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Auch Menschen, die mehrmals am Tag ihre Zähne säubern, haben Probleme mit Karies oder Parodontitis. In diesem Zusammenhang stellt sich also nicht nur die Frage, wie oft am Tag die Zähne geputzt werden sollen, sondern auch wie genau dies geschehen soll.
Immer noch putzen viele Menschen ihre Zähne zu ungenau, mit der falschen Technik oder an ungünstigen Zeitpunkten. Einige der folgenden Tipps werden Ihnen bekannt vorkommen, doch mit Sicherheit sind auch Tipps dabei, die Ihnen neu sein dürften.
Reinigen des Mundraums
Bevor Sie mit dem Putzen Ihrer Zähne beginnen, spülen Sie Ihren Mund 2-3 mal kräftig mit Wasser aus. Ziehen Sie das Wasser durch Ihre Zähne, damit die gröbsten Speisereste entfernt werden.
Dies hat den weiteren Vorteil, dass säurehaltige Rückstände, etwa von Fruchtgetränken, Cola oder säurehaltigem Obst, ebenfalls entfernt werden und beim anschließenden Putzen nicht den Zahnschmelz anlösen.
Reinigen mit gleichbleibender Systematik
Putzen Sie mit System Ihre Zähne. Ein vorher festgelegtes und eingeübtes Schema stellt sicher, dass kein Zahn mehrmals und ein anderer Zahn weniger geputzt wird. Ein Beispiel für ein solches Schema ist folgendes:
Welches Schema verwendet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Letztlich geht es darum, dass alle Zähne mit der gleichen Sorgfalt und Intensität gereinigt werden. Der Vorteil eines festen Schemas geht aber noch weiter. Wer kennt es nicht? Nach dem Aufstehen oder vor dem Zubettgehen ist man noch nicht oder nicht mehr ganz wach und konzentriert. Wenn das Putz-Schema immer gleichbleibend angewendet wird, muss man nicht mehr darüber nachdenken. Der Körper führt es quasi von selbst durch, egal ob Sie noch nicht ganz wach, etwas zuviel getrunken, oder mit den Gedanken völlig woanders sind.
Der richtige und sanfte Druck auf die Zähne
Achten Sie beim Putzen auf den richtigen Druck, der mit der Zahnbürste auf die Zähne ausgeübt wird. Ein zu fester Druck auf die Zähne schädigt nicht nur das Zahnfleisch und fördert dessen Rückgang (Freilegung der Wurzeloberflächen), sondern auch den Zahnschmelz. Um den weichen Plaque zu entfernen, reicht ein Druck von ca. 150 - 200g völlig aus. Sie können mit einer Briefwaage austesten, wieviel Kraft man braucht, damit sie 150 - 200g anzeigt.
Wenn Sie keine Briefwaage haben, heben Sie einfach eine mittelgroße Orange hoch - die gleiche Kraft üben Sie mit der Zahnbürste auf Ihre Zähne aus. Wenn Ihre Zahnbürste nach 1-2 wöchentlicher Benutzung schiefstehende Borsten aufweist, üben Sie mit Sicherheit zuviel Druck auf Ihre Zähne aus.
Die richtige Putztechnik für Ihre Zähne
Bei der Zahnpflege für Jugendliche und Erwachsene lassen sich zwei Putztechniken unterscheiden: die Vibrationstechnik und die Rotationstechnik.
Die Rotationstechnik eignet sich für Jugendliche ab ca. 12 Jahren bis zu Volljährigkeit. Die Zahnbürste wird rotierend, d.h. kreisend über den Zahnfleischrand in Richtung Zähne und Zahnzwischenräume geführt.
Auch die Kauflächen werden durch eine leicht kreisende Führung der Zahnbürste gereinigt. Die Frontzähne werden einzeln, mit steil gestelltem Bürstenkopf geputzt.
Ab ca. der Volljährigkeit - je nach Entwicklung der Feinmotorik - kann dann dazu übergegangen werden die Vibrationstechnik einzusetzen. Hier wird die Zahnbürste in einem Grad von 45 an den Zahnfleischrand angesetzt und rüttelnde Bewegungen ausgeführt.
Dabei soll es sich nur um feine rüttelnde Bewegungen handeln - die Zahnbürste bleibt aber an der entsprechenden Stelle. Diese Bewegungen lösen den Zahnbelag an, welches dann im Anschluss nach unten in Richtung Zahnflächen weggebürstet wird.
Bei dem Reinigen der Kauflächen darf wieder geschrubbt werden, aber nur mit sanftem Druck. Die oben angegeben Techniken gelten insbesondere für das Bürsten des Zahnfleischrands in Richtung der Zähnflächen und Zahnzwischenräume.
Für beide Techniken gilt: immer von rot nach weiß bürsten, nie umgekehrt, d.h. Sie bürsten immer vom Zahnfleisch weg. Denn ansonsten besteht die Gefahr der Zahnfleischverletzung, mit den weiter oben erwähnten unerwünschten Folgen.
Gehen Sie, wie beispielhaft oben beschrieben, nach einem festen Schema vor. Wiederholen Sie das Schema mehrmals - ein Durchgang reicht nicht aus!
Wert 4.4 |
Thema: 4.7 | Information: 4 | Verständlichkeit: 4.7 |
| Stimmen: 3 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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