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Kennen Sie schon das elektrische Rauchen, auch elektronisches Rauchen oder eDampfen genannt? „Digitales Rauchen“ – das passt zu unserem digitalen Zeitalter. Aber was ist das denn? In diesem Artikel will ich Ihnen erläutern, um was es beim "elektronischen Rauchen" geht und welche Pro- und Kontra-Argumente für bzw. gegen diese Methode sprechen. Doch beginnen wir bei den grundsätzlichen Fragen auf dem Weg zur Freiheit vom Zigarettenstress.
Zunächst einmal lohnt die Betrachtung, warum es eigentlich so schwer ist, mit dem Rauchen aufzuhören und warum so viele Raucher trotz intensiver Bemühungen, Teilnahme an Kursen und allen möglichen Maßnahmen (und oft mit sehr gemischten Gefühlen!) weiterrauchen.
Rauchen ist die Summe von mehreren wichtigen Faktoren. Bleibt ein Faktor unberücksichtigt, fällt der Verzicht vielen Betroffenen enorm schwer oder ist unmöglich.
Die Abhängigkeit vom Nikotin ist nur einer dieser Faktoren, die durch Suchtverstärker wie Menthol oder Ammoniak, die dem Tabak zugesetzt werden, noch gefördert wird.
Weitere Faktoren sind:
Dass man damit auch noch, im Gegensatz zum Alkohol, klar im Kopf bleibt (zumindest subjektiv), macht das Rauchen zu einer Art multitalentierter Superdroge und den Ausstieg für viele echte Abhängige schwer bis unmöglich. Obwohl sehr viele Raucher liebend gern aufhören würden, sind ihnen die Nachteile und deutlichen Risiken für sich selbst und ihr Umfeld doch längst bewusst. Sie können und wollen nicht auf die Vorteile, die das Rauchen ihnen bietet, verzichten.
So sitzen sie in einer Falle ohne Ausweg: Das Weiterrauchen macht besorgt und ein schlechtes Gewissen – und das Aufhören will aus den oben genannten Gründen nicht gelingen. Diejenigen, die es dauerhaft bis zum Exraucher geschafft haben, brauchten im Durchschnitt fünf bis sieben ernsthafte Anläufe mit Rückfällen. Das bedeutet viel Stress und Nervenkrieg, auch für die geplagten Mitmenschen, die einen Raucher auf Entzug ertragen müssen, wieder und wieder…
Und so kommen wir jetzt zur digitalen Zigarette: Sie verspricht einen Ausweg aus diesem Dilemma, und zwar nicht nur für die Raucher, sondern auch für ihr Umfeld.
Das elektrische Rauchen ist eine Alternative zum herkömmlichen Rauchen.
Es berücksichtigt die oben genannten Faktoren und simuliert das Rauchen perfekt.
Der Unterschied ist jedoch entscheidend:
Anders als bei den Zigaretten wird hier nichts verbrannt.
Ein elektrisches Gerät im Design von Tabakwaren (Zigarette, Pfeife, Zigarre, Zigarillo) liefert Dampf, wenn am Mundstück wie an einer Zigarette gezogen wird. Der Dampf wird ein- und ausgeatmet und erzeugt ein ähnliches Gefühl in Hals und Lunge wie der Tabakrauch.
Der Dampf wird von einer Flüssigkeit gebildet (einem Liquid auf der Basis von Propylenglykol, aus dem beispielsweise auch der Diskonebel besteht), die im Gerät beim Ziehen, also durch Unterdruck, erwärmt wird. Dadurch bildet sich Dampf, der inhaliert wird.
Das sensorische Erleben ist dem Ein- und Ausatmen von Rauch sehr ähnlich. Dieses Liquid gibt es in vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und ohne Nikotin sowie auch in verschiedenen Nikotinstärken. Die bisher durchgeführten Studien belegen die Unschädlichkeit von inhaliertem Propylenglykol und befürworten das elektrische Rauchen als geeignete Alternative zum Rauchen.
Der ausgeatmete Dampf enthält kein Nikotin mehr bis auf eventuelle minimalste Reste, wie sie auch beim Ausatmen während des Kauens eines Nikotinkaugummis frei werden könnten, was genauso unwahrscheinlich ist. Natürlich ist der Wegfall der Schadstoffe aus dem verbrannten Tabak das Wichtigste. Denn damit entfällt auch das gesundheitliche Risiko, ebenso die Belästigung und Belastung des Umfeldes.
Die Akzeptanz des elektrischen Rauchens im Alltag ist dementsprechend groß, und zwar seitens der Raucher ebenso wie vonseiten der Nichtraucher, zum Beispiel der Angehörigen und Freunde von Rauchern.
Wenn das elektrische Rauchen als Alternative gewählt wird, verringern sich nach einigen Wochen oder Monaten (individuell sehr unterschiedlich) der Konsum und der Suchtdruck von selbst, und der Sprung vom eDampfer zum Nichtraucher scheint wesentlich leichter zu sein als vom Raucher zum Nichtraucher.
Das elektrische Rauchen ist dementsprechend keine ...:
Denn die Abhängigkeit bleibt vorerst erhalten. Sie wird jedoch in Kauf genommen, weil die gesundheitlichen Belastungen wesentlich geringer sind als beim Rauchen. Gegner (aus den US-amerikanischen Nichtrauchervereinigungen) befürchten, dass das eDampfen für Jugendliche eine attraktive Einstiegsdroge zum Rauchen werden könnte.
Aber abgesehen davon, dass die Jugendlichen, die das (unerlaubterweise) ausprobiert haben, damit hohnlächelnd aus ihrem Freundeskreis vertrieben wurden (die „eKippe“ ist überhaupt nicht cool), gibt es auch die Theorie, dass das Nikotin in den Liquids in einer anderen, nicht so suchterzeugenden, nämlich in der gebundenen Form vorliegt, auf die der Körper viel weniger bis gar nicht mit der Erzeugung hungriger Nikotinrezeptoren antwortet.
Das macht Sinn, denn auch in allen Nachtschattengewächsen, also Tomaten, Paprika und Auberginen, ist Nikotin in geringen Mengen vorhanden, doch beim besten Willen können wir uns nicht vorstellen, dass jemand, der gern Tomaten isst, deswegen zum Raucher werden könnte.
Im verbrannten Tabak dagegen wandelt sich das Nikotin zu seiner freien Form, die wesentlich aggressiver ist. Zu diesem Thema steckt die Forschung jedoch erst ganz in den Anfängen. Die Erfahrungen von vielen Umsteigern aufs eDampfen befürwortet allerdings diese Theorie.
Merksatz: eDampfen ist nicht „gesund“ (denn das wäre nur der komplette Verzicht darauf, etwas anderes als Luft einzuatmen), aber weniger schädlich als Rauchen ist es auf jeden Fall.
Das eDampfen ist also ...:
Leider hat diese verheißungsvolle neue Technik auch einige Nachteile, die hier nicht verschwiegen werden sollen:
Durch Informationen, Kenntnisse und Übung können diese Nachteile ausgeglichen werden. Zur Zeit (Stand November 2009) ist das eDampfen in Deutschland rechtlich nicht geregelt.
Wenn Sie diese Informationen neugierig gemacht haben, empfiehlt die Autorin zusätzlich folgende Links, um sich eingehender mit dem Thema zu beschäftigen:
Von Anne Lindenberg
Wert 4.5 |
Thema: 4.5 | Information: 4.5 | Verständlichkeit: 4.5 |
| Stimmen: 2 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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