Als, sicher nicht erschöpfende, Erklärung bieten die Autoren im Wesentlichen folgendes an:
Jahrtausendelang und insbesondere in der Zeit, als sich das menschliche Gehirn ausdifferenziert hat, hatten sich Männer und Frauen komplett unterschiedlichen Tätigkeiten zu widmen, um zu überleben:
Männer gingen auf die Jagd und entwickelten in der Folge genau die Fähigkeiten, die sie für´s Jagen brauchten: Sie mußten sich auch weit entfernt von der Höhle sicher orientieren können. Sie mußten den Weg zur Höhle zurückfinden, Taktiken beim Erlegen der Beute und efektive Methoden beim Töten/Transport der Beute (Logistik) entwickeln. Und sie mußten natürlich auch das Territorium der Horde überblicken, sichern und verteidigen können. Kurz, sie mußten - anders als Frauen ... einpunktig, zielgerichtet wahrnehmen, und effektiv agieren lernen.
Frauen mußten sich in dieser Zeit vor allem in der Nähe der Höhle zurechtfinden. Sie mußten alles, das heißt viele verschiedene Details, im Auge behalten. Auch mußten sie mehrere Tätigkeiten parallel ausführen können und - per Kommunikation - die Gruppe zusammenhalten. Kurz, sie mußten simultan, peripher wahrnehmen und integrierend agieren lernen.
Als Folge dieser Arbeitsteilung der menschlichen Rasse über viele Jahrtausende entwickelte das weibliche bzw, männliche Gehirn ganz spezielle Bereiche, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden.
In männlichen Gehirnen haben sich folgende Besonderheiten entwickelt:
In weiblichen Gehirnen haben sich folgende Besonderheiten entwickelt:
Differenzierend hinzu kommt - natürlich - die biologische Arbeitsteilung bei der Sicherung des Fortbestands der Art. Sie ist auch leicht erkennbar als Basis der sozialen und machte es naheliegend, daß Frauen und Männer gerade so (und nicht etwa andersrum) ihre sozialen Fähigkeiten spezialisierten:
Bekanntermaßen sind Männer biologisch darauf programmiert, ihre Gene möglichst weit zu verbreiten, und den Fortbestand der Art auf diese Weise zu sichern. Dafür war es biologisch unumgänglich, daß Männer einen möglichst starken Sexualtrieb entwickelten, was besonders durch die entsprechenden Hormone gesteuert wird (Testeteron). Testesteron aktiviert auch die Gehirnregionen, die für typisch männliche Fähigkeiten zuständig sind. Für Männer muß - aus der Perspektive der Arterhaltung - Sex wichtiger als Liebe (im Sinne von Nähe, Treue und Bindung) sein.
Frauen sind biologisch auf Aufzucht einiger weniger Jungen spezialisiert, sie gebären und nähren ihre eigenen Kinder. Sie werden also dafür sorgen müssen, daß sie das Männchen dazu motivieren, sie und die Jungen mit Nahrung zu versorgen. Frauen sind folglich darauf programmiert, Männer an sich zu binden. Sie tun das in erster Linie über Gefühle und aufmerksam umsichtiges Verhalten und nur auch über Sex. Auch das wird über entsprechende Hormone gesichert, Östrogene. So regen Östrogene z.B. besonders den Austausch zwischen den beiden Gehirnhälften an.
Das Fazit des Autorenehepaares könnte man zusammenfassen:
Das größte Problem, mit dem die Menschheit heutzutage konfrontiert ist, besteht darin, daß ihre hochfliegenden Ideale den genetischen Prägungen um ein Jahrmillionen voraus sind. Das würde ich denn auch als Motto ansehen, mit dem ich das Buch durchaus empfehlen kann. Nicht also: So ist... und das ist unser Schicksal, sondern - Das sind unsere biologischen Prägungen, die wir denn wohl möglichst gut kennen sollten, um uns Selbst nicht mit ihnen zu verwechseln. :-))
Oder präziser:
Die biologischen Prägungen zu kennen, und zwar eben auch deren Herkunft und deren - biologischen - Zweck, halte ich für sehr nützlich, um sich auf das, was man / frau da besser oder schlechter kann als das andere Geschlecht, weder zu schämen, noch sich was drauf einzubilden. Und wenn ich diese biologischen Prägungen, die ja insbesondere auch mit Neigungen / Vorlieben und heftigen emotionalen Reaktionen verbunden sein können, z.B. wenn sie vom Partner / der Partnerin nicht entsprechend gewürdigt werden, bei mir und anderen beobachten lerne, dürfte es um einiges leichter werden....
Der Wertungsschlüssel für den Test wurde, den Angaben dieses - sehr unterhaltsam geschriebenen - Buches zufolge, von der britischen Genetikerin Anne Moir entwickelt.
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"Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken " von Allan Pease, Barbara Pease |
Wert 3.2 |
Thema: 3.5 | Information: 3.1 | Verständlichkeit: 3 |
| Stimmen: 8 | Legende: 5: super - bis 1: erträglich |
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