Man
arbeitet mit den Energien und lernt aus der eigenen Mitte in Beobachtung der
einen umgebenden Natur. Ohne verbindlich festgelegte Gesetze, die es zu befolgen
gibt. Von Wicca ist noch viel zu erwarten, vieles findet immer noch im Verborgenen
statt. Einerseits gewinnt die Verehrung der Göttin immer mehr an gesellschaftlicher
Bedeutung und andererseits erkennen selbst die feministisch orientierten Hexen
mehr und mehr, dass ihnen ohne Gott und ohne Zusammenarbeit mit dem Männlichen
ein Stück zu ihrer Ganzheit fehlt.
Die Frauenbewegung beginnt sich in den 90er Jahren auf ihre Errungenschaften in den 70er Jahren zu besinnen und sich erneut zu spiritualisieren. Zum erstenmal in der Geschichte seit langem werden wieder Schwester- und Bruderschaften gebildet, die sich zusammenarbeitend die Hände reichen
Wicca ist eine der Religionen der Zukunft, die zudem eine lange Tradition darin hat Männlich wie Weiblich balanciert zu verehren; die die Individualität jedes Einzelnen fördert und dennoch soziale Perspektiven durch den intimen Zusammenhang innerhalb eines Kreises (Stammes, Covens) bietet; die dem Bedürfnis nach einer Lebensweise in Einklang mit den Zyklen der Natur entspricht und dadurch auch eine sehr ökologische Ausrichtung erhält. Nicht zuletzt verbindet sie Magie mit Religion und das macht sie ebenfalls einzigartig. Denn andere Traditionen sind entweder religiös und nicht magisch oder aber magisch, dafür nicht religiös.
Derzeit bilden sich überall wieder Dachorganisationen, dies scheint ein Trend der gegenwärtigen Zeit zu sein. Die meisten solcher Versuche in der Vergangenheit scheiterten daran, dass den Modellen dafür hierarchische Strukturen zugrunde lagen. Oft wurden sie von oben nach unten gebildet, anstatt auf natürliche Weise von unten nach oben zu wachsen. Auch hier gehen derzeit von Wicca wichtige Anstöße aus - eine Hexe weiß, dass alles miteinander verwoben und vernetzt ist und dass man Achtung vor dem Leben haben sollte und anderen Richtungen mit Respekt begegnet.
Von Wicca ging die Initiative zur Celtsun-Medizingesellschaft aus, in welcher sich seit nunmehr vier Jahren immer mehr naturreligiöse Traditionen zusammenfinden im Kreis, im Austausch, in der Begegnung, im gemeinsamen Feiern. Das Wort Celtsun setzt sich zusammen aus dem "Celt" für "Keltisch" und "Sun" für den indianischen Sonnentanz.
Hier vereinigt sich die Sonne mit dem Mond, das Feuer mit dem Wasser und gemeinsam erschaffen sie einen Regenbogen. Den Regenbogen-Menschen gehört die Zukunft, denn ungeachtet der verschiedenen Farben der unterschiedlichen Rassen fliesst in uns allen dasselbe (sowieso längst vermischte) rote Blut, ist die Farbe unserer Knochen weiß und die Liebe in unseren Herzen sowieso alles umfassend.
(zuerst erschienen in Golem, Nr.3, Frühjahr 2001, überarbeitet und leicht ergänzt für Philognosie-net, Januar 2003)
Wert 4.2 |
Thema: 4.4 | Information: 4.3 | Verständlichkeit: 3.9 |
| Stimmen: 11 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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