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Kurz vorab: Im ersten Teil haben wir den Bereich des Online-Marketings abgehandelt. Sie können das Thema hier nachlesen: "Buch bewerben: Marketing-Tipps für BOD-Autoren - Teil 1" (<-Link).
Im dritten Teil werden wir besprechen, wie man mit dem Produkt (Buch) selbst Werbung machen kann: "Buch bewerben: Marketing-Tipps für BOD-Autoren - Teil 3" (<-Link).
Nun möchte ich auf das sogenannte Offline-Marketing zu sprechen bzw. zu schreiben kommen. Unter Offline-Marketing versteht man die Promotion eines Produktes ohne Hilfe des Internets, eben in der realen Welt.
1. Mundpropaganda, eine unterschätzte Methode
»Die beste Werbung ist Mund-zu-Mund-Propaganda«, heißt es im nicht so sprachbegabten Volksmund. Dass eine Mund-zu-Mund-Beatmung manchmal die beste Methode zur Erhaltung eines Lebens ist, dürfte durchaus möglich sein, doch wenn es um Werbung geht, ist es einzig und alleine die Mundpropaganda.
»Haste schon gehört?« oder »Weißte was?« oder auch »Das musst du dir kaufen!« sind beliebte Einleitungssätze, wenn es darum geht, seinem Gegenüber etwas schmackhaft zu machen. Je mehr über ein Produkt gesprochen wird, je mehr es in aller Munde ist, desto größer sind die Chancen für einen erhöhten Absatz.
2. Werbung in und mit Printmedien
Aufkleber, Lesezeichen, Postkarten, Briefpapier, Flugblätter, Poster … die Auflistung ist beinahe
endlos. Hat man sein fertiges Buch in den Händen, gibt es die Möglichkeit, mit dem Buchcover das
Produkt bekannter zu machen.
Drucken Sie es auf oben genannte Medien und verteilen Sie diese unter den Menschen. Aber nicht wahllos, sonst werfen Sie wortwörtlich Ihr Geld aus dem Fenster!
Hier sollte, wie bei allen kostenpflichtigen Werbemitteln, immer das Verhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen im Vordergrund stehen.
Darüber hinaus gibt es ja noch die unzähligen Fach-, Monats-, Wochen- und Tageszeitschriften im deutschsprachigen Raum. Legen Sie einem Journalist oder Redakteur Ihr Buch ans Herz, können Sie sich über die Chance einer fachlichen Rezension oder eines auszeichnenden Artikels freuen. Je höher die Auflage des Magazins ist, desto mehr potenzielle Kunden gewinnen Sie.
3. Bedruckte Textilien
Kleidungsstücke können ebenso eine hervorragende Werbefläche sein. Jan van Helsing schrieb vor einigen Jahren einen Bestseller auch ohne solche Werbemaßnahmen. Wer weiß, ob er mit einem massentauglichen gelben T-Shirt, das die Aufschrift getragen hätte »Hände weg von diesem B(a)uch!«, auch am Ballermann einige Exemplare hätte verkaufen können.
Hosen, Pullover, Jacken, Mützen, Schals … auch diese Liste ist beinahe endlos und kann kombiniert werden. Jedoch sollte stets darauf geachtet werden, dass durch die Werbemaßnahme nicht das Ansehen des Buches leidet. Das dürfte auch der Grund gewesen sein, warum Herr van Helsing diese Methode außen vor ließ. Geschadet hat's jedenfalls nicht.
4. Fahrzeuge als Werbeträger
Und wenn Ihnen ein selbst erzwungenes Werbeoutfit der Kollektion Promotion noch nicht ausreicht und Sie auf alle Fälle auffallen möchten, dann nutzen Sie doch Ihre Fortbewegungsmittel wie Fahrrad, Auto oder Motorrad als Werbeträger. Hier eignen sich z.B. Magnetschilder, Poster oder sogar originelle Werbe-Vinyls.
Wichtig ist hierbei, dass Sie die Regeln der Straßenverkehrsordnung beachten und auch sonst alles Erdenkliche dafür tun, dass keine Sicherheit durch ablenkende, auffällige oder gar blendende Werbemittel im Straßenverkehr gefährdet wird. Ein Exemplar Ihres Buches auf der Hutablage ist für alle die bequemste Variante.
5. Flohmarkt, Lesung, Seminar …
Welches Wort passt nicht in die Reihe? Sie passen alle! Denn auch auf Flohmärkten, eigenen
Lesungen und Seminaren/Vorträgen macht sich eine kleine Verkaufsecke Ihres Buches - eventuell
mit der Option einer Signatur vom Autor - bezahlt.
Sie referieren über Depressionen?
Dann bieten Sie den Seminarteilnehmern Ihren Ratgeber an. Auf Ihrer Roman-Lesung tun Sie dasselbe und auf dem örtlichen Flohmarkt sowieso …
Zum Schluss seien noch kooperierende Aktionen wie Theater, (Schul-) Feste, Klubtreffen oder Ähnliches erwähnt. Hier können sich mehrere Parteien/Personen finanziell beteiligen, sodass die eventuellen Einnahmen für jeden Investor steigen können.
6. Auslegeware und Kommissionskauf
Versuchen Sie mal Ihr Glück und finden Sie eine kleine unabhängige Buchhandlung. Wenn Sie das geschafft haben, bieten Sie dem freundlichen Buchhändler doch Ihr Buch auf Kommission an. Dabei erhält der Buchhändler einen Rabatt (üblich sind 40–45%) und bestellt direkt bei Ihnen eine gewisse Anzahl an Exemplaren. Diese werden erst beim Verkauf an den Endkunden bezahlt.
Sollten die restlichen Exemplare nach einer zuvor abgesprochenen Frist noch nicht an den Mann oder an die Frau gebracht worden sein, erhalten Sie Ihre Bücher tadellos zurück. Oder Sie bieten einem Buchhändler einen Direktverkauf Ihrer Bücher an, sodass die Kommission nichts mehr zu sagen hat. Sie erhalten sofort Ihr Geld und der Buchhändler das Gefühl, härter arbeiten zu müssen. Auslegeware lockt immer potenzielle Käufer an.
Im Gegensatz zum Online-Marketing gibt es im Offline-Marketing kaum eine Aktion, die nicht mit Kosten verbunden ist. Nur der Tod ist umsonst, und weil man den freilich in weite Ferne rücken will, sollte man beim Offline-Marketing beachten, dass die ausgegebenen Summen durch den Buchverkauf wieder einnehmbar sind. Hier sollte das Preis-/Leistungsverhältnis mal anders durchdacht werden.
Im dritten und letzten Teil meines »Book on Demand«-Knigges wenden wir uns den spezielleren Marketingaktionen zu. Sie sind originell, sie sind effektiv – sie sind im und am Buch vorhanden.
Von Thorsten Boose
Wert 3.8 |
Thema: 3.8 | Information: 3.8 | Verständlichkeit: 3.8 |
| Stimmen: 4 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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