1. Mangan - Mangan ist am Cholesterinaufbau beteiligt und wichtig für den Glucose- und Fett-Metabolismus. Es ist in vollwertiger Nahrung enthalten, vorausgesetzt der Boden, auf dem es wächst, ist manganhaltig. Besonders reich an Mangan sind: Nüsse, Keime, Vollkornprodukte, Kakao (Bitterschokolade), Tee, grünes Gemüse, Blaukraut, weiße Bohnen und Rüben. Mangan geht in großen Mengen verloren, durch Zucker und Weißmehlprodukte und durch einen hohen Phosphatgehalt in Fertiggerichten.
2. Zink - Zink ist natürlich enthalten in: Kürbiskernen, Sesam, Mandeln, Erdnüssen, Bierhefe, Austern, grüne Bohnen, Linsen, Vollreis, Haferflocken, magerem Rindfleisch, Tomaten, Pfirsiche und Champignons. Zink verbessert und unterstützt die Nahrungsverwertung und hilft bei der Blutzuckerregulation. Es ist wichtig, um Diabetes vorzubeugen. Niedrige Magnesiumwerte findet man oft beim Diabetes.
3. Magnesium - Magnesium ist natürlich enthalten in: Kürbiskernen, Sonnenblumenöl, Kakao, Nüssen, Hülsenfrüchten, Aprikosen, Bierhefe, Algen, Bananen, Datteln, Kartoffeln, grünem Blattgemüse, Avocado, Petersilie und vor allem in Vollgetreide wie Roggen und Hafer.
Ungünstig auf die Magnesiumversorgung wirken sich aus:
Organisches Magnesium (-citrat oder aspartat) eignen sich besonders zur Beseitigung von Magnesiummangelzuständen, da sie vom Körper gut aufgenommen werden.
4. Chrom - Chrom ist natürlich enthalten: Melasse, Bierhefe, Weizenkeime, Leber, Schweineschnitzel, Hühnerfleisch, Vollkornbrot, rote Rüben, Pilze, Mandeln, Hülsenfrüchte, Lachs, Austern, Shrimps, Kresse, schwarzer Pfeffer, rote Johannisbeeren und Preiselbeeren.
5. Arginin (eine Aminosäure also Eiweiß) - Arginin ist natürlich enthalten: Gelatine (Gummibärchen), Erdnüsse, Sojabohne, Erbsen, Linsen, Mandel, Walnuss, Haselnuss, Cashewnüsse, Weizenkeime, Garnele, Rinderlende, Hammelfleisch, Kalbfleisch, Hühnerbrust, Thunfisch, Gouda, Fisch, Haferflocken, Hühnerei und Ziegenmilch.
Was hat dies mit Diabetes zu tun? Arginin ist für die Freisetzung von Insulin unentbehrlich und unterstützt die Wirkung von Insulin. Gleichzeitig verbessert es die Durchblutung und kann damit Folgeerscheinungen vorbeugen.
Der Leber hilft es beim Entgiften. Leitsymptome bei Argininmangel sind Bindegewebsschwäche, schwaches Immunsystem, Durchblutungsstörungen mit allen Folgen, hohe Blutfett- und oder Ammoniakwerte, Muskel- und Herz-Kreislaufschwäche.
6. Vitamin C und Diabetes - Der Transport von Vitamin C zu den Zellen ist beeinträchtigt. Es kann helfen Spätfolgen vorzubeugen und es ist wichtig für eine gesunde Leberfunktion. Weiterhin normalisiert es den Stuhlgang.
7. Vitamin E - Schützt vor freien Radikalen und es ist wichtig für die Vitamin A Verwertung. Vitamin E hat eine entzündungshemmende Wirkung und schützt die Leber vor Verfettung. Weiterhin schützt es die B-Vitamine, hilft der Pankreas, Leber und Galle, wenn diese in ihrer Funktion gestört sind
8. Vitamin B1- Es ist für eine gesunde Magen- und Leberfunktion unentbehrlich. Es fördert die ausreichende Magensäurebildung und ist Voraussetzung für die gute Eiweißverdauung und –verwertung. B1 ist zudem für eine gesunde Darmtätigkeit wichtig. Diabetiker haben oft einen B1 Mangel - es kann sogar die Heißhungerattacken senken.
9. Selen: Selen ist für die normale Funktion von Pankreas, Leber, Niere, Magen und Darmbereich wichtig. Erkrankungen wie Diabetes können ein Hinweise auf einen Selenmangel sein. Selen unterstützt auch zahlreiche Funktionen im Immunsystem.
10. Fettsäuren: Nachtkerzenöl und EF bzw. die GLS sind ein wichtiges Diabetesmittel. Sie können sowohl die Grunderkrankung verbessern, d.h. die Kohlenhydratverwertung aber auch typische Folgeerkrankungen wie Nerven- und Durchblutungsstörungen, Gefäßschäden abschwächen oder vorbeugen. Es ist wichtig für die gesunde Schleimhaut der Verdauungsorgane.
