Bei dieser Methode muss ein Set Karten mit den Ampelfarben (rot, gelb und grün) vorbereitet werden. Für jeden Feedback-Teilnehmer steht mindestens ein Kartenset zur Verfügung.
Die Teilnehmer sitzen in einem Kreis und wählen je eine der drei Karten aus, um ihre Meinung zu einer vorher festgelegten Frage zu zeigen, z.B. "Wie hat Ihnen der Vortrag gefallen?" Dabei muss die Bedeutung der Kartenfarben vorher bestimmt sein - Beispiel ...:
Die drei Farben können natürlich auch durch andere Symbole (z.B. Smileys mit unterschiedlicher Mimik) ersetzt werden. Der Leiter stellt nun Behauptungen auf, welche die Teilnehmer - mit dem Hochhalten eines entsprechenden Kärtchens - beantworten. Diese Methode eignet sich gut für Kindergruppen.
Der Leiter hat einen Feedbackbogen vorbereitet, der den Teilnehmern zum Ausfüllen gegeben wird. Der Leiter kann sich also gezielt überlegen, zu welchen Themen er Feedback haben will. Im Feedbackbogen können Bewertungsmöglichkeiten (beispielsweise Schulnoten von 1 bis 6) angeboten werden. Das hat den Vorteil, dass es das Ausfüllen beschleunigt und erleichtert.
Mögliche Fragen können sein:
Sie können den Bewertungsbogen auch mit sogenannten "offenen Fragen" mischen. Dies empfiehlt sich, damit die Teilnehmer auch persönliche Statements abgeben können. Beispiel: "Haben Sie noch zusätzliche Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge oder Kritik?"
Diese Feedbackbogen-Methode hat den Vorteil, dass Sie sehr differenziertes Feedback bekommen. Doch achten Sie darauf, dass der Feedbackbogen nicht zu lang ausfällt. Es wird empfohlen sich auf eine DinA4-Seite zu beschränken. Werten Sie das Feedback im Anschluss aus und notieren Sie, was Sie künftig verbessern wollen.
Diese Methode eignet sich gut für größere Gruppen. Dabei geben sich die Teilnehmer gegenseitig Feedback.
Der Namen jedes Teilnehmers wird auf einem Zettel geschrieben, gemischt und anschließend in der Gruppe ausgeteilt.
Jeder schreibt der Person, die er gezogen hat, einen kurzen Brief. Ein Beispiel:
Anschließend werden die Kärtchen wieder auf den Boden gelegt, diesmal mit dem Namen nach oben. Jeder nimmt nun die Karte mit seinem Namen.
Im Anschluss wird eine Runde gemacht, wo jeder sagen kann, ob er das Feedback annehmen will oder nicht. Wer will, kann den anderen sein Feedback mitteilen. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass jeder Teilnehmer etwas mit nach Hause nehmen und über sich nachdenken kann.
Scheuen Sie sich nicht davor Feedback-Methoden auf Ihre Situation, auf Ihre eigenen bzw. auf die Bedürfnisse der Beteiligten zuzuschneiden. Wenn Ihnen eine neue Methode einfällt, probieren Sie sie aus! Je mehr Erfahrungen Sie dabei sammeln, desto mehr Ansatzpunkte werden Sie bekommen Ihre Arbeit und Ihren Umgang mit anderen Menschen zu verbessern. Denn ein erfolgreiches Feedback sollte immer die Möglichkeit eröffnen, noch besser zu werden.
Viel Erfolg mit der Wahl der passenden Feedbackmethode!
Wert 4.4 |
Thema: 4.6 | Information: 4.1 | Verständlichkeit: 4.6 |
| Stimmen: 7 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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