Sind dann Auslöser für unsere Krankheiten auch gekennzeichnet durch einen Mangel an Enzymen oder deren Aktivität? Dies kann eindeutig mit einem Ja beantwortet werden. Alle Krankheiten und negativen Umwelteinflüsse nagen an den Enzymreserven und die natürlichen Lieferanten Obst, Gemüse oder Keimlinge werden zunehmend durch erhitzte und damit extrem enzymarme Industrieernährung ersetzt.
Die neue Regulationsmedizin setzt genau hier an. In der Sportmedizin, wo schnelle Regeneration und Heilung schon aus finanziellen Gründen wichtig sind, spielen sie eine zentrale Rolle und gelten sogar als Geheimwaffe. Bekannt für seine entzündungshemmende Wirkung ist z.B. das Bromelain aus der Ananas, das Ficin der Feige und das Papain der Papaya.
Ein weiterentwickeltes Produkt ist das Rechts-Regulat von der Firma Dr. Niedermaier. Durch die mehrstufige Kaskadenfermentation über mehrere Wochen werden die Enzyme vermehrt und aufgeschlossen. Dadurch steht dem Körper ein besonders breites Spektrum an Enzymbausteinen zur Verfügung.
Mit diesen Regulatoreiweißen und Enzymstarterkits kommt es zu einer Balancierung der Signale an das Epigenom. Positive Reaktionen werden gesetzt und die negativen überschrieben. Mehr Infos dazu entnehmen Sie bitte der Webseite - Portal für ganzheitliche Informationen zur Kaskadenfermentation.
Kommen wir noch einmal zurück zur Zwillingsforschung. Es wurde festgestellt, dass je älter sie wurden und je unterschiedlicher sie lebten, desto mehr sich das Epigenom mit seinen Methylgruppen veränderte.
Das bedeutet, dass unser Lebensstil verschiedene Spuren hinterlässt. Der eine Zwilling stellt z.B. durch eine Partnerschaft seine Ernährung um, der andere nicht. Der eine lebt in der Stadt, der andere ländlich. Der eine hat psychischen Stress, der andere leidet mehr unter der körperlichen Belastung.
Untersuchungen haben gezeigt, dass ca. zwei Drittel der untersuchten Zwillinge deutliche Unterschiede in ihrem Methylierungsmuster aufweisen. Das bedeutet, wir haben durchaus Einfluss auf unsere Gesundheit. Zur Zeit ist die Forschung der Epigenetik dabei, Therapien zu entwickeln, die hier ansetzen, um die Krankheiten an ihrem Ursprung zu beseitigen, wie beispielsweise bei Krebs.
An Mäusen hat man bereits intensiv geforscht und als Erkenntnis weiß man heute, dass eine simple Ernährungsumstellung Gene dauerhaft an- bzw. abschaltet. Selbst Düfte können bei Ratten DNA-Methylketten verändern, so dass sie weniger stressanfällig werden.
Dr. Frank Lyko, Leiter der Arbeitsgruppe Epigenetik, erhielt den Leibniz-Preis der Dt. Forschungsgesellschaft für die Erforschung der Bedeutung von Methylierungsprozessen der Erbsubstanz. Die Zufuhr von Methylgruppen, Folsäure, K, Mg und Carnithin schützt die Prozesse der Epigenetik, verhindert Präkanzerosen (eine Gewebsveränderung, die entarten kann), wirkt antikanzerogen und unterstützt die Reparaturvorgänge bei Fehlsteuerung des Genoms und der Proteine.
Ein amerikanisches Forscherteam fand bei Prostatapatienten Folgendes heraus: Die Teilnehmer der Pilotstudie aßen über einen Zeitraum von 3 Monaten viel pflanzliche Kost und wenig gesättigte Fettsäuren. Dazu etwas Sport, Stressbewältigungstechniken und die Teilnahme an Gruppensitzungen. Vorher und danach wurde an 500 Genen die Aktivität gemessen. Heraus kam: 48 Gene wurden aktiviert, 453 gedämpft, darunter einige, die als tumorförderlich galten.
Beispiel: 400 g Brokkoli pro Woche hat laut Studie (Norwich Research Park) am Prostatagewebe eine veränderte Genaktivität gezeigt – die, wie man vermutet, sich bremsend auf Tumore und Entzündungen auswirkt.
Wir wissen heute, wie unterschiedlich uns verschiedene Lebensmittel unterstützen und die orthomolekulare Wissenschaft findet immer mehr Zusammenhänge. Zwei weitere Beispiele:
Grüner Sencha Tee 3 x täglich eine Tasse (8-10 Minuten ziehen lassen und immer frisch zubereiten) enthält große Mengen an Catechinen, die eine Vielzahl von krebshemmenden Eigenschaften besitzen.
Kurkuma und sein wichtigster Bestandteil, das Curcumin besitzt viele krebshemmende Eigenschaften.
Es senkt das Thrombose-Risiko, wirkt hypocholesterolämisch und antioxidativ (Vitamin E überlegen).
Es blockiert das Wachstum der Krebszellen, verhindert die Bildung neuer Blutgefäße (Angiogenese). Die Entwicklung von Polypen im Darm wird verlangsamt und der Spiegel von COX-2, der mitverantwortlich gemacht wird für den Dickdarmkrebs, wird gesenkt (COX-2 ist für die entzündungsfördernden Moleküle verantwortlich).
Mit etwas Pfeffer (verstärkt die Wirkung von Curcumin) auf 1 Teelöffel Kurkuma täglich, beigefügt an Suppen, Salatsaucen sowie Nudelgerichten kann man eine gute Krebsprävention vornehmen. (Quelle: Krebszellen mögen keine Himbeeren.)
Abwechslungsreiche, enzymreiche Ernährung möglichst nach Jahreszeiten und aus der Region ist zu bevorzugen - verarbeitete Lebensmittel, wie Fertigkost, Zucker und Weißmehl zu meiden. Desweiteren: einen Sport zu finden, der Spaß bringt und das eigene Zuhause schön zu gestalten. Wichtig ist auch der eigenen Seele Raum zu geben, sei es Zeit für die Freunde zu haben, Spaziergänge in der Natur zu machen oder einfach nur ein schönes Buch zu lesen.
Ich werde mich nicht damit abfinden, dass eine Erkrankung, die mich trifft, nicht zu ändern ist oder den Genen die Schuld zu geben. Die Epigenetik gibt uns Einblicke in die wunderbaren Funktionen unseres Körpers und was alles möglich ist. Es lohnt sich deshalb danach zu streben, das Ungleichgewicht oder den Funktionsverlust auszugleichen und die Gesundheit wieder herzustellen.
Ich hoffe mit diesem Artikel einiges zum besseren Verständnis beigetragen zu haben. Und suchen Sie doch einfach unter dem Stichwort „Epigenetik“ noch ein wenig weiter im Internet, da gibt es vieles mehr.
Bleiben Sie gesund bzw. werden Sie gesund.
Alles Liebe
Renate Reimer
Quellenverweise:
Wert 4.7 |
Thema: 4.8 | Information: 4.8 | Verständlichkeit: 4.5 |
| Stimmen: 8 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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