Wie Sie dieser Beschreibung entnehmen können, sind alle Vitalstoffe untereinander verbunden und brauchen sich gegenseitig. Machen Sie sich aber nicht verrückt, was Sie wann oder wie essen sollen. Viele Vitalstoffe sind bereits in einem Lebensmittel gleichzeitig vertreten, sonst müssten wir ja den ganzen Tag nur Essen, um alles aufzunehmen.
Mein Grundrezept ist: Essen Sie nach Jahreszeiten bzw. das, was in Ihrer Region angeboten wird. Meiden Sie Fertigprodukte, Weißmehl und Zucker und Sie haben bereits viel erreicht. Essen Sie täglich etwas Frisches und das am besten roh (Salat oder Obst). Wenn Sie Nahrungsergänzungsmittel nehmen wollen, sprechen Sie dies bitte immer mit Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Ernährungsberater ab. Nehmen Sie nicht nach eigenem Gusto einfach irgendwas.
Entdecken Sie Gemüsesorten neu, wie Steckrüben bzw. auch Kohlrüben, Dotschen oder Wruken genannt. Verwenden kann man sie roh und gekocht in der Suppe, im Salat, als Gemüsebeilage oder Püree. Sie enthält viel Kalium, Kalzium, Phosphor, Vitamin A, C, E und B6. Sie stärkt die Nerven und die Immunabwehr.
Topinambur - auch als Erdartischocke oder Erdbirne bekannt - kann roh oder gekocht gegessen werden. Der Geschmack ist süßlich. Man kann sie wie eine Kartoffel zubereiten, gekocht, gebraten oder frittiert. Sie enthält viel Kalium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Eisen und Inulin, was besonders gut verträglich für Diabetiker ist.
Pastinaken - auch Hammelmöhren oder Kirschmöhren genannt - haben eine Ähnlichkeit mit der Petersilienwurzel. Man schält sie wie Möhren und kann sie roh, gedünstet, gebraten oder püriert genießen. Sie enthalten Kalium, Magnesium Vitamin B und C. Sie lindern Magen- und Darmbeschwerden und stimulieren das Nervensystem.
Schwarzwurzel schmeckt wie Spargel, muss allerdings beim Schälen mit Handschuhen - wegen der Färbung - angefasst werden. Am besten schält man sie unter fließendem Wasser. Danach sofort in Essig- oder in Zitronenwasser tauchen, in das etwas Mehl eingerührt ist. So bleiben die Stangen weiß. Sie enthalten Kalium, Phosphor, Magnesium Eisen, Vitamin B und E sowie Inulin, das von Diabetikern sehr geschätzt wird.
Beispielsweise geschieht dies von den dort heimischen "Milchsäurebakterien" wie Bifidobakterien und Laktobazillen. Dieser finale Verdauungsakt ist gesundheitsfördernd, denn durch den Stoffwechsel einer intakten Darmflora wird deren pH-Wert gesenkt. Das bietet schädigenden Bakterien schlechtere Lebensbedingungen.
Unverdauliche, im Dickdarm fermentierbare Zucker scheinen auch die Aufnahme von Mineralstoffen, wie Kalzium, Magnesium und Eisen zu steigern. Dies beugt besonders Osteoporose vor. Neben Topinambur sind auch andere Pflanzen Lieferanten von Inulin. Beispiele hierfür sind Zwiebeln, Weizen und Spargel.
Aus der Epigenetik gibt es immer mehr Erkenntnisse, dass Ernährung und Lebensstil viel Einfluss haben auf die Methylgruppen, die sich an die DNA Abschnitte setzen und verschiedene Stoffwechselvorgänge beeinflussen bzw. diese an- und abschalten. Über Epigenetik ist bereits ein Artikel von mir auf Philognosie zu finden (siehe "Epigenetik: Wie wir über Gene die Gesundheit selbst steuern").
Als Nahrungsergänzungsmittel empfehle ich meinen Patienten "Regulat Spezial Diabetic". Es unterstützt die Regulation der Blutzuckerwerte und die Funktionen der Zelle. (Mehr Infos unter www.kaskadenfermentation.de.)
Wie auch immer Sie an die Änderungen heran gehen, suchen Sie einen Weg, bei dem Sie sich wohl fühlen. Es gibt viele Wege - ich habe Ihnen in diesem Artikel nur einige Beispiele genannt. Was und wie Sie diese Wege für sich kombinieren, entscheiden Sie bitte immer mit fachkundiger Begleitung. Hier können Sie Fragen stellen und finden persönliche Tipps und Hilfen zur Umsetzung. Diabetes Typ 2 ist kein Schicksal, das Sie hinnehmen müssen. Werden Sie aktiv und suchen Sie sich Hilfe.
Bleiben Sie gesund oder werden Sie gesund ...
Herzlichst
Renate Reimer
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Thema: 4.5 | Information: 4.5 | Verständlichkeit: 4.5 |
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