen, Kortison oder kampferhaltigen Salben sollte vermieden werden, weil sie sich störend auswirken und den Heilungsverlauf behindern können. Eine Selbstbehandlung ist in den meisten Fällen eher schwierig.

Nach „Kents Repertorium“ kommen z.B. bei Kopfschmerzen nicht weniger als 258 Arzneien infrage. Es ist also eine genauere Diagnose der Ursachen vonnöten, um eine gezielte Auswahl des richtigen Präparates treffen zu können.

Reinkarnationstherapie

Vom deutschen Psychotherapeutengesetz sind nur die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie und die Gesprächstherapie als Therapieformen anerkannt. Die Psychoanalyse wurde von Sigmund Freud entwickelt und seit mehr als 100 Jahren eingesetzt. So versucht man hier "Krankheiten" beispielsweise immer noch auf der Basis von "Ödipuskomplexen" zu erklären.

Vom amerikanischen Psychologen John B. Watson wurde die Verhaltenstherapie entwickelt. Grundlage der Therapie ist, dass man jeden Menschen etwas an- und abgewöhnen kann. Das Ziel der Therapie ist, den Menschen wieder funktionstüchtig zu machen.

Carl Rogers entwickelte die Gesprächspsychotherapie. Er ging davon aus, dass jeder Mensch nach Selbstverwirklichung strebt und über Selbstheilungskräfte verfügt, die in einer geeigneten Therapie aktiviert werden können. Dabei muss der Therapeut drei Therapeutenvariablen einnehmen.

Diese sind unbedingte Wertschätzung dem Klienten gegenüber, Empathie und Kongruenz.

Rogers ging davon aus, dass ein Klient, wenn er über eine längere Zeit hindurch vom Therapeuten immer die gleich bleibende Empathie, Wertschätzung und Kongruenz erfahre, er diese Eigenschaften verinnerliche und sich nach einiger Zeit selbst in dieser Art und Weise verhalte.

Die Reinkarnationstherapie beinhaltet verschiedene Elemente von den verschiedenen Therapieformen wie der Psychoanalyse, der Gestalttherapie und der Gesprächstherapie - geht aber weit darüber hinaus.

Angesprochen werden dabei die körperliche, die emotionale, die mentale und die spirituelle Ebene. Diese Ganzheit hebt sie von anderen konventionellen und alternativen Therapiemethoden ab. Entwickelt wurde diese Methode von Tineke Noordegraaf und Bob Bontenbal.

Die Reinkarnationstherapie lässt sich in vielen Bereichen mit der Homöopathie vergleichen. Der „kranke“ Mensch wir in einer Rückführung immer mit ähnlichen Situationen konfrontiert und durchläuft verschiede Stationen, bis ihm die Ursache oder "das Gift ins Bewusstsein" dringt, und genau das ist das Heilmittel, das Gegengift, wenn es durch die eigene Erkenntnis potenziert wird.

Die aktuelle Problematik wird zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Leben erfahren. Dadurch bekommt man die Möglichkeit, das große Ganze hinter den Dingen zu erkennen. Bestimmte Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Leben – bis ins heutige, wodurch sich verschiedene Wege, Möglichkeiten und Lösungen anbieten.

Bei der Reinkarnationstherapie geht man davon aus, dass jedem Symptom eine Ursache im traumatischen Erleben aus der Vergangenheit zugrunde liegt, welche verdrängt wurde. In den meisten Fällen nahmen die Erlebnisse ihren Anfang in einem vergangenen Leben. Solche Erinnerungen sind unserem normalen Bewusstsein nicht zugänglich.

Physische und psychische Störungen weisen auf unerledigte traumatische Erlebnisse hin, welche durch Sterben im Schock nicht verarbeitet werden konnten. Diese unerlöste Energie wird dann in weitere Leben mitgenommen und sorgt dafür, dass man immer wieder mit ähnlichen Situationen konfrontiert wird. Durch eine reinkarnationstherapeutische Bearbeitung kann das Thema abgeschlossen werden und macht alle Symptome überflüssig.

Fazit ...

Natürlich gibt es noch viel mehr ganzheitliche Therapieformen. Ich werde sie im Folgenden nur kurz namentlich erwähnen.

  • Akupunktur,
  • Atemtherapie,
  • Aura Therapie,
  • Ayurveda,
  • Bewegungstherapie,
  • Beziehungspsychologie,
  • chinesische Medizin,
  • Craniosacral-Therapie,
  • Feldenkrais-Methode,
  • Geistheilung,
  • Gestalttherapie,
  • Heilpflanzenkunde,
  • Klangmassage,
  • Musiktherapie,
  • Qigong,
  • Radionik,
  • Reiki,
  • Schamanisches Heilen,
  • Steinheilkunde,
  • Familienstellen,
  • Tibetische Medizin,
  • Umweltmedizin,
  • Zen …

Sie werden sicher verstehen, dass die Beschreibung all dieser alternativen Heilmethoden den Umfang eines einfachen Artikels sprengen würde. Aber mein wichtigstes Anliegen war, Ihnen überhaupt Alternativen vorzustellen - einen neue Perspektive zu eröffnen, dass wir mit der Schulmedizin vielleicht nur einen kleinen Teil dessen verstehen können, was wirklich gesund oder krank macht.

Wir sollten den Mut haben uns einzugestehen, dass wir nicht wirklich verstanden haben, wie Psyche und Körper tatsächlich zusammenarbeiten. Wir können aus Erfahrung nur schließen, dass es so ist, aber nach den bisherigen "Beschreibungsmethoden" nicht wirklich begründen, "was genau dort passiert".

Sicher können alternative Heilmethoden die Schulmedizin nicht vollständig ersetzen. Aber es wäre schon ein großer Fortschritt, wenn wir ihnen Nischen zugestehen, in denen sie funktionieren bzw. vielleicht mehr leisten können, als es die Schulmedizin heute kann.

Untermoser Heike

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