Aphrodisiaka: Welche Pflanzen machen Lust auf Sex?

15.03.2010
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Andrea Munich
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Seit Urzeiten versuchen Menschen Mittel und Wege zu finden das sexuelle Verlangen anzuregen oder zu steigern. Solche "Mittelchen" werden Aphrodisiaka - nach der griechischen Göttin der Liebe "Aphrodite" - genannt. Sie sollen helfen die Libido zu beleben, die sexuelle Begierde zu erwecken, das Lustempfinden zu steigern oder anregend auf die Geschlechtsorgane zu wirken.

Liebesleben in der Antike - Aphrodite und HefestoIn der Antike waren der Aphrodite viele Kräuter und Pflanzen geweiht, denen eine erotisierende oder berauschende Wirkung nachgesagt wurde.

Zu diesen Pflanzen zählten beispielsweise die Alraune, der Sauerampfer, der Safrankrokus oder die Stranddistel. Außerdem benutzen unsere Vorfahren auch gerne Wein, der zusätzlich mit Kräutern zur Luststeigerung versetzt wurde.

In der heutigen Zeit beäugen Wissenschaftler solche "aphrodisierenden Substanzen" sehr skeptisch. Untersucht man sie mit wissenschaftlichen Methoden, so kann oft nicht eindeutig geklärt werden, ob sie wirklich die gewünschte Wirkung haben oder nicht.

Trotzdem will ich Ihnen in diesem Artikel einige klassische Aphrodisiaka unter den Pflanzen vorstellen. Da viele dieser Kräuter und Pflanzen ganz normal verzehrt werden können, kann man beim Experimentieren kaum etwas falsch machen. Ich rate jedoch davon ab, seltene pflanzliche oder tierische Produkte zu testen, da man damit den Tieren bzw. Pflanzen erheblich schaden kann.

Einige kennen vielleicht solche Beispiele wie das "Horn des Nashorns" oder "Hoden des Tigers" etc., welche diese Tiere an den Rand der Ausrottung getrieben haben. Daher will ich mich bei meiner Aufzählung auf Pflanzen beschränken, mit denen man ungehemmt experimentieren kann, ohne dabei Schaden anzurichten.

Aphrodisiaka aus der Pflanzenwelt

1. Chili und Cayennepfeffer für einen heißen Abend

Vielleicht kommt die Redewendung "jemanden scharfzumachen" nicht von ungefähr. Zumindest glauben einige Menschen, dass Chili und Cayennepfeffer den Körper dazu bringen, Endorphine auszuschütten. Sie werden in Verbindung mit der Produktion von Sexulalhormonen gebracht, die eine euphorische Wirkung beim Sex verstärken sollen.

2. Ingwer für die Lust

Der Ingwer gilt vor allem in Asien und Afrika als eine Lust steigernde Pflanze. Seine ätherischen Öle fördern die Durchblutung und steigern damit die Empfindungsfähigkeit beim Sex.

3. Sellerie als Potenzmittel

Für manche ist der Sellerie nicht nur ein Suppengemüse, sondern auch ein echter Lustmacher. Insbesondere die Samen und Wurzeln sollen ätherische Öle enthalten, die die Manneskraft steigern.

4. Vanille lockt mit betörenden Düften

Vanille riecht sehr lecker, da einige darin enthaltene Duftstoffe Sexuallockstoffe - den sogenannten Pheromonen - ähneln. Daher bastelten sich unsere Großeltern Duftkissen mit Vanille, um das Liebensleben im Bett anzukurbeln.

5. Der Paradiessamen Kardamom

Im Orient steht der Kardamom als Aphrodisiakum, der auch "Paradiessamen" genannt wird, hoch im Kurs. Um die Lust anzuregen, wird dort meist ein gehäufter Teelöffel des gemahlenen Kardamoms in einen Kaffee oder Tee mit heißer Milch und Honig gegeben.

6. Basilikum als Liebeskraut

Das Basilikum gilt schon seit der Antike als Lust steigernde Pflanze. Es steigert die Durchblutung im Bauch und soll ganz nebenbei auch gegen Bauchkrämpfe und Blähungen helfen. Vielleicht mögen die Italiener das Basilikum - aufgrund seiner pikanten Nebenwirkungen - so gerne.

7. Petersilie für eine heiße Nacht

Petersilie als AphrodisiakaAuch der Petersilie wird vor allem in Deutschland eine stimulierende Wirkung nachgesagt. Da Petersilie auf Niere und Blase wirkt und die Durchblutung anregt, könnte sie auch indirekt auf die Sexualhormone einwirken.

Zumindest war es in der Antike den Kriegern Athens untersagt vor dem Kampf Petersilie zu essen, um die sexuellen Triebe der Recken nicht zu sehr zu stimulieren.

8. Spargel braucht der Mann

Auch dem Spargel - hier speziell dem Spargelkopf - wird eine erotisierende Wirkung nachgesagt. Da er harntreibend wirkt, könnte sich dies ebenfalls indirekt auf die sexuelle Lust auswirken.

9. Erdbeeren und Himbeeren für die Lust

Beliebt sind in diesem Zusammenhang auch Erdbeeren und Himbeeren, die mehr Lust auf Sex machen sollen. Sie enthalten viel Zink, den der Körper zur Produktion von Testosteron - ein bekanntes Lusthormon - nutzen kann. Hier soll eine handvoll Früchte reichen, um die Erregung anzukurbeln.

10. Muskatnuss für die Potenz

Der Muskatnuss wird nachgesagt, dass sie die Lust fördern und die Potenz steigern soll. Hier sollten jedoch nur sehr kleine Mengen (z.B. eine Messerspitze) zum Würzen der Speisen verwendet werden. In großen Mengen kann die Muskatnuss auch Halluzinationen und Übelkeit hervorrufen.

11. Zimtöl für den Mann

Unsere experimentierfreudigen männlichen Vorfahren haben sich verdünntes Zimtöl direkt auf den Penis aufgetragen. Es soll die Durchblutung steigern und so die Manneskraft unterstützen. Aber Vorsicht - speziell schwangere Frauen sollten nicht mit Zimtöl in Kontakt kommen!

12. Kaffee macht wach

Wer spät abends noch ein Schäferstündchen einlegen will, ist mit koffeinhaltigem Kaffee gut bedient. Er hält nicht nur die Aufmerksamkeit wach, sondern soll auch die Wahrnehmung schärfen, was dem Lustempfinden zugutekommt.

Wie wende ich solche Pflanzen an?

Mit einer Aufzählung ist es natürlich nicht getan, wenn man mit solchen pflanzlichen Aphrodisiaka experimentieren will. Eine Möglichkeit diese Pflanzen zum Einsatz zu bringen ist, sie in einem Abendessen oder Salat zu verarbeiten.

Mögliche Zutaten für einen Liebes-Salat:

  • Endivie (macht nach dem Volksmund den faulen Hahn geil)
  • Basilikum
  • Petersilie
  • Bohnenkraut
  • Brunnenkresse
  • sauerer Rahm
  • Cayennepfeffer oder Chili
  • Feldsalat
  • Ingwer
  • Sellerie
  • Brise Muskat

Suchen Sie sich aus den angegebenen Zutaten einige aus, die Sie für einen leckeren Salat verwenden wollen. Bereiten Sie den Salat frisch zu und essen Sie ihn etwa eine Stunde, bevor der heiße Teil des Abends beginnt. Experimentieren Sie mit den Zutaten und finden Sie selbst heraus, was bei Ihnen wirkt und was nicht.

Sicher darf man von den pflanzlichen Aphrodisiaka keine Wunder erwarten. Sie dienten schließlich dazu die Sinne zu verfeinern und nicht als chemische Keule gegen Potenzprobleme. Was man tatsächlich von ihnen erwarten kann, muss jeder für sich selbst herausfinden. Denn sie wirken nicht bei jedem Menschen gleichermaßen.

Viel Spaß beim Experimentieren!

